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Oldesloe: Lembkes erste Niederlage

Bad Oldesloe Oldesloe: Lembkes erste Niederlage

Bürgermeister Jörg Lembke (parteilos) scheiterte auf der Sitzung des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses (BSK) nach einer heftigen Diskussion mit seinem Vorschlag, auswärtige Sportvereine künftig auch für die Abnutzung Oldesloer Sportstätten zur Kasse zu bitten.

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Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke (parteilos)

Quelle: LN-Archiv/Dorothe von Dahlen

Bad Oldesloe. Bei acht Gegenstimmen, einer Enthaltung und nur einer Stimme dafür lehnten die Politiker dies ab. Es bleibt bei der alten Regelung, auswärtige Vereine lediglich an den Betriebskosten zu beteiligen.

„Wir reden über Beträge, die den Aufwand nicht wert sind“, betonte Dagmar Danke-Bayer (Grüne). Die beiden Stadien werden hauptsächlich von Oldesloer Vereinen genutzt und das Kurparkstadion nur „zu fünf bis zehn Prozent von auswärtigen Sportvereinen“, so Hajo Krage (SPD). Würden die Dorfvereine weg bleiben und somit deren Beteiligung von etwa 1500 Euro jährlich an den Betriebskosten, kämen „höhere Kosten auf die Oldesloer Vereine zu“, gab Gökhan Akdemir vom SVT (Sportverein Türkspor) zu bedenken.

„Die auswärtigen Vereine sollten für die wirkliche Abnutzung der Sportstätten zahlen“, teilte Ausschuss-Vorsitzender Matthias Rohde (FBO) als einziger Lembkes Ansicht. „Ähnlich wie bei der Schülerpauschale früher sollten die Gemeinde oder Vereine für einen Kostenausgleich herangezogen werden“, erläuterte Lembke seine Idee einer neuen Einnahmequelle für die Stadt.

Zu einer befürchteten Überspielung des Naturrasens äußerte sich SPD-Mitglied Krage: „Die auswärtigen Vereine nutzen den Naturrasen nicht.“ Die Fußballer aus den Umlandgemeinden spielen im Kurparkstadion lediglich auf dem Kunstrasen. Dessen maximale Bespielbarkeit von 2000 Stunden wird noch längst nicht ausgeschöpft. Bisher weist das Logbuch lediglich 1300 Stunden auf. Das Travestadion wird ohnehin fast ausschließlich vom VfL genutzt.

„Wir haben bisher erst einmal eine Rechnung gestellt, wegen einer Hundeveranstaltung“, erläuterte VfL-Vorsitzende Gudrun Fandrey. Mehrheitlich wurde auch der zusätzlich entstehende Bürokratieaufwand für die Vereine oder die Stadtverwaltung in Frage gestellt.

Im Anschluss ging es um das eigentliche Thema, die neuen Verträge mit den beiden Oldesloer Sportvereinen VfL für das Travestadion und SVT für das Kurparkstadion. Die waren in monatelangen Gesprächen vereinheitlicht worden. Lembke: „Wir haben versucht, beide Vereine fair zu behandeln, entsprechend ihrer Größe.“

Das Thema, dass die Stadtverwaltung und die Vereine lange Zeit beschäftigt hatte, ist nun fast vom Tisch. Nachdem die Mitglieder im BSK-Ausschuss die Verträge einstimmig absegneten, müssen sie jetzt noch am 14. Dezember die Stadtverordnetenversammlung passieren. Danach können der Bürgermeister und die Vereine die Verträge noch im Dezember unterzeichnen. „Wir haben acht sehr spannende Monate hinter uns. Ich bin froh, dass wir die Zielgerade geschafft haben“, freute sich Oldesloes Sportsachbearbeiter Enrico Schukat, der sich bei allen Beteiligten für die konstruktiven Gespräche, gute Zusammenarbeit und Unterstützung bedankte.

„Wir sind bei Null angefangen“, sagte VfL-Vorsitzende Gudrun Fandrey. Im Verein mit 3000 Mitgliedern und 17 Abteilungen nutzen nur die rund 300 Fußballer und die Leichtathleten das Travestadion.

Jetzt wird betriebswirtschaftlich geguckt, was das Stadion die Mitglieder kostet. SVT-Vereinschef Önder Karanfil: „Die Vertragsverhandlungen haben viel private Zeit und Arbeitszeit gekostet. Wir übernehmen künftig viele Aufgaben vom Bauhof.“

Die neuen Verträge sollen für zunächst vier Jahre gelten, bis zur Steuerreform. Der VfL ist seit 1976 Pächter des Travestadions, der SVT seit 2014 Pächter des Kurparkstadions. Der Zuschuss der Stadt Bad Oldesloe für beide Stadien beträgt 2017 insgesamt 259857 Euro.

 Susanna Fofana

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