Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Oldesloer Mensa bald mit gemütlicher Lounge-Zone
Lokales Stormarn Oldesloer Mensa bald mit gemütlicher Lounge-Zone
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:27 01.11.2018
Küchenchefin Janine Irentschiuk und TMS-Leiter Henning Bergmann am Buffet in der Mensa des Oldesloer Schulzentrums. Quelle: Dorothea von Dahlen
Bad Oldesloe

Gerade einmal sieben Monate ist es her. Im Februar dieses Jahres übernahm die Mensa-Crew die Beköstigung am Oldesloer Schulzentrum. Hagelte es zuvor von allen Seiten Kritik an den dargebotenen Speisen und jagte eine Krisensitzung die nächste, so hat sich die Qualität seitdem schlagartig verbessert. Inzwischen strömen zur Mittagszeit weitaus mehr Esser von Theodor-Mommsen, Theodor-Storm- und Ida-Ehre-Schule in den Speisesaal als unter der alten Betreiberfirma. Gingen damals im Höchstfall 80 Portionen über die Theke, werden dort jetzt im Schnitt 200, an starken Tagen sogar 320 Mahlzeiten verputzt. Kalte Speisen einberechnet, laufen pro Tag 500 bis 600 Bestellungen beim Team auf.

Vorgänger schmissen das Handtuch

Sehr zur Freude von Janine Irentschiuk, die den Mut aufbrachte, die Mensa gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Timo Skudlarz zu übernehmen, nachdem ihre Vorgänger das Handtuch geschmissen hatten. Schon unter dem alten Betreiber Küchenchefin, war auch sie nicht gerade begeistert, vorgefertigtes Essen, das täglich angeliefert wurde, auszugeben. „Ich konnte damals aber nur wenig verändern, so wie ich es mir gewünscht hätte. Jetzt aber gibt es hier nichts Aufgewärmtes mehr. Wir kochen alles frisch“, sagt die 39-jährige Restaurantfachfrau. Das Fleisch komme vom ortsansässigen Schlachter in der Ratzeburger Straße, Obst und Gemüse von regionalen Anbietern.

Große Auswahl am Buffet wie im Urlaub

Die Mensa-Crew ist jedoch weit davon entfernt, sich auf den erzielten Erfolgen auszuruhen, sondern sinnt darauf, ihr Angebot ständig zu verbessern, damit noch mehr Schüler und Lehrer mittags gesunde Kost zu sich nehmen. „Die Geschmäcker sind ja verschieden, deshalb haben wir jetzt auf Buffet-Betrieb umgestellt“, erklärt Janine Irentschiuk. Statt Standard-Teller mit zuvor festgelegten Zutaten auszugeben, kann sich nun jeder sein Lieblingsgemüse aussuchen und zwischen Reis, Nudeln oder Kartoffeln wählen. Fleisch und Fisch gibt es nach wie vor vom Personal am Tresen. „Hier kann sich jeder alles so zusammenstellen, wie er will – wie im Urlaub“, sagt die Chefin lachend. Dass sich Schüler mit der neu gewonnenen Freiheit zu viel Speisen auftürmen kann sie so nicht bestätigen. „Ich stehe ja hinter den Jugendlichen und weise sie darauf hin, dass sie sich erst kleinere Portionen auftun sollen und erst, wenn das nicht reicht, nachnehmen“, erklärt sie. Das Buffet habe sogar dazu geführt, dass die Rücklaufquote an Lebensmitteln geringer ausfalle als vorher, da jeder nun wirklich das auf dem Teller habe, was ihm schmecke.

Ein Job mit sozialer Verantwortung

„Ich sage immer, ich habe zwei leibliche Kinder und 2900 angenommene“, sagt Janine Irentchiuk lachend. Es sei schon etwas anderes, ein Restaurant zu führen oder eine Schulmensa. Letzteres sei mit einer großen sozialen Verantwortung verknüpft. Als Leiterin achte sie nicht nur auf eine friedliche Atmosphäre der Schüler untereinander, sondern versuche auch in punkto Umweltschutz mit gutem Beispiel voranzugehen. So weit das möglich sei, verzichte die Mensa beispielsweise auf Plastik. Nur Flaschen dürften aus Sicherheitsgründen nicht aus Glas sein.

Die Freistunde auf der Couch

Die nächste Innovation steht übrigens schon ins Haus. An der Fensterseite zur Olivet-Allee hin wird eine Lounge-Zone eingerichtet. Wer mag, kann dort in der Freistunde wie im Café sitzen und das geschäftige Treiben draußen beobachten. Da für eine Mensa sehr strenge Brandschutzregeln gelten, muss das Mobiliar extrem feuerfest sein. Laut Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak lässt der für Neuanschaffungen bestimmte Etat aber den Kauf der Sitzgelegenheiten zu.

Dorothea von Dahlen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Aufregung in der Gemeinde Brunsbek nach dem Halloween-Abend: In mindestens einer Süßigkeiten-Tüte, die Kinder gesammelt hatten, fand eine Mutter einen Spültab – zum Glück rechtzeitig.

01.11.2018

220 Lehrstellen sind zurzeit in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg unbesetzt. Das geht aus einer Statistik der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe hervor. Azubis werden fast überall gesucht.

01.11.2018

Zum ersten Mal machen Schüler des Trittauer Gymnasiums bei dem Projekt „Rap it out!“ mit. Das läuft unter dem Titel „Kultur trifft Schule“ und wird vom Land mitfinanziert.

01.11.2018