Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Neues Umspannwerk versorgt Reinfeld und zwei Ämter
Lokales Stormarn Neues Umspannwerk versorgt Reinfeld und zwei Ämter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:44 14.06.2016
Prüfender Blick in einen Schaltkasten: Projektleiter Niels Knüppel kontrolliert die neue Anlage am Weddernkamp. Quelle: M. Thormählen

 Die 30 000-Volt- und die 11.000-Volt-Schaltanlage wurden gegen leistungsstärkere Anlagen getauscht. Und Niels Knüppel, der die Anlage als Projektleiter wartet, ist happy: „Alles läuft, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Derzeit werden nur noch im Außenbereich der Anlage am Weddernkamp die Zufahrt und Wege gepflastert.

In Händen der Gemeinden

Die Schleswig-Holstein Netz AG betreibt in 1000 Gemeinden über 50000 Kilometer Mittel- und Niederspannungsnetze sowie 15000 Kilometer Gas- und 7500 Kilometer Kommunikationsnetze.

Die Mitarbeiter arbeiten landesweit an 24 Standorten sowie in der zentralen Netzleitstelle in Rendsburg. Anteilseigner an der Netz AG sind über 220 schleswig-holsteinische Kommunen sowie Hanse-Werk.

 „Mit dieser Maßnahme erhöhen wir die Versorgungssicherheit der Menschen in der Region. Mit den neuen Schaltanlagen können wir den Strom im Versorgungsgebiet des Umspannwerks besser umschalten und im Falle einer Störung Ausfallzeiten minimieren“, erklärt Carsten Hack, technischer Leiter für den Kreis Stormarn bei der SH Netz.

Am Standort im Weddernkamp hat die Firma ein neues Betriebsgebäude errichtet, in das die beiden neuen Schaltanlagen installiert wurden. Anschließend wurde die Schutz-, Steuerungs- und Fernschalttechnik installiert.

„Der Bau am gleichen Standort war nur durch den Einsatz einer unserer mobilen Schaltanlagen möglich. Diese übernahm die Funktion der alten 11000-Volt-Schaltanlage für die gesamte Dauer der Modernisierungsmaßnahme. So war die Versorgung der Region während der Arbeiten stets gesichert“, erläutert Projektleiter Niels Knüppel. „Und niemand hat’s gemerkt.“ SH Netz hält als größter Netzbetreiber im Norden für derartige Baumaßnahmen insgesamt zwei jeweils rund 500000 Euro teure mobile Schaltanlagen vor.

Die Überwachung und Steuerung des Umspannwerks Reinfeld erfolgt an 365 Tagen im Jahr durch die zentrale Netzleitstelle von SH Netz in Rendsburg. „Aber sie ist nahezu wartungsfrei“, weiß Techniker Knüppel.

Und sollte der Energiefluss im Netz doch einmal unterbrochen sein, könnte der Betreiber problemlos auf das Umspannwerk in Bad Oldesloe umschalten, um den Strom zu liefern. Die Schleswig Holstein Netz betreibt ein engmaschiges System mit Leitungen, die den Strom in Haushalte und Unternehmen liefert.

Eine Störung könnte ein Brand sein – doch da beruhigt Projektleiter Knüppel die Reinfelder Feuerwehrleute „In dem Neubau kann nichts Feuer fangen. Er ist nach modernsten Gesichtspunkten errichtet worden.“ Theoretisch denkbar sei allenfalls ein Schwelbrand. „Dafür haben wir eine Entlüftungsanlage“, so Niels Knüppel. Und garantiert werde, dass Feuerwehrleute das Gebäude nur betreten können, wenn der Strom komplett abgeschaltet sei. Ohnehin dürfe kein Wasser eingesetzt werden. Es gebe für den Notfall Löschgeräte mit Kohlendioxid.

 Michael Thormählen und Uwe Krog

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige