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Stormarn Noch kopflos im Marstall
Lokales Stormarn Noch kopflos im Marstall
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20:32 29.08.2016
Klaus Plöger (3.v.l.) wird mit einer Ausstellung geehrt: Julia Kölle (v.l.), Sigrid Kuhlwein, Christine Carstens, Thomas Helbing, Katharina Schlüter und Martin Lüdiger haben die Ausstellung gestaltet. Quelle: B. Albrod
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Ahrensburg

. Noch ist die Galerie im Marstall in Ahrensburg kopflos: Die Büste von Ex-Landrat Klaus Plöger, die der Barnitzer Bildhauer Thomas Helbing gefertigt hat, wird erst am Freitag enthüllt, wenn die Ausstellung „heimspiel“ eröffnet wird. Sie ist ein Dank für 18 Jahre Kulturarbeit des ehemaligen Landrates, der gleichzeitig auch Vorsitzender der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn war.13 Künstler aus dem Kreisgebiet, die er in seiner Amtszeit betreut hat, stellen ihre Werke aus.

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Die Ausstellung „heimspiel“ wird am Freitag, 2. September, um 18 Uhr in der Galerie im Marstall in Ahrensburg eröffnet. Es sprechen Landrat Henning Görtz, Martin Lüdiger und Sigrid Kuhlwein. Der Kulturmanager im Marstall, Armin Diedrichsen, moderiert anschließend ein Gespräch mit Ex-Landrat Klaus Plöger und einem Überraschungsgast.

„Klaus Plöger hat immer gesagt, dass er nichts von Kunst verstehe“, erklärte Sigrid Kuhlwein, die selber in der Kulturstiftung aktiv ist, „durch die Gespräche mit den Künstlern hat er viel gelernt.“

Plöger habe sich immer für die Kultur im Kreis eingesetzt. Ihm sei es zu verdanken, dass die Reithallensanierung im Marstall finanziell gefördert wurde, dass es vier Ausstellungen zeitgenössischer Kunst pro Jahr im Marstall gibt, ein eigenständiges Kulturmarketing, regelmäßige Diskussionsveranstaltungen und die Galerie der Sparkasse in ihrer heutigen Form – hier sind Werke der geförderten Künstler ausgestellt, die die Sparkassen-Kulturstiftung über die Jahre angekauft hat.

„Ich hätte gerne weiter in der Kulturstiftung gearbeitet“, sagte Plöger, „ich will auch mit den Künstlern weiter in Kontakt bleiben.“ Er plane ein neues Projekt zur Ergänzung von Stormarns Kulturbetrieb, für das er schon mit einigen Künstlern gesprochen habe. „Wir wollen die Kultur in Stormarn weiter voran bringen, ohne jemandem Konkurrenz zu machen.“ Des Weiteren regte Plöger an, die Galerie in der Sparkasse in Bad Oldesloe durch regelmäßige Führungen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bisher kann man die Galerie nur nach Anmeldung besichtigen.

„Klaus Plöger hat seine Meinung immer offen gesagt, und das war nicht immer schmerzfrei“, blickte die Künstlerin Christine Carstens auf Plögers Atelierbesuche zurück. „Er hatte den Mut zu sprechen.

Kunst ist nicht das, was an der Wand hängt, sondern Kommunikation.“ Deshalb, so Helbing, gehöre auch ein Porträt Plögers in die Ausstellung. Er hat Plögers Kopf in Ton modelliert und eine Gipsbüste „mit nervöser Oberfläche“ gefertigt. „Er ist gut zu erkennen. Klaus Plöger hat ein sehr charakteristisches Gesicht“, urteilte Helbing über sein Modell, „er ist auch ein spannender Mensch.“

Plöger regte an, auch künftig Büsten von Stormarner Persönlichkeiten anfertigen zu lassen. „Man könnte als neue Sammlung der Stiftung eine Kopf-Galerie anlegen.“ Die ausstellenden Künstler sind aus Stormarn, wo sie auch arbeiten. Katharina Duwe ist dabei, Peter F. Piening, Jadranco Rebec, Lucia Schoop oder Ricky Winter. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der jedem Künstler eine Doppelseite widmet. Das Cover ist mit dem Schriftzug „Plö“ gestaltet. „Mit dem Kürzel hat der Landrat immer alle Dokumente unterschrieben“, erklärte Sigrid Kuhlwein.

Bettina Albrod

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