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Stormarn Offener Brief: Sorge um St. Johannes
Lokales Stormarn Offener Brief: Sorge um St. Johannes
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21:26 21.04.2016

. Mehrere Mitglieder der Kirchengemeinde Ahrensburg haben sich in einem offenen Brief an die Synodalen des Kirchenkreises Hamburg-Ost gewandt. Hintergrund ist ihre Sorge um den Fortbestand von St. Johannes in Ahrensburg. Die Synode hatte am Mittwoch über die Kategorien entschieden, nach denen ein Gotteshaus förderfähig bleibt oder nicht. „Vordergründig geht es dabei um die Förderfähigkeit der Kirchengebäude, in der Konsequenz ist dies aber ein Steuerungsinstrument für die Aufgabe von Standorten“, heißt es in dem Ahrensburger Schreiben. Während die Schlosskirche uneingeschränkt als förderfähig eingestuft werde, würde die Kirche St. Johannes wie vor zwei Jahren schon als nicht förderfähig angesehen. Das gelte auch für das Haus der Kirche in Ahrensburg-Gartenholz.

Für den Erhalt von St. Johannes setzt sich der „Förderverein St. Johannes Ahrensburg“ ein, Vorsitzender ist Klaus Tuch. 2013 wurde die Kirche geschlossen. Zehn Monate lang protestierte der Verein mit Andachten vor der Kirche gegen die Schließung, bis der Kirchenkreis einem Vertrag zwischen Förderverein und Kirchengemeinderat zustimmte. Mit der erneuten Einstufung in Kategorie C — damit wird ein Kirchengebäude als nicht mehr förderungsfähig eingestuft — sehen die Unterstützer von St. Johannes ihre Sorge bestätigt, dass die Kirche aufgegeben werden soll.

„An dem Entscheidungsprozess der Synode war die Ahrensburger Kirchengemeinde praktisch nicht beteiligt“, kritisieren die Unterzeichner des Briefs. Dabei habe die Gemeindeversammlung mittlerweile zum zweiten Mal mit großer Mehrheit eine Abstimmung gefordert, welche Kirchen bestehen bleiben sollen. Zulasten von St. Johannes berufe man sich auf einen drei Jahre alten Beschluss des damaligen Kirchengemeinderates, der nicht mehr maßgebend sein dürfe. „Er kam ohne Beteiligung der betroffenen Gemeinde zustande“, so die Kritik. Zudem sei mit dem Verkauf des Gemeindehauses sowie mit der bis 2019 gültigen Vertragsbindung mit der Kirche eine völlig andere Situation entstanden.

„Eine Entscheidung über die Förderfähigkeit bedeutet nicht, dass über eine Schließung entschieden worden ist“, sagte Remmer Koch vom Kirchenkreis-Ost. Pastorin Ursula Wegmann, Vorsitzende des Beauftragten-Gremiums, das die Kirchengemeinde Ahrensburg seit 2014 leitet, dazu: „Der Standort St. Johannes in Ahrensburg wurde mit Beschluss des damaligen Kirchengemeinderates bereits 2013 aufgegeben. Vom Standort ist die Kirche noch übrig, die zum Teil durch den Förderverein finanziert wird. Insofern ist durch den Synodenbeschluss nicht irgendetwas beschlossen worden, was die Lage in Ahrensburg ändert.“

Von Bettina Albrod

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