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Old Reinfelder Jungs in neuen Uniformen — aber es fehlen Leute

Reinfeld Old Reinfelder Jungs in neuen Uniformen — aber es fehlen Leute

Dank vieler Spenden traten sie beim Karpfenfest erstmals wieder einheitlich auf.

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Präsentierten das neue Outfit (von li.): die Spielleute Karin Mess, Horst Gadermann, Melissa Werner, Janik Kraft.

Quelle: Foto: hfr

Reinfeld. Jetzt haben sie beim Karpfenfest endlich ihre neuen Uniformen tragen können, da kommen schon die nächsten Sorgen auf die Old Reinfelder Jungs und Mädchen um ihren Vorsitzenden Manfred Giese zu: Es gibt wieder Personalprobleme.

„Sieben Spielleute haben uns verlassen“, bedauert Giese. „Sport ist wahrscheinlich doch interessanter als Musik“, fügt er hinzu. „Wir suchen dringend auch erwachsene Spielleute.“ Dabei sollten die neuen dunkelblauen Uniformen mit ihren nun blau-weißen Schulterstücken, die bislang rot-weiß waren, für einen schwungvollen Neuanfang stehen.

Vor mehr als einem Jahr hatten Giese und seine Freunde begonnen dafür zu sammeln. Nachdem der Verein eine Art Zäsur durchgemacht hatte, viele Ältere waren aus- und viele Jüngere waren eingetreten, war ein Missverhältnis zwischen den zur Verfügung stehenden Uniformen für Kinder und Erwachsene entstanden.

Da brauchte es dringend Geld für passende Kleidung. Die Spielleute mussten bei ihren Auftritten improvisieren. Zunächst flossen die Spenden nur zögerlich. Und zu allem Unglück wäre um ein Haar auch noch das Vereinskonto geplündert worden, hätte die Volksbank nicht geistesgegenwärtig reagiert und das bereits abgebuchte Geld zurückgeholt. Doch dann, nachdem Giese die Reinfelder von seinem Ansinnen überzeugt hatte, kamen große Spenden von Firmen wie Ferrotec, Spedition Bode, Autohaus Vick, von der Sparkasse Holstein und Volksbank Stormarn, von den Freunden des Vogelschießens im Bürgerverein, vom Bürgerverein und von der Stadt Reinfeld sowie von vielen Privatleuten. Es waren Spenden von fünf Euro bis zu 1000 Euro dabei. Die Lösung des Uniform-Problems schien nun greifbar nahe. Schon reiste der Uniformschneider an. Er nahm Maß im Spätsommer vergangenen Jahres. Alle 26 Musiker ließen sich von Udo Fischer, dem Chef einer Schneiderei aus dem Schwarzwald, im Wohnzimmer der Familie Giese vermessen. Bauchumfang, Kopfumfang, akribisch notierte der Schneider die Körperdaten seiner Reinfelder Kunden. Sie wussten allerdings, dass die Anfertigung eine Weile brauchen würde.

Am 1. Mai, so hoffte der Vorsitzende, wollten sie damit im Asklepios-Pflegezentrum auftreten. „Endlich können wir dann wieder unsere Abzeichen und Ehrennadeln tragen“, sagte Thomas Giese erleichtert.

Doch es gab einen weiteren Rückschlag.

„Leider kommt es manchmal anders als man plant und denkt“, sagte der Vorsitzende jetzt beim Karpfenfest. Denn die neuen Uniformjacken passten nicht richtig, so dass der Lieferant nachbessern musste.

„Das hat unsere Planung über den Haufen geworfen hat.“ Während der Sommerferien kamen dann endlich die neuen Jacken wieder, aber sieben blieben leer - obwohl maßgeschneidert.

Das schmälerte die Freude der Spielleute an den passenden Jacken nicht. Was lange währt, sagen sie, wird endlich gut.

Donnerstags wird geübt
Das Personalproblem drückt die Old Reinfelder Jungs — und Mädchen und Frauen. „Wir suchen dringend Querflöten und auch Schlagzeuger“, wirbt der Vorsitzende und Tambourmajor Manfred Giese um neue Mitglieder. Wer Lust hat, im Spielmannszug mitzumachen, ist an Übungsabenden immer donnerstags ab 17.30 Uhr, außer in den Ferien, in der Matthias-Claudius-Schule am Markt willkommen. „Wir freuen uns über jeden Neuzugang“, sagt Giese. Neben den Auftritten, bei denen die Spielleute zum Gelingen vieler Feste beitragen, wird auch die Geselligkeit im Verein gepflegt.

Uwe Krog

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