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Stormarn Stormarner CDU votiert für Merz
Lokales Stormarn Stormarner CDU votiert für Merz
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12:56 06.12.2018
Hände hoch für Friedrich Merz: Der Stormarner Kreisverband hat am Freitag in Hamburg jedoch nur eine Stimme.   Quelle: hfr
Bargteheide

Wenn es nach den Mitgliedern der Stormarner CDU ginge, die sich am Mittwoch im Ganztagszentrum Bargteheide zum mitgliederoffenen Kreisverbandsausschuss getroffen hatten, wäre die anstehende Wahl für den Bundesvorsitz ihrer Partei eine klare Sache: 80 Prozent (32 Stimmen) der anwesenden Parteimitglieder votierten für den Kandidaten Friedrich Merz, 20 Prozent für Annegret Kramp-Karrenbauer (acht Stimmen), niemand für Jens Spahn.

Unter dem Motto „Wie würden Sie entscheiden?“ war die Parteibasis in Stormarn zwei Tage vor dem Hamburger Bundesparteitag der CDU eingeladen, über die drei Bewerber zu diskutieren und ihr Votum abzugeben.

Einziger Delegierter ist Tobias Koch

Tobias Koch, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kieler Landtag und Kreisvorsitzender in Stormarn, moderierte die Veranstaltung, von der er sich ein Stimmungsbild erhoffte. Koch ist unter 1001 Stimmberechtigten der einzige Delegierte aus Stormarn, der in Hamburg an der Wahl teilnehmen darf. „Sicherlich ein Wermutstropfen, dass unser Einfluss arg begrenzt ist, aber nehmen Sie es mit Humor: Wir sind der Eine unter 1001.“

Es folgte eine teils kontroverse Diskussion, in der vielschichtig und sachlich argumentiert wurde. Die Fürsprecher von Friedrich Merz waren sich darin einig, dass seine Kandidatur der CDU starken Aufwind gebracht habe und dass sein meinungsstarkes Auftreten großes öffentliches Interesse garantiere.

Mehrfach wurde gesagt, dass Merz am meisten Wirtschaftskompetenz sowie Weltläufigkeit habe. Außerdem könnte er der CDU am ehesten ein schärferes Profil geben, was notwendig sei, um sich gegenüber dem Koalitionspartner SPD stärker abzugrenzen und ebenso Nichtwähler zu gewinnen wie auch zu anderen Parteien abgewanderte Unzufriedene. Nur so sei das hoch gesteckte Ziel zu erreichen, bei der Bundestagswahl in drei Jahren mit wieder mehr als 40 Prozent Stimmenanteil auch zahlenmäßig den Anspruch einzulösen, eine echte Volkspartei zu sein.

Als Argumente für Annegret Kramp-Karrenbauer wurden deren soziale Kompetenz und ihr Engagement als CDU-Generalsekretärin für ein neues Grundsatzprogramm der Partei genannt, auch der Kontakt zur Parteibasis auf ihrer „Zuhör-Tour“ durch die Republik.

Jens Spahn dagegen erschien den meisten Rednern als noch zu unprofiliert; seine Kandidatur komme möglicherweise zu früh, auch wenn gelobt wurde, dass er im Laufe der Vorstellungsrunde auf acht Regionalkonferenzen an Format gewonnen habe.

Nur Stormarner Kreisverband bot Abstimmung an

Ausnahmslos erfreut waren die Redner aus ganz Stormarn über die Möglichkeit, dass die Parteibasis im Kreis ihre Meinungen zur bundespolitischen Personalie äußern konnte. „Meines Wissens hat kein anderer Kreisverband in Schleswig-Holstein eine solche Diskussionsveranstaltung angeboten“, so Tobias Koch.

Er resümierte die Diskussion: „Wir haben drei exzellente Kandidaten, um die uns andere Parteien beneiden. Egal wer für den Parteivorsitz gewählt wird: Wir brauchen sie alle.“ Koch sagte, er werde das Votum der Basis bei der Abstimmung in Hamburg respektieren.

mc

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