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Oldesloer Mensa-Ärger nimmt kein Ende

Bad Oldesloe Oldesloer Mensa-Ärger nimmt kein Ende

Eltern drängten im Sozialausschuss auf schnelle Beseitigung der Qualitätsmängel. Der zuständige Fachbereichsleiter Thomas Sobczak setzte dem entgegen, er habe unlängst das Mensa-Essen gekostet und nichts daran auszusetzen gehabt.

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Aus der Elternschaft erläuterte Christina Friese auf der Sitzung des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses, dass sich an der Qualität des Essens seit Februar nicht viel geändert hat.

Quelle: von Dahlen

Bad Oldesloe. Eine Mahlzeit wurde in der Mensa des Schulzentrums Olivetallee nicht gereicht. Und viele Besucher des Oldesloer Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses hätten die Kost auch sicherlich abgelehnt. Denn das Essen, das den Schüler dort täglich gereicht wird, bekam bei der Aussprache über ein geplantes neues Mensa-Konzept zum wiederholten Mal schlechte Noten.

Kein Hoheitsrecht

Konzipiert ist die Mensa in der Olivet-Allee für drei Schulen: Ida-Ehre- Schule, Theodor-Mommsen- (TMS) und Theodor-Storm-Schule. Kritisiert wird unter anderem, dass keine von ihnen das Hausrecht innehat, um ordnend eingreifen zu können.

Der zuständige Fachbereichsleiter Thomas Sobczak setzte dem entgegen, er habe unlängst das Mensa-Essen gekostet und nichts daran auszusetzen gehabt. Eine pauschale Verurteilung reiche auch nicht aus, um etwas grundlegend ändern zu können. Es gelte, konkrete Fälle mit Datum zu sammeln. Nur dann lasse sich die Qualität verbessern.

Als Sprecherin der Eltern berichtete Christina Friese, dass die Schüler oft Haare im Essen finden, weil das Catering-Personal keine Netze auf dem Kopf trage. Auch stimme die Temperatur der Gerichte meist nicht. Häufig sei das Gemüse nicht genug durchgewärmt. Einem Jungen sei gefrorene Pizza verkauft worden. Und besonders kritisch sei es beim Besuch von schwedischen Austauschschülern gewesen.

„Da krabbelten kleine schwarze Tierchen aus dem Essen“, erzählte sie. Die Kinder hätten versucht, den peinlichen Vorfall zu vertuschen, damit die Gäste keinen schlechten Eindruck bekommen. „Seit Übernahme des Betriebs vor vier Jahren haben wir versucht, mit der Firma auf kurzem Weg alles zu klären. Jetzt hören wir immer noch die gleichen Formulierungen: Das Personal wird geschult, man nehme sich die Kritik zu Herzen“, klagte Christina Friese. Passiert sei nichts. Deshalb hätten sich die Eltern nun an die Stadt gewandt und gehofft, dass mit Hilfe des Vereins Ökomarkt Hamburg ein besseres Konzept für die Mensa auf die Beine gestellt werden könne. Aber wie aus der Beschlussvorlage der Verwaltung hervorgehe, solle sich das bis zum Ende des Jahres hinziehen.

Sabine Bauer, ebenfalls aus den Reihen der Eltern, hatte zudem kritisiert, dass der Verein Ökomarkt sich zwar an die Schulleiter gewandt habe, aber weder Schüler noch Eltern in die Konzeptgestaltung einbinden wolle. Erst im vierten und letzten Schritt sei geplant, ihnen die Veränderungen in der Schulverpflegung zu präsentieren. „Wir fühlen uns abgehängt. Die Schüler als Nutzer der Mensa müssten doch unbedingt ins Boot geholt werden“, sagte Sabine Bauer.

Als betroffener Vater räumte auch der SPD-Stadtverordnete Torben Klöhn ein, dass die Mensa und ihr Essen schon bei seiner Tochter mit einem langen Leidensprozess verbunden gewesen sei. Angelika Studtmann, beratendes Mitglied der CDU sagte: „Ich frage mich, was die Schüler von uns Erwachsenen denken. Sie müssen doch das Gefühl haben, wir lassen sie allein.“

Andreas Bielke, Leiter der Ida-Ehre-Schule, sprang Thomas Sobczak zur Seite. Die Neuorganisation des Mensa-Essens sei eine sehr komplexe Aufgabe, da drei Schulen in den Prozess einbezogen werden müssten. Deshalb sei es besser, sich mit der Umsetzung etwas Zeit zu lassen, als Schnellschüsse abzugeben.

Beifall erntete der Vorschlag von Aygün Caglar (CDU). „Wenn es doch so viele Beschwerden über das Tiefkühlessen gibt, warum führen wir dann nicht eine Frischküche ein?“, fragte er in die Runde.

 Dorothea von Dahlen

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