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Neues Konzept für das Rathaus-Center

Reinfeld Neues Konzept für das Rathaus-Center

Totgesagte leben länger. So auch das Rathaus-Center Reinfeld. Statt privater Wohnungen und Laden soll in Reinfelds Schoenaich-Straße eine Pflegeeinrichtung entstehen.

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Äußerlich soll sich kaum etwas ändern. Die Bewohner sollen hilfebedürftige Menschen sein. Unten entsteht ein Begegnungszentrum.

Reinfeld.  „In vier bis sechs Wochen ist Baubeginn in der Grube neben dem Rathaus an der Paul-von- Schoenaich-Straße.“ Das verspricht Bauleiter Detlev Jaskolski für den Investor aus Paderborn, nachdem die Stadtverwaltung ihren Unmut über die andauernden Verzögerungen beim Baubeginn zum Ausdruck gebracht hat.

LN-Bild

Statt privater Wohnungen und Laden soll in Reinfelds Schoenaich-Straße eine Pflegeeinrichtung entstehen.

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Allerdings soll es nun im Erdgeschoss keinen Supermarkt mehr geben, sondern eine Art Begegnungszentrum und Anlaufstation für ältere und gebrechliche Bewohner darüber. Es entstehe eine Art Seniorenwohnsitz mit Wohnungen, so dass sich die Hülle des Gebäudes von den bisherigen Plänen nicht unterscheide. Auch die Tiefgarage bleibe. Der Architekt arbeite an den neuen Plänen. Als Nutzungsänderungsantrag würden sie in den nächsten Tagen eingereicht, berichtet Bauleiter Jaskolski. „In den nächsten vier bis sechs Wochen werden die Bagger definitiv anrücken.“ Er rechnet mit einer Bauzeit von 13 bis 14 Monaten für das etwa sechs Millionen Euro teure Objekt. Die Herausforderung sei jetzt eine reibungslose Koordination.

Auf die Frage, wer der Betreiber des neuen Komplexes sein wird, antwortet der Ingenieur ausweichend: „Ein sozialer Träger“. Er wolle dem Miet-Interessenten nicht vorgreifen, „solange die Tinte unter dem Mietvertrag noch nicht getrocknet ist.“ In zwei Wochen will er „Ross und Reiter nennen“. Zudem sei in der Baugrube durchaus etwas geschehen. Immerhin habe es eine umfangreiche Bodensondierung schon gegeben. Und die ist in diesem Baugrund von entscheidender Bedeutung. Der Boden ist so weich, dass dort schon ein Bagger versunken ist. Kleinere Lastwagen können kaum fahren.

Insofern zeigt sich Jaskolski erleichtert, dass er nicht im Januar zu Werke gehen musste. Zu viel Wasser hätte abgepumpt werden müssen. „Das wäre Wahnsinn gewesen.“ Mit Rücksicht auf die Nachbarn im Claudiushof würden nun 108 Pfähle aus Beton mit einem Durchmesser von 50 bis 55 Zentimeter nicht gerammt, sondern gebohrt. Bis zu 17 Meter tief. Sie müssen ein Gewicht von einer Tonnenzahl in mehrfach sechsstelliger Höhe tragen.

Diese Baustelle sei eine echte Herausforderung, hatte der Ingenieur schon vor Jahren vorausgesehen, als die dort stehenden drei mit Asbest verseuchten Häuser vor knapp drei Jahren von einer anderen Firma des jetzigen Investors abgerissen worden waren. Allein die damals zu setzende Spundwand, die ein Abrutschen der Straße verhindern soll, zog sich bis in den Juni. Geplant war ursprünglich ein Dienstleistungszentrum an dieser Stelle, später eine Wohnanlage mit allem Schnickschnack für besser Situierte. Doch der Verkauf schleppte sich dahin. „Es ist schwierig vom Blatt zu verkaufen“, berichtet der Bauleiter. „Die Käufer wollen Konkretes sehen, keine Zeichnungen.“ Der Makler wurde gewechselt. Und die vorfinanzierende Bank. „Die hat sich im Dezember abgemeldet“, nennt Jaskolski einen weiteren Grund für die Verzögerungen beim Baubeginn. Inzwischen sei sie „durch eine andere Bank ersetzt worden“. Ebenso habe die Stormarner Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft „ihre vollmundigen Versprechungen nicht wahrgemacht.“ Allerdings hält Wirtschaftsförderer Norbert Leinius dagegen: „Wir hatten in der Anfangsphase mit Vorschlägen geholfen. Aber das Grundstück liegt im Sanierungsgebiet und war Sache der Stadt Reinfeld. Da hatten wir keine Aktien drin.“

Auf den von der Stadt geplanten Fahrstuhl und die daneben liegende Treppe vom tiefer gelegenen Claudiushof hinauf zum Rathausvorplatz haben die neuen Pläne allerdings keine Auswirkungen mehr. Im Bauausschuss haben sich die Reinfelder nun für einen Aufzug aus optisch ansprechendem Glas mit Edelstahlrändern entschieden. Die Treppe daneben wird etwas schmaler als ursprünglich gewollt. Der benachbarte Investor, so die Vorstellung, soll die dann entstehende Lücke mit Sand füllen und später abdecken.

Die Mitteilung über den bevorstehenden Baubeginn nahmen die Ausschussmitglieder zur Kenntnis. Die vorangegangenen permanenten Terminverschiebungen haben sie skeptisch gemacht.

Von Uwe Krog

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