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Stormarn Prima Klima an der Oldesloer Stadtschule
Lokales Stormarn Prima Klima an der Oldesloer Stadtschule
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16:16 28.09.2018
Auszeichnung der Oldesloer Stadtschule zur Klimawald-Schule: Gustav durfte die Plakette für den Klimabaum halten, die Alf Jark von der Stiftung Klimawald Schulleiterin Sabine Prinz überreicht hatte. Quelle: Foto: Dorothea von Dahlen
Bad Oldesloe

Jetzt ist es amtlich. Die Oldesloer Stadtschule ist mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet worden und darf sich fortan Klimawald-Schule nennen. Nicht nur die Umweltbildung im Unterricht, auch das daraus resultierende konsequente Verhalten im Alltag waren wohl ausschlaggebend dafür, dass die Stadtschüler gewissermaßen zu Botschaftern der guten Sache erklärt wurden. Dieses Ereignis feierten Schüler, Eltern und Lehrer denn auch ausgiebig.

Der Schulhof verwandelte sich zur Feier des Tages in eine große Arena. Quelle: Dorothea von Dahlen

Wie in einer großen Arena hatten sich hunderte Eltern und Kinder auf dem Schulhof versammelt, um die Zeremonie zu verfolgen. Schulleiterin Sabine Prinz hieß alle willkommen und zum Warm-up begrüßten die Kids von der „Band ohne Worte“ das Publikum mit einigen Liedern. Voll des Lobes strich Bürgermeister Jörg Lembke die Aktivitäten der Schülerschaft heraus und las aus einem Brief vor, den die Mädchen und Jungen an die Oldesloer Politik geschrieben hatten. „Ich wünsche mir, dass nicht so viel Müll herumliegt. Ich wünsche mir, dass mehr Leute auf ihr Auto verzichten. Ich wünsche mir, dass weniger Bäume gefällt werden“, zitierte das Stadtoberhaupt daraus.

Doch schritten die Schüler selbst auch mit gutem Beispiel voran, radelten während der Klimawoche zur Schule, anstatt sich fahren zu lassen oder beschäftigten sich mit regenerativen Energien und regionalen Lebensmitteln. „Das Bewusstsein für die Umwelt kann nicht früh genug geprägt werden“, sagte Lembke. Er dankte der Stiftung Klimawald für die Unterstützung, die sie der Stadtschule in dieser Hinsicht zuteilwerden lässt.

Zu den Förderern des Projekts gehört auch die Sparkasse Holstein. „Wir mussten nicht lange überlegen, ob wir Partner werden wollen. Uns ist sehr am Erhalt natürlicher Ressourcen gelegen“, sagte der Leiter der Oldesloer Filiale, Oliver Ruddigkeit und wies auf das Naturerlebnis Grabau hin, in dem Kinder Wissenswertes über Flora und Fauna erfahren können. Als kleines Geschenk überreichte Ruddigkeit den Kindern eine Entdecker-Box für ihren Umweltunterricht.

Alf Jark zeigt die Urkunde im Beisein von Bürgermeister Jörg Lembke, Oliver Ruddigkeit und Schulleiterin Sabine Prinz (v.r.). Quelle: Dorothea von Dahlen

„Viele Bewerbungen sind bei uns eingegangen. Aber schon ein kurzes Gespräch mit Schulleiterin Sabine Prinz hat uns stark beeindruckt“, berichtete Alf Jark, einer der drei ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder der Stiftung Klimawald. Nicht nur im Unterricht spiele der Umweltschutz eine große Rolle, auch ganz praktisch im Schulalltag. Bei der Ernährung werde darauf geachtet, dass die Lebensmittel nicht „durch die ganze Weltgeschichte kutschiert werden“, das Rad werde dem Auto vorgezogen, auf dem Dach gebe es eine Solaranlage und vieles mehr, zählte Jark auf.

Eine Enttäuschung musste er dem Publikum aber bereiten. Eigentlich sollte es eine Liveschaltung zum bekannten Polarforscher Arved Fuchs geben, der sich seit Mai mit seinem Kutter „Dagmar Aaen“ auf einer Expedition ins Nordpolarmeer befindet. Er erforscht dort die Belastung durch Plastikmüll und deren Auswirkung auf das Klima. Wie Jark mitteilte, liegt Fuchs seit 14 Tagen aufgrund eines Unwetters fest. Mit seiner 20-köpfigen Crew habe er sich in den Schutz eines Fjords zurückziehen müssen. Zwischen den Steilwänden gebe es keinerlei Funkkontakt. Deshalb übersende er als Pate der Aktion aber Grußworte. „Und vielleicht kommt er später noch einmal her, um euch zu gratulieren, wenn die Expedition abgeschlossen ist“, sagte Jark.

Hinter dem Schulhof wartete schon ein Rotahorn darauf, seine Wurzeln tief ins Erdreich bohren zu dürfen. Daneben steckten fünf Spaten, die ihm den Weg dorthin bahnen sollten. Unter tatkräftiger Mithilfe von Stormarns Klima-Managerin Isa Reher gelang es letztlich, den bundesweit 20. Klimabaum lotgerecht in den Boden zu bringen. Stolz präsentierte Gustav (8) die dazugehörige Plakette. Denn er und seine Mitschüler der 2c durften entscheiden, welcher Laubbaum symbolisch eingepflanzt werden sollte.

Während im Schulgebäude gesundes Essen kredenzt und über den Umweltunterricht an der informiert wurde, stolzierten Mädchen und Jungen draußen mit selbst kreierter Mode aus recycelten Plastiksäcken und Kunststoffmüll über den Laufsteg. Punkt 17 Uhr strömten alle auf den Schulhof, um biologisch abbaubare Luftballons gen Himmel aufsteigen zu lassen.

Biologisch abbaubare Luftballons schwebten am Ende des Festakts gen Himmel. Quelle: Raphaela Schmuck/hfr

Dorothea von Dahlen

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