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Stormarn Oldesloer mit Verdienstkreuz geehrt
Lokales Stormarn Oldesloer mit Verdienstkreuz geehrt
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20:50 14.11.2017
Ausgezeichnet: Bernd Neppeßen (l.) erhielt gestern von Ministerpräsident Daniel Günther das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Quelle: Foto: Frank Peter
Bad Oldesloe/Kiel

„Das macht mich sehr stolz“, strahlt der 58-jährige Oldesloer, der zur Preisverleihung Ehefrau Marianne, die erwachsenen Kinder Annika und Fabian sowie Brix Lichtenberg und Daniel Sattler, die ihn bei seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten stets unterstützten, mitnahm. Geehrt worden ist Neppeßen, der betont, dass sein Tun nur durch viele helfende Hände erfolgreich ist, schon mehrfach, unter anderem 2012 von der Sportjugend Schleswig-Holstein mit dem Förderpreis „Kein Kind ohne Sport“.

„Mein Ziel ist es von jeher, exzellente Jugendarbeit zu leisten. Bernd Neppeßen Träger des Bundesverdienstkreuzes

Fragt man zu Hause nach Bernd Neppeßen, kommt von seiner Frau meistens die Antwort: „Der ist ehrenamtlich unterwegs.“ Tatsächlich engagiert sich der Polizeibeamte neben seiner Arbeit in jeder freien Minute für Kinder und Jugendliche, schließlich ist sein Ziel von jeher, „exzellente Jugendarbeit zu leisten“. Das gelingt ihm als Präsident des Schleswig-Holsteinischen Volleyball-Verbandes ebenso wie als Vorsitzender des von ihm 2003 gegründeten Volleyballclub Bad Oldesloe (VCBO). Neppeßen selbst hat schon in seiner Heimat Duisburg Jugendliche im Volleyball trainiert und blieb auch Trainer, als er 1981 in den Norden nach Bad Oldesloe zog. Für den Volleyballsport hat er sich über die Grenzen der Kreisstadt und Stormarns hinaus stets stark gemacht und hat zudem gemeinsam mit Daniel Sattler die Volleyball IT GmbH gegründet und die Software „SAMS“, ein Verwaltungsprogramm für den Volleyballbereich, entwickelt. Der VCBO hat sein Augenmerk zunächst auf die Jugendtalentförderung gelegt und ist dann durch das Projekt „Sport vor Ort“ erweitert worden. Inzwischen ist die Aktion fest integriert und Neppeßen als landesweiter Botschafter der Aktion unterwegs.

„Sport vor Ort“ bietet jedem Kind die Möglichkeit, Sport zu treiben ohne zwingende Vereinszugehörigkeit und baut dabei auch Barrieren ab. Von Beginn an stand die Ausbildung von Jugendlichen zu Trainern, Jugendleitern und Betreuern im Fokus sowie die Möglichkeit, hier über das Freiwillige Soziale Jahr eine Orientierung für die Zukunft zu finden. Kurzfristig wurden auch für Flüchtlinge Integrationssportangebote geschaffen.

Um auch für die Zukunft die Nachhaltigkeit des Projektes zu sichern, wird seit einiger Zeit auf hauptamtliches Personal umgestellt, welches die vielfältigen Angebote koordiniert. Bernd Neppeßen, der derzeit unter www.helden-von-hier.de für sein Engagement als LN-Bildungsheld zur Wahl steht, weist die neuen Mitarbeiter dabei nicht nur ein, sondern ist selbst auch schon wieder unterwegs, um neue Kooperationspartner zu finden. „Ich habe mich stets engagiert und Verantwortung übernommen und werde das auch weiterhin tun“, sagt er.

 Sandra Freundt

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