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Stormarn Noetzels Wahlkampfmotto: „Sven schon, denn schon“
Lokales Stormarn Noetzels Wahlkampfmotto: „Sven schon, denn schon“
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20:12 22.06.2016
Sven Noetzel in seinem Reinbeker Büro: Er wirbt mit dem Slogan „Sven schon, denn schon“ für sich. Quelle: Bettina Albrod

Sven Noetzel ist nicht gerne untätig. In seinem Büro in Reinbek klingelt ständig das Telefon, gleichzeitig klopfen Leute an die Tür, die einen Termin bei ihm haben wollen. „Ich arbeite viel und gerne“, erklärt der Bergedorfer, dessen Wahlkampf sich gewaschen hat. „Sven schon, denn schon“, wirbt er mit einem Handy- Reinigungstuch für seine Kandidatur um das Bürgermeisteramt in Bargteheide, wo er für die CDU antritt, in der er immer schon kommunalpolitisch tätig war.

„Am Wochenende koche ich gelegentlich mit den Kindern. Meine Kartoffelsuppe ist wirklich gut. Und der Bananenkuchen.“ Sven Noetzel

Neben PC und Telefon steht ein Bild seiner beiden älteren Söhne auf dem Schreibtisch, der Jüngste, neun Monate alt, ist nicht mit drauf. Gedanklich ist die Familie immer dabei. „Ich trenne nicht zwischen Arbeit und Familie“, erklärt Noetzel. „Wenn es nötig ist, arbeite ich auch mal sonnabends, wenn umgekehrt die Kinder krank sind, bin ich für sie da.“

Seine Frau Christiane ist Lehrerin und ebenfalls voll berufstätig, da will Noetzel Entlastung bieten. „Ich habe den einfacheren Job“, erklärt er, „ich bringe die Jungs morgens zur Schule. Meine Frau holt sie ab.“ Seine freie Zeit verbringt er mit seinen Kindern, spielt Fußball mit anderen Vätern aus der Schule oder fährt wie letztes Wochenende mit ihnen und den Kindern zum Zelten. Wie man ein Zelt aufbaut, ist für den Reinbeker Bauamtsleiter kein Problem. „Eigentlich wollte ich Physik studieren“, blickt der 44-Jährige zurück. „Weil ich aber nicht wusste, ob es mit der Zulassung klappt, habe ich mich auch für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik beworben.“ Dafür kam die Zulassung zuerst, und Sven Noetzel griff zu. Was folgte, waren viele spannende Jahre mit Reisen und Tätigkeit im Rheinland.

„Das war schwierig, weil bereits unser erstes Kind auf der Welt war“, so Noetzel, der sich deshalb nach Hamburg-Wandsbek bewarb. Als ihm später aufging, dass er nur noch Dokumente unterschrieb, suchte er eine neue Herausforderung, die er 2011 in Reinbek fand. Hierher fährt er jeden Tag mit Bahn und Fahrrad. „Autos interessieren mich nicht“, sagt er, „ich habe nicht mal eins. Meine Frau hat ein Auto.“ Mit dem fahren sie zum Urlaub nach Dänemark oder machen Kurzreisen und Ausflüge zu Spielplätzen, Klettergarten oder Miniaturwunderland. „Am Wochenende koche ich gelegentlich mit den Kindern“, erklärt Noetzel, „meine Kartoffelsuppe ist wirklich gut. Und der Bananenkuchen.“ Auch Fischstäbchen und Nudeln kann er, „ich koche das, was Kinder mögen. Meine Söhne helfen dann dabei.“

Ihretwegen möchte er in Bergedorf wohnen bleiben, wo sie fest verwurzelt sind. Noetzel ist hier aufgewachsen und zur Schule gegangen, seine Eltern wohnen hier, seine Kinder haben hier ihren Freundeskreis. „Früher sollte der Bürgermeister vor Ort wohnen, damit die Leute ihn ansprechen können“, sagt der Kandidat. „Das ist auch wichtig. Der Bürgermeister muss dazu gehören.“ Aber in Zeiten der E-Mails sei man jederzeit ansprechbar. Derzeit stelle er sich bei Vereinen und Verbänden vor, um zu zeigen, dass er dabei sein will. „Ich mache keinen Wahlkampf“, sagt er, „ich möchte gegen niemanden kämpfen. Ich bewerbe mich.“

Gelb ist seine Lieblingsfarbe, am liebsten isst er Kartoffelpuffer mit Apfelmus, und falls er Bürgermeister wird, will er sich ein Auto kaufen: „Damit kann ich in 35 Minuten in Bargteheide sein.“

Ergebnisse ab 18 Uhr

Die Wahl des neuen Bürgermeisters ist am Sonntag, 26. Juni. Die zweite Bewerberin Birte Kruse-Gobrecht lädt für Sonnabend, 25. Juni, zu Musik mit bulgarischen Geigern mit swingender Kaffeehaus-Jazz-Musik vor dem Rathaus ein. Am Sonntag geht’s dann ab 18 Uhr zum Wahltreff in die Coffee Lounge, um den Wahlergebnissen entgegen zu fiebern. Fußballübertragung und Kinderbetreuung sind inklusive.

Bettina Albrod

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