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Neuer Amtsdirektor leistete seinen Eid

Reinfeld Neuer Amtsdirektor leistete seinen Eid

Nordstormarns Verwaltungschef Stefan Wulf (47) tritt am 1. November an. An ihn werden hohe Erwartungen gestellt.

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Nordstormarns Amtsvorsteher Paul Friedrich Beeck (l.) nahm dem neuen Verwaltungschef Stefan Wulf den Eid ab.

Quelle: Fotos: Uwe Krog

Reinfeld. Schrittweise tritt Nordstormarns neuer Verwaltungschef sein Amt an. Erst hatte sich Stefan Wulf (47) vor Wochen gegen zahlreiche andere Bewerber durchgesetzt. Am Dienstagabend wurde er im Amtsausschuss vereidigt. Morgen erhält er im Kieler Landespolizeiamt seine Entlassungsurkunde – und am 1. November wird er dann als Amtsdirektor seinen Platz im Chefzimmer am Schiefen Kamp 10 in Reinfeld einnehmen.

LN-Bild

Nordstormarns Verwaltungschef Stefan Wulf tritt am 1. November an – An ihn werden hohe Erwartungen gestellt.

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An einem neuen Schreibtisch und zwischen neuen Büromöbeln. Die Alten hatte Vorgänger Sönke Hansen zwar stehen lassen. Doch sein Nachfolger erkannte Sanierungsbedarf. „Das Einrichten eines Büros ist dasselbe wie die eigene Wohnung. Das wächst nach und nach“, sagt Stefan Wulf. Diese Haltung entspricht seiner Herangehensweise an die neue Aufgabe. „Ich will erstmal zuhören.“ Er wolle das Rad nicht neu erfinden, Bewährtes nicht abschaffen.

Die Position des Amtsdirektors stelle hohe Anforderungen an den neuen Mann an der Verwaltungsspitze, führte Amtsvorsteher Paul Friedrich Beeck bei der Vereidigung jetzt aus. Zwölf Gemeinden und Bürgermeister mit unterschiedlichen Charakteren gelte es zufrieden zu stellen. Hinzu kämen 126 Gemeindevertreter, 19 Feuerwehren, Kindergärten und Schulen.

Dass der Verwaltungsfachmann aus dem Innenministerium die Aufgabe bewältigen wird, daran zeigte Beeck keine Zweifel. Und der Applaus der Bürgermeister nach dem Eid ließ erkennen, dass sie viel von Stefan Wulf erwarten. Zumal der neue Mann an der Spitze, wie Amtsvorsteher Beeck es ausdrückte, eine zwar kleine, aber gut funktionierende Verwaltung hinter sich habe. Und die könne häufig mehr leisten als eine größere. Damit sprach er die Furcht vieler Nordstormarner an, die eine Zusammenlegung der Verwaltungen von Reinfeld mit der eigenen fürchten.

In der Tat hatten die Mitarbeiter am Schiefen Kamp durch die lange Krankheit von Wulfs Vorgänger ihre handlungsfähig bewiesen; nach außen präsentiert durch den ehrenamtlichen Barnitzer Bürgermeister Hans-Jochim Schütt, „der nebenbei auch noch einen Beruf hat“, wie Beeck sagte. Sein Dankeschön an Schütt war ein Karton mit „etwas zum Genießen“ auch für die Ehefrau des Ehrenamtlers, weil sie ihrem Mann in der langen Zeit der Mehrfachbelastung den Rücken freigehalten habe.

Stefan Wulf selber, der sich nach eigenem Bekunden „momentan zwischen den Welten“ vorkommt, werden nach Besuchen bei Gemeindevertretersitzungen und nach seiner Vorstellung beim Gemeindetag unlängst in Badendorf „die Herausforderungen allmählich klar“. Nun müsse erstmal alles „zurückwandern zum Amtsdirektor“, jene Aufgaben, die von den Mitarbeitern während der langen Abwesenheit von Sönke Hansen übernommen worden waren. Der neue Mann an der Spitze sieht sich dabei „als Teil des Teams“. Er werde versuchen, „alles unter einen Hut zu bekommen“. Er will Freiräume schaffen und vielleicht auch unkonventionelle Wege finden, Probleme zu lösen. „Wichtig ist, dass man Ziele hat“, sagte Wulf.

Um die zu erreichen, überreichte Amtswehrführer Albert Iken für die Feuerwehren etwas „Handfestes“. Und von Klein Wesenbergs Bürgermeister Herbert David gab es ein Fläschchen „Propolis“, selbstgebraute Gesundheitstropfen gegen den Stress, und diese helfenden Worte: „Överall ward nur mit Water kokt.“

Aus Zwei mach Eins

Entstanden ist das Amt Nordstormarn erst im Jahre 1972. Es ist eine Zusammenlegung der Ämter Reinfeld-Land und Zarpen. Dem Amt Reinfeld-Land gehörten seinerzeit Barnitz, Feldhorst, Hamberge, Heidekamp, Klein Wesenberg, Wesenberg und Westerau an. Das alte Amt Zarpen umfasste damals die Gemeinden Badendorf, Heilshoop, Mönkhagen, Rehhorst und Zarpen. Die Sorge der Nordstormarner Gemeinden ist derzeit, mit der Verwaltung der Stadt Reinfeld zusammengelegt zu werden.

 Uwe Krog

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