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Stormarn Oldesloer Jugendliche stürmen den neuen Kunstrasen
Lokales Stormarn Oldesloer Jugendliche stürmen den neuen Kunstrasen
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18:25 02.11.2013
Naturrasen macht — wie hier bei Jesses Fallrückzieher — die Klamotten deutlich schmutziger, auch wenn der Sturz sanfter ist.
Bad Oldesloe

Der neue Kunstrasenplatz auf dem Bad Oldesloer Exer wurde vor zwei Wochen freigegeben — zunächst für ein Jahr ohne Zaun. Seitdem ist er gut besucht: Täglich tummeln sich 60 bis 70 Kinder auf dem renovierten Bolzplatz. Während sich beim Thema „Naturrasen — gut oder schlecht?“ alle einig sind, gehen die Meinungen bei der Frage „Zaun — ja oder nein?“ eher auseinander.

„Als Mutter eines fußballbegeisterten Sohnes finde ich es toll, dass der Platz für alle immer frei zugänglich ist. Denn leider sind die anderen Plätze in Bad Oldesloe ja nur zu den Trainingszeiten geöffnet“, sagt Bianca Neumann. Ihr Sprössling Jesse (12) spielt Fußball, seit er laufen kann. Inzwischen ist er bei Wind und Wetter auf dem Exerplatz zu finden. Vater Volker Neumann, Trainer und selbst Spieler beim VfL Oldesloe, ist anderer Meinung: „Als Sportler bin ich natürlich für den Zaun, damit der Platz auch für den Vereinssport gut erhalten bleibt.“ Trainerkollege Erik Balschun pflichtet ihm bei: „Wenn wir trainieren wollen, muss ich erstmal alle, die nicht zum Team gehören, vom Platz bekommen. Das kostet jedes Mal Zeit.“

Neben dem bereits aufgestellten Schild, das die Platzpflege erklärt, könnte ein zusätzlicher Hinweis mit den VfL-Trainingszeiten Abhilfe schaffen. Ohnehin reicht der Platz nicht für die 25 Mannschaften der VfL-Fußballabteilung aus. „Meine männliche C-Jugend trainiere ich weiterhin auf dem Kunstrasenplatz am Kurpark“, so Neumann. Im Vergleich zum vorherigen Grandbelag auf dem Exer ist allen der Kunstrasen lieber. „Der Platz ist außer bei Frost immer nutzbar und im Vergleich zum Naturrasen bei Nässe leichter bespielbar“, zählt Volker Neumann die Vorteile auf. Bianca Neumann hat auch aus Hausfrauensicht ein gutes Argument: „Die Sachen werden nicht so schnell schmutzig.“

Aus Sportlersicht ist Volker Neumann dennoch der Naturbelag lieber: „Bei dem neuen Platz muss man aufpassen, dass er nicht stumpf wird, dann ist nämlich die Verletzungsgefahr deutlich höher als beim Naturrasen, denn der ist weicher.“ Dass der Ball auf Kunstrasen höher springt, ist Tatsache. Ob das nun besser oder schlechter ist, sieht jeder Spieler anders. Jungkeeper Alex Japs (11) ist das egal:

„Ich versuche, jeden Ball zu fangen und mache dafür auch einen Hechtsprung.“ „Falltechnisch“ ist der kleine Oldesloer aber froh, dass der Grandbelag weg ist.

Viele Übungsplätze
Am Wendum und auf dem Exer (beide Kunstrasen), im Travestation (Naturrasen) und im Kurparkstation (Kunst- und Naturbelag) bietet die Stadt Bad Oldesloe den Fußballvereinen FFC Oldesloe, SC Union Oldesloe und SV Türkspor Bad Oldesloe sowie der Fußballabteilung des VfL Oldesloe Platz zum Trainieren. Zudem gibt es angrenzend an die Schulen und Spielplätze der Stadt noch weitere Fußball- und Bolzplätze. Auf dem frisch hergerichteten Platz auf dem Exer trainiert ausschließlich der VfL Oldesloe. EP

Edith Preuss

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