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Stormarn Neues Parkmodell für Räder
Lokales Stormarn Neues Parkmodell für Räder
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22:55 13.06.2017
So sieht es derzeit am Oldesloer Bahnhof aus. Noch ist nicht sicher, ob es in absehbarer Zeit andere Parkmöglichkeiten gibt. Quelle: Foto: Dvd
Bad Oldesloe

Vor 200 Jahren wurde das Fahrrad als modernes Fortbewegungsmittel erfunden. Fällt im Jubiläumsjahr eine Entscheidung? Seit mindestens zwei Jahren diskutieren die Oldesloer Stadtverordneten darüber, ob für die Räder der Pendler am Bahnhof ein Parkhaus gebaut oder eine andere Variante favorisiert werden soll. Auf der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses ging es in die nächste Runde.

Zwischenzeitlich hatte die Stadt einen regen Austausch mit dem potentiellen Fördermittelgeber, der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (Nah.SH). Von dort kam Kritik, dass die Kosten für das so genannte Radhaus mit einem Satz von rund 6000 Euro pro Fahrrad zu hoch seien. Als Alternative schlägt der Verbund ein anderes System der Aufbewahrung vor, das um die Hälfte billiger sein soll.

„Unsere Haushaltslage lässt so eine Investition nicht zu. Die Betriebskosten sind noch nicht einmal einberechnet. Das können wir uns nicht leisten“, bekräftigte Uwe Rädisch (CDU), dessen Fraktion ebenso wie die der Freien Bürger für Bad Oldesloe (FBO) gegen den Bau eines Radhauses ist. Letztere lehnt jedoch nicht nur eine feste Behausung ab, sondern ebenso das Aufstellen von Fahrradboxen, die mit 3000 Euro pro Stück taxiert worden sind. Diese Vorbehalte hatte die Fraktion schriftlich fixiert und beantragt, Vertreter der Nah.SH in den Ausschuss einzuladen, um sich die erwähnte günstigere Variante vorstellen zu lassen. Letzteres hatte auch die SPD vorgeschlagen, allerdings ohne die bis dato diskutierten Varianten grundweg abzulehnen.

„Es spricht nichts dagegen, die Fördermittelstelle einzuladen“, sagte auch Grünenfraktionschef Wilfried Janson. Er stellte jedoch in Zweifel, dass das von der Nah.SH favorisierte Modell mit den an ein Radhaus gestellten Anforderungen konkurrieren könne. „Die Räder dürfen nicht sichtbar sein und müssen absolut sicher verwahrt werden, damit organisierte Diebesbanden nicht angelockt werden“, sagte er. „Solange andere Lösungen diese Merkmale nicht haben, kann ich nicht zustimmen.“ Schließlich gehe es darum, noch mehr Oldesloer mit teuren Räder dazu zu bringen, ihre Autos stehen zu lassen und mit dem Zug zu fahren.

Matthias Rohde (FBO) hielt dagegen, es müsse endlich etwas geschehen, um das „wilde Abstellen der Räder am Bahnhof“ zu beenden. Noch im Juli müsse eine Lösung her, damit in den nächsten Monaten mit einer Umsetzung begonnen werden könne.

Als möglicher Termin für eine Sitzung mit den Gästen wurde der 5. Juli genannt. Bauamtsleiter Thilo Scheuber will die Vertreter der Nah.SH dazu einladen.

 dvd

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