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Stormarn Oscar für eine vorbildliche Ausbildung
Lokales Stormarn Oscar für eine vorbildliche Ausbildung
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20:25 05.07.2013
Ralph Kamenz und Professor Waltraud Wende überreichten Jens Pulczinsky und Stephanie Siewert den Ausbildungs-Award. Rechts Lars Schöning, Geschäftsführer der IHK zu Lübeck.
Glinde

Man nehme interessante Ausbildungsplätze, vermittele den Azubis Fachkenntnisse und Spaß bei der Arbeit, erziehe sie zu Team-Playern, biete ihnen das Du und einen familienfreundlichen Arbeitsplatz an, gebe ihnen finanzielle Unterstützung bei Auslandspraktika, ständige Betreuung, Mentoren und Extraurlaub für gute Noten — und schon kommt für das Unternehmen neben guten Kräften ein Ausbildungs-Award als Anerkennung durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck dabei heraus. Den konnte das weltweit agierende Unternehmen „Alfa Laval Mid Europe GmbH“ in Glinde jetzt aus den Händen von Bildungsministerin Professor Waltraud Wende entgegen nehmen. „Der Award ist eine Art Ausbildungs-Oscar“, beschrieb sie die Bedeutung der Trophäe. „Verliehen wird er für herausragende Arbeit mit jungen Menschen und für gesellschaftliches Engagement.“

4000 Unternehmen gebe es im Bereich der IHK zu Lübeck, sagte IHK-Geschäftsführer Lars Schöning, nur 20 davon würden jährlich mit dem Preis ausgezeichnet. Alfa Laval, dessen Mutterkonzern in Schweden sitzt, bildet Mechatroniker, Fachkräfte für Lagerlogistik sowie Industriekaufleute und -mechaniker aus, nutzt dafür eine eigene Lehrwerkstatt und ermöglicht jungen Leuten ein duales Wirtschaftsingenieurstudium in Zusammenarbeit mit der Nordakademie. „Seit zehn Jahren hat hier kein einziger Auszubildender seine Lehre abgebrochen“, lobte Schöning. Ministerin Wende hob hervor, dass mit Madlin Friedt, die sich zur Industriemechanikerin ausbilden lässt, mit einer Frau im traditionellen Männerberuf der richtige Weg beschritten werde. „Bis 2015 wollen wir einen Anteil von 25 Prozent weiblicher Kräfte erreichen“, betonte Alfa Laval-Geschäftsführer Jens Pulczynski.

Mit einem Besuch der Lehrwerkstatt, die jeder Auszubildende zu Beginn seiner Karriere drei Monate lang absolviert, gab das Unternehmen Einblicke in die Ausbildung.

„Hier gibt es viele Arbeitnehmer, die zehn, zwanzig oder schon 35 Jahre in der Firma sind“, sagte Pulczynski. Ziel der Ausbildung sei es, das Potenzial jedes Einzelnen frühzeitig zu fördern. „Individuell zugeschnittene Aus- und Weiterbildungsmodelle kommen Unternehmen und Mitarbeitern gleichermaßen zu Gute.“ Deshalb setze das Unternehmen darauf, sich eigenen Nachwuchs gezielt selber auszubilden. Gerade vor dem Hintergrund eines zunehmenden Fachkräftemangels sei es besonders wichtig, Mitarbeiter langfristig an ein Unternehmen zu binden.

Für seine Politik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist das Unternehmen 2011 bereits ausgezeichnet worden. „Familienfreundliche Strukturen zu schaffen ist eine gesellschaftliche und unternehmerische Aufgabe und eine von Männern“, erklärte Ministerin Wende. Sie lobte die IHK als Partner bei der Schnittstelle Übergang von Schule zu Beruf. „Wir müssen gemeinsame Ausbildungskonzepte bauen, um keinen zu verlieren.“ Denn die Ausbildungssituation ist im Bereich der IHK sehr gut. „Der Markt hat sich gedreht", erklärte Schöning, „früher haben wir Unternehmen gedrängt, mehr auszubilden, heute können zehn Prozent der Ausbildungsplätze im nächsten Jahr voraussichtlich nicht besetzt werden.“

Weltweit tätiges Unternehmen
Alfa Laval ist ein führender Anbieter von Produkten und kundenspezifischen Verfahrenslösungen zum Thema Wärmeleitung. Wärmeübertragung, mechanische Separation oder der Transport verschiedener Stoffe wie Öl, Wasser, Chemikalien, Getränke, Lebensmittel, Stärke und pharmazeutischer Produkte stehen im Mittelpunkt des Unternehmens. Als globales Unternehmen ist Alfa Laval in mehr als 100 Ländern mit über 16 400 Mitarbeitern weltweit vertreten.


Gustaf de Laval hat vor 130 Jahren mit der Erfindung der Zentrifuge zur Trennung von Milch und Rahm und mit der Erfindung der Dampfturbine den Grundstein für das heutige Unternehmen gelegt. Insgesamt hat er 92 Patente gehabt. Internet: www.alfalaval.com

Bettina Albrod

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