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Stormarn Oldesloer feiern mit Freunden aus Israel
Lokales Stormarn Oldesloer feiern mit Freunden aus Israel
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21:01 05.10.2017
Kulturmanagerin Inken Kautter, Hartmut Jokisch und Ilse Siebel zeigen ein Foto von Ilan Wolff. Quelle: Foto: Dvd

„Freundschaft muss man pflegen. Es gab während dieser Zeit viele gegenseitige Besuche“, sagte gestern Hartmut Jokisch, der als ehrenamtlicher Beauftragter den Kontakt zur Partnerstadt hält. Wie er berichtete, habe die israelische Botschaft unlängst eine Karte herausgegeben, auf der sämtliche deutschen Partnerstädte verzeichnet sind. Mit Bad Segeberg und Bad Oldesloe gebe es nur zwei Kommunen in ganz Schleswig-Holstein, die eine solche Allianz eingegangen sind. „Und Bad Oldesloe ist die einzige, die einen sehr aktive Austausch pflegt“, sagte der Leiter des Freundeskreises Beer Yaacov und merkte lobend an, dass beim jüngsten Besuch bei den Partnern in diesem Jahr mit Jörg Lembke auch erstmals wieder seit 1989 ein Oldesloer Bürgermeister mitgereist sei.

Heute nun trifft eine Delegation aus Beer Yaacov in Bad Oldesloe ein. Die 23 Gäste absolvieren ein touristisches Programm und nehmen am für Sonnabend, 7. Oktober, vorgesehenen Festakt im Historischen Rathaus teil. Dort sprechen Bürgermeister Jörg Lembke und sein israelischer Amtskollege Uri Schimoni. Einen kurzen Abriss über die deutsch-israelischen Begegnungen wird Ilse Siebel beim Festakt am Sonnabend geben. Sie war Bürgerworthalterin, als die freundschaftlichen Bande zwischen den Städten geknüpft wurden. „Entstanden ist das Ganze auf Initiative von Walter Busch, der 1980 im Landessportbund für internationale Beziehungen verantwortlich war. Er traf Nachim Itzkovitz, den Bürgermeister von Beer Yaacov. Die Chemie stimmte und daraus wurde eine Partnerschaft“, erzählte sie gestern. Zum Zeichen, dass sich daran nichts geändert hat, werden Lembke und Schimoni einen Johannisbrotbaum pflanzen.

Ein außergewöhnliches Zeugnis der jahrelangen Verbundenheit zwischen den Kommunen eröffnen auch die Aufnahmen des Mode- und Kunstfotografen Ilan Wolff. Der israelische Künstler, der sich mit Beer Yaacov besonders verbunden fühlt, da sich seine Eltern dort im Kibbuz kennengelernt hatten, schuf in den Jahren 1990/1991 eine Fotoserie mit Motiven aus beiden Partnerstädten. Die Optik der Camera Obscura, die Wolff dafür verwendete, bietet völlig ungewohnte Blickwinkel auf eigentlich sehr vertraute Gebäude und Plätze. Wolff gelang es, selbst den Gänselieselbrunnen vor dem Oldesloer Rathaus in ein mystisches Licht zu tauchen. Zur Vernissage im Rahmen des Festaktes werden Dr. Katharina Schlüter von der Sparkassen-Kulturstiftung und Thomas Schröder Berkenthien, ein langjähriger Freund Wolffs aus Lübeck, sprechen.

Die Musik findet ebenso ihren Platz im Besuchsprotokoll. So werden die 15 aus Beer Yaacov angereisten Sänger am Sonntag, 8. Oktober, ab 18 Uhr ein Konzert mit fünf Oldesloer Chören in der Peter-Paul-Kirche geben. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Jugendarbeit der deutsch-israelischen Freundschaft sind willkommen.

Das Programm

Der Festakt „30 Jahre Städtepartnerschaft Beer Yaacov–Bad Oldesloe“ beginnt am morgigen Sonnabend um 11 Uhr im Historischen Rathaus. Zur Begrüßung sprechen Bürgermeister Jörg Lembke und sein Amtskollege Uri Schimoni aus Beer Yaacov. Ilse Siebel referiert über die Geschichte der Städtepartnerschaft. Nach der Eröffnung der Fotoausstellung „Visueller Brückenschlag Bad Oldesloe–Beer Yaacov“

mit Bildern des Künstlers Ilan Wolff pflanzen die beiden Bürgermeister einen Johannisbrotbaum.

Besuche bei der Feuerwehr und der Kleiderkammer in Bad Oldesloe sowie Ausflüge in die Region sind ebenfalls geplant. Dazu gehört etwa ein Besuch der Karolinensynagoge in Hamburg zum Laubhüttenfest. Ein gemeinsames Konzert mit den Oldesloer Chören Ehmkenberg, St. Vicelin, Chörchen, Buxtehude und Jugendchor geben die israelischen Sänger am Sonntag ab 18 Uhr in der Peter- Paul-Kirche.

Dorothea von Dahlen

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