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Stormarn Neun Stormarner in den Bundestag?
Lokales Stormarn Neun Stormarner in den Bundestag?
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20:32 21.09.2017
Bad Oldesloe

Direktmandate: Vor vier Jahren gewann die CDU alle Direktmandate in den Wahlkreisen 8 (Segeberg/Stormarn-Mitte), 9 (Ostholstein/Stormarn-Nord) und 10 (Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd).

Der Kreis Stormarn hat zwar im Grunde genommen gar keinen eigenen Wahlkreis bei der Bundestagswahl am 24. September, wird aber im Anschluss noch besser und vermutlich mit mehr Abgeordneten in Berlin vertreten sein. Momentan hat Stormarn sieben Vertreter, nach der Wahl könnten es bis zu neun sein.

22 Bundestagsmandate werden voraussichtlich nach Schleswig-

Holstein gehen, elf

Direktmandate und elf Listenkandidaten, eventuell mehr. Stormarn

wäre damit überproportional gut vertreten.

Die Amtsinhaber Gero Storjohann, Ingo Gädechens und Norbert Brackmann treten auch diesmal wieder an – und treffen in zwei Fällen auf alte Bekannte. Im Norden führt Bettina Hagedorn – bereits seit 2002 im Bundestag – in diesem Jahr sogar als schleswig-holsteinische Spitzenkandidatin die SPD- Landesliste an.

Wagner für Thönnes: Im Süden fordert erneut Nina Scheer (SPD) den Christdemokraten Brackmann heraus. Gero Storjohann trifft dagegen mit dem 30-jährigen Alexander Wagner aus Bad Segeberg auf einen neuen Konkurrenten. Wagner löst als Direktkandidat SPD-Urgestein Franz Thönnes aus Ammersbek ab, der nach 23-jähriger Zugehörigkeit zum Bundestag sich nicht erneut um Mandat bewirbt.

Gute Listenplätze: Alexander Wagner gab sich vor der Wahl sehr kampflustig, will endlich mal wieder das Direktmandat für die SPD holen. Franz Thönnes gelang das zuletzt 2002. Vor vier Jahren gab es indes sowohl bei der Erst- als auch der Zweitstimme klare Verhältnisse zugunsten der CDU. In beiden großen Parteien sind die Stormarner Kandidaten jedoch auch mit aussichtsreichen Listenplätzen ausgestattet. Lediglich Wagner müsste auf Platz sieben vielleicht etwas bangen, sollte die SPD schlechter abschneiden als 2013. Damals kam sie auf 25,7 Prozent. Jüngste Prognosen sehen die Sozialdemokraten zwischen 22 und 24 Prozent.

Grün und gelb: Sicher im nächsten Bundestag dürfte auch wieder der Möllner Konstantin von Notz von den Grünen vertreten sein. Nachdem Robert Habeck entgegen seiner früheren Ankündigung doch als Minister in Schleswig-Holstein geblieben ist, steht von Notz erneut auf Platz zwei der Grünen-Landesliste.

Auf dem sehr aussichtsreichen Listenplatz zwei steht auch Bernd Buchholz bei der FDP, der Ahrensburger hat jedoch – wie Habeck – auch Geschmack gefunden am Ministerjob. Als neuer Wirtschafts- und Verkehrsminister der Kieler Jamaika-Koalition sehe er für sich mehr gestalterische Möglichkeiten als in Berlin als Abgeordneter.

AfD in Stormarn: Wie die FDP wird allem Anschein nach auch die AfD in den neuen Bundestag einziehen. Ganz vorne auf der Landesliste stehen auch hier zwei Stormarner: Bruno Hollnagel aus Hoisdorf und Axel Gehrke aus Grönwohld. Die AfD kam übrigens schon vor vier Jahren in Stormarn auf knapp fünf Prozent. Die Wahlbeteiligung lag in den drei Stormarner Wahlkreisen zwischen 73 und 75 Prozent.

Insgesamt sind zwölf Parteien mit Landeslisten zugelassen. Auf Schleswig-Holstein entfallen 22 Bundestagssitze – elf Direktmandate in elf Wahlkreisen und elf Listenplätze. Es kann aber noch zu Überhangmandaten kommen.

Viele Briefwähler: Ein Trend zeichnet sich bereits jetzt wieder ab: Der Anteil der Briefwähler liegt deutlich höher als vor vier Jahren. Schon bei der Landtagswahl im Mai hatten je nach Kommune zwischen zwölf und 15 Prozent der Schleswig-Holsteiner diese Möglichkeit genutzt. Sowohl in Reinfeld und Bad Oldesloe als auch in den drei für die Wahlkreise 8 bis 10 zuständigen Kreisverwaltungen wurden schon mehr Briefwähler gezählt als 2013.

Wahlberechtigt: Am Tag selbst sind die Wahllokale wie immer zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet, mitzubringen sind Wahlbenachrichtigung und auf jeden Fall der Personalausweis. Anders als bei der Landtagswahl (ab 16) ist man erst mit 18 wahlberechtigt.

Große Wahlkreise: Die meisten Wahlberechtigten in den drei Wahlkreisen gibt es in Segeberg/Stormarn-Mitte mit rund 247 000, aus Stormarn kommen dabei 64 000. Im Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd sind es gut 245 000, etwa 108 000 aus Stormarn. In Ostholstein/Stormarn-Nord. sind es 181500 Wahlberechtigte.

Markus Carstens

LN

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