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Stormarn Inklusion: Sportprojekt ist gerettet
Lokales Stormarn Inklusion: Sportprojekt ist gerettet
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14:48 12.11.2018
Training für das Sportabzeichen: Auf dem Sportplatz am Reesenbüttel in Ahrensburg trainieren Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam. Das Inklusionsprojekt kann nun weitergehen. Quelle: sf
Bad Oldesloe

Schöner Erfolg für den Kreissportverband und den Inklusionssport in Stormarn: Nach langem Warten ist jetzt klar: Das bisherige Projekt „Sport für alle“ läuft zwar Anfang 2019 aus, doch ein nahtloser Übergang ist gesichert mit dem neuen Angebot „Weiterentwicklung des Inklusionssports im Kreis Stormarn durch einen mobilen Sportlehrer/Inklusionsbeauftragten“. Die Finanzierung für die kommenden drei Jahre – rund 40 000 Euro pro Jahr – ist gesichert durch die Aktion Mensch. Die Organisation unterstützt in ganz Deutschland soziale Förderprojekte für Menschen mit und ohne Behinderung.

Der Verband hat jedoch auch noch eine Absicherung durch den Kreis bekommen. Da die Zusage von Aktion Mensch zunächst unter Vorbehalt ist, hat der Kreis zugesichert, im Fall der Fälle mit der gleichen Summe einzuspringen. „Alle Fraktionen waren sich einig, dieses sinnvolle Projekt zu unterstützen“, sagt Kirstin Krochmann (CDU), Vorsitzende des Schul-, Kultur- und Sportausschusses, der den Antrag des KSV positiv beschied.

Sportlehrer ist gegangen – Nachfolger gesucht

„Da ist uns wirklich ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte Verena Lemm, die Geschäftsführerin des Kreissportverbandes. Für sie und den KSV waren es zuletzt turbulente Tage. Erst die Zusage von Aktion Mensch und schließlich durch die Kreispolitik, und dann sprang plötzlich der bisherige Inklusions-Sportlehrer Markus Kratz ab, der das Projekt maßgeblich nach vorne gebracht hat. Aus privaten Gründen zieht es ihn nach Niedersachsen.

Der Verband bedauert diesen Verlust zwar, verfällt jedoch nicht in Hektik. „Wir gehen davon aus, schon bald einen guten Nachfolger gefunden zu haben“, sagt Verena Lemm. Sie setzt ganz auf die wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Kiel in Person von Professor Manfred Wegner. Bei ihm haben gerade einige Sportstudenten ihren Abschluss gemacht und sind auf Jobsuche. „Und Sport mit Handicap ist genau das Spezialgebiet von Herrn Wegner“, erklärt Verena Lemm.

Doch auch so ist der Fortbestand der mittlerweile 28 Sport- und Bewegungsangebote – verteilt in Vereinen aus dem ganzen Kreis – gesichert. Denn seit September arbeitet Sebastian Rohland (19) aus Bargteheide als Bufdi für den KSV. „Durch Herrn Kratz hat er alles kennen gelernt und leitet die Kurse nun vorerst allein“, erklärt Verena Lemm. „Wir sind froh, so einen engagierten Freiwilligen gefunden zu haben.“

Der jetzigen Zusage war eine lange Hängepartie um das Projekt vorangegangen, bei dem Menschen mit und ohne Handicap zusammen Sport machen. Die Sparkassen-Stiftung hatte vor drei Jahren die Finanzierung übernommen, sie gibt jedoch grundsätzlich erstmal nur eine Starthilfe. Vor einem Jahr hatten dann zunächst Gremien des Kreises die weitere Finanzierung in Aussicht gestellt; das Projekt fiel jedoch im Finanzausschuss im Rahmen der Haushaltsberatungen durch. Ein ganzes Jahr lang suchte der KSV dann nach Geldgebern, wurde auch wieder beim Kreis vorstellig – schlussendlich mit doppeltem Erfolg.

Markus Carstens

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