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Stormarn Oldesloer Feuerwehr-Kapelle bleibt weiter einsatzbereit
Lokales Stormarn Oldesloer Feuerwehr-Kapelle bleibt weiter einsatzbereit
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20:15 18.02.2016
Sorgen nicht nur für Unterhaltung, sondern machen auch Werbung für die Freiwillige Feuerwehr: die 28 Mitglieder des Musikzuges. Quelle: Fotos: Archiv, Hfr

Die Zukunft der Feuerwehr-Kapelle Bad Oldesloe ist gesichert. Am Mittwochabend beschlossen die Mitglieder des Finanzausschusses einstimmig, die geplante Aufnahme des Musikzuges in die Freiwillige Feuerwehr Rethwischfeld zu unterstützen. „Das heißt, wir behalten den Musikzug“, machte Ausschussvorsitzende Birgit Reichardt-Mewes deutlich. „Damit sehen Sie, wie wichtig uns der Musikzug der Feuerwehr ist“, erklärte Reichardt-Mewes den Feuerwehrvertretern, die als Gäste zur öffentlichen Sitzung des Ausschusses in das Stadthaus gekommen waren.

Mit der Entscheidung der Politik konnte das Aus der 80 Jahre alten Kapelle, das durch eine Änderung im Brandschutzgesetz Schleswig-Holsteins im Raum stand, noch mal abgewendet werden. Nach den neuen Bestimmungen kann ein Feuerwehr-Musikzug kein Mitglied der Gemeindewehr sein, sondern die Kapelle muss von einer Ortswehr aufgenommen werden. Bislang gehörte der Oldesloer Musikzug zur Gemeindewehr, die aus den vier Ortswehren Bad Oldesloe, Rethwischfeld, Poggensee und Seefeld besteht.

Vor dem Hintergrund der Neuzuordnung wurde die Verwaltung vom Finanzausschuss beauftragt, die Errichtung einer beheizbaren Garage auf dem Gelände der Feuerwache Rethwischfeld zu planen und die Kosten dafür zu berechnen. In der Garage soll neben dem Mannschaftstransportwagen künftig auch der städtische Anhänger der Feuerwehr-Kapelle untergestellt werden. Zudem muss Platz eingeplant werden für die Noten und Instrumente, die derzeit noch in zwei Abstellräumen der Feuerwache lagern. „Wichtig ist, dass die neue Garage beheizbar ist“, sagte Björn Karczewski von der Ortswehr Rethwischfeld. Derzeit stehe der Mannschaftstransportwagen in einem unbeheizten Holzunterstand. „In den Wintermonaten sind die Scheiben des Fahrzeuges regelmäßig vereist, so dass eine sofortige Einsatzbereitschaft oft nicht gewährleistet ist“, so Karczewski.

Die Mitglieder des Finanzausschusses beauftragten die Verwaltung zudem, einen angemessenen Sachkostentitel für den laufenden Betrieb des Musikzuges mit allen Beteiligten zu ermitteln und in den Haushalt 2017 einzustellen. „Denn eins ist klar: Kostendeckend wird so ein Musikzug nicht arbeiten können. Deshalb müssen wir Geld in die Hand nehmen, wenn wir eine Feuerwehr-Kapelle in Oldesloe haben wollen“, sagte Bürgermeister Tassilo von Bary. Bislang hatte die Gemeindewehr die Kosten für Noten, Instrumente, Uniformen und Fahrkosten übernommen. „Sollten in diesem Jahr Kosten für den Feuerwehr-Musikzug anfallen, müssen diese aus den laufenden Haushaltsmitteln des Sachgebietes Feuerwehr bestritten werden“, beschloss der Finanzausschuss.

Wo genau künftig die Proben der Musikkapelle stattfinden werden, steht noch nicht fest. „Es wäre schon schön, wenn der Musikzug auch da üben würde, wo er beheimatet ist. Es bringt ja nichts, die Kapelle uns nur auf dem Papier zuzuordnen“, äußerte der stellvertretende Wehrführer aus Rethwischfeld, Björn Karczewski. Andererseits steht das Angebot der Oldesloer Ortswehr, dass die Musiker weiterhin in der Feuerwache proben und einen Lagerraum nutzen können. „Auch der Anhänger kann in Oldesloe untergebracht werden — allerdings in einer frei stehenden Garage“, teilte Gemeindewehrführer Olaf Klaus mit. Die andere Lösung mit Rethwischfeld sei sicherlich die bessere. „Aber wir müssen ja sehen, dass wir mit den Kosten auf dem Teppich bleiben“, so Klaus.

Britta Matzen

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