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Stormarn Öffentliche Toilette ist Senioren ein Bedürfnis
Lokales Stormarn Öffentliche Toilette ist Senioren ein Bedürfnis
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21:18 20.05.2016

. Der Ahrensburger Seniorenbeirat vertritt die Bedürfnisse von über 10000 Ahrensburgern. Im Moment tut er das im wahrsten Sinne des Wortes: Bei der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirats am Freitag im Peter-Rantzau-Haus war die öffentliche Toilette vor dem Rathaus ein Thema.

Die Toilette wird Ende des Jahres geschlossen, weil der Stadt die Kosten zu hoch sind. Quelle: ba

Der Umweltausschuss der Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Mietvertrag für die behindertengerechte und selbstreinigende Toiletten-Anlage nicht mehr zu verlängern. Zum 31. Dezember des Jahres soll das WC aufgegeben werden, weil Miet- und Unterhaltkosten die Einnahmen bei Weitem überschreiten. Der Seniorenbeirat hingegen möchte die öffentliche Toilette am Rathaus auf jeden Fall behalten.

„Die Frage der Miete ist vom Ausschuss entschieden und mit acht Ja-Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt worden“, erklärte der Vorsitzende Christof Schneider. „Der Mietvertrag wird gekündigt.

Deshalb müssen wir eine Alternative finden.“ Denn die Senioren brauchten eine öffentliche Toilette in Ahrensburg.

„Es kann nicht sein, dass die größte Stadt im Kreis Stormarn kein öffentliches WC hat“, monierte Christof Schneider. Es sei peinlich, wenn Senioren in Restaurants oder Geschäften fragen müssten, ob sie die Toilette benutzen dürften: „Wir brauchen ein WC, das hygienisch ist und 24 Stunden am Tag geöffnet ist.“

Eine Alternative, die der Seniorenbeirat sieht, ist der Kauf der Toilettenanlage durch die Stadt. „Das WC-Häuschen ist nach den zehn Jahren, die es steht, längst abgeschrieben“, erklärte Reinhard Hampel, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirats. „Man könnte das WC für einen geringen Betrag kaufen.“ Zumal der Abbau der Anlage auch mit 8000 Euro zu Buche schlagen würde.

Eine weitere Option sei es, bei der Sanierung des Rathauses eine öffentliche Toilettenanlage anzubauen. Auch ein günstigeres Mietklo anstelle des jetzigen Häuschens sei eine Alternative. Unannehmbar sei dagegen der Vorschlag zu warten, bis im Rahmen des Baus eines Fahrradparkhauses am Bahnhof dort eine öffentliche Toilette sei. „Das kann noch zehn Jahre dauern“, so ein Mitglied des Beirats.

Schließlich einigten sich die Mitglieder darauf, einen Antrag bei der Stadtvertretung einzubringen, dass Alternativen zur Schließung der Toiletten-Anlage geprüft werden sollten. „Wir vertreten über 10000 Senioren in Ahrensburg“, betonte Hampel. „Unser Anliegen hat Gewicht.“ B. Albrod

LN

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