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Stormarn Notfall-Pläne für den Black Out
Lokales Stormarn Notfall-Pläne für den Black Out
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15:24 04.03.2019
Was tun, wenn der Strom ausfällt? Quelle: ST
Bargteheide

Was passiert, wenn in Bargteheide die Lichter ausgehen? In einer Anfrage zum Thema „Notfallplan Stromausfall“ hat die SPD in Bargteheide eine Reihe von Fragen an die Verwaltung gestellt, wie die Stadt für den Notfall gerüstet ist. „Für den Bereich Katastrophenschutz ist der Kreis zuständig“, erklärte Bargteheides Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht (parteilos). Der Kreis habe für den 6. März zu einem Treffen aller Ordnungsbehörden zu dem Thema eingeladen. Die Stadt Bargteheide werde an dem Treffen teilnehmen und gehe davon aus, dass dort entsprechende Konzepte entwickelt würden. Gleichwohl gebe es aber auch in der Stadt Überlegungen, wie man sich für einen größeren Stromausfall rüsten könne.

So sei für das Klärwerk Bargteheide bereits 2018 ein Notstromaggregat beschafft worden, das den Betrieb bei einem kompletten Stromausfall für mindestens vier Stunden aufrecht erhalte. Danach könne der Stromausfall mit Benzinantrieb weiter kompensiert werden. Zudem solle demnächst ein weiteres mobiles Notstromaggregat angeschafft werden. Auf dem Gelände des Wasserwerks werde ebenfalls ein Notstromaggregat betrieben, das bei Stromausfall zwei der vier Brunnen sowie die Aufbereitung und Verteilung des Wassers betreiben könne. Dafür sei Diesel notwendig.

Notstromaggregate anschaffen

Auch für die Feuerwehr sei die Anschaffung eines Aggregats geplant. „Alle verfügbaren Einsatzkräfte sind angehalten, nach 20 Minuten Ausfallzeit auch ohne Alarmierung zur Wache einzurücken“, heißt es in der Antwort der Verwaltung. In Kitas, Schulen und Seniorenanlagen gebe es bisher keine Notstromversorgung. Der Bevölkerung sollen Vorsorge- und Selbsthilfetipps zur Verfügung gestellt werden. „Hier können unter Umständen schon die Ergebnisse der Besprechung mit dem Kreis einfließen“, sagt Birte Kruse-Gobrecht.

Für den Katastrophenfall existiere in der Verwaltung eine Notrufübersicht, in der Ansprechpartner aus Verwaltung, Behörden, Netzbetreibern, Wasserversorgung und andere verzeichnet seien. Die Nummern seien auch am Wochenende und nach Dienstschluss zu erreichen. „Die Serverräume im Rathaus sind durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) gesichert und können im Ernstfall für 60 Minuten die Stromversorgung der Serverlandschaft aufrecht erhalten.“

„Bereits im letzten Jahr war das Thema auf der Tagesordnung der Bürgermeister-Runde im Schleswig-Holsteinischen Städteverband“, heißt es in der Antwort der Bürgermeisterin. „Dabei wurde deutlich, dass es an einheitlichen Konzepten im Land fehlt. Die Stadt Bargteheide steht dazu im Austausch mit der örtlichen Feuerwehr.“

Bettina Albrod

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