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Stormarn Oststeinbek sucht einen Bürgermeister
Lokales Stormarn Oststeinbek sucht einen Bürgermeister
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20:21 24.06.2013

Martina Denecke wurde im März von den Oststeinbekern abgewählt, jetzt sucht die Gemeinde einen neuen Bürgermeister. Wichtig ist allen Parteien ihrem eigenen öffentlichen Bekunden zufolge, dass die Wahl möglichst transparent abläuft und die Bürger vorab Informationen über die Kandidaten bekommen.

„Wir haben in verschiedenen Blättern Anzeigen geschaltet“, erläutert der amtierende Bürgermeister Hans-Joachim Vorbeck (CDU, Foto). „Sieben Interessenten haben sich die Unterlagen abgeholt.“ Das bedeute aber nicht, dass sie sich automatisch auch bewerben.

Es gibt verschiedene Wege, sich als Kandidat aufstellen zu lassen. „Zum einen kann man sich über die Parteien empfehlen lassen, zum andern über die Verwaltung bewerben“, erläutert Vorbeck. Antreten könne jeder, der 95 Unterschriften von wahlberechtigten Bürgern aus Oststeinbek zusammen bekomme. „Ich weiß, dass drei Kandidaten schon Unterschriften sammeln“, sagt Vorbeck.

Einer von ihnen ist Olaf Böttger aus Wandsbek. „Ich bin Diplom-Kaufmann, seit 16 Jahren in der Kommunalpolitik und kann soziale Kompetenz und Erfahrung aus der Verwaltung mitbringen“, sagt er. Der 57-Jährige hat die verlangten 95 Unterschriften zusammen. „Ich habe meine Unterlagen gerade abgegeben. Ich bin CDU-Mitglied, trete aber als Einzelbewerber an, die Parteien halten sich nach der Abwahl der Bürgermeisterin zurück.“ Auch Gabriele Malone aus Oststeinbek sammelt Unterschriften für eine Kandidatur, und noch eine Frau soll mit im Rennen sein.

Alle Parteien hatten schon nach Martina Deneckes Abwahl angekündigt, diesmal gemeinsam einen Bürgermeisterkandidaten suchen zu wollen. Sie haben ein Informationsportal auf der Internetseite „Pro Oststeinbek“ eingerichtet, die ursprünglich zur Abwahl der Bürgermeisterin entstanden war. Darauf weist Jürgen Huth hin, der amtierende Vorsitzende der SPD. Bis Ende der Bewerbungsfrist kann sich jeder, der Bürgermeister werden möchte, über diese Internetseite melden. Vorher wollen die Parteien noch keine Namen der Bewerber nennen. „Von den Parteien liegt einiges an Vorschlägen vor“, macht Vorbeck neugierig. „Auf der Mitgliederversammlung wird festgelegt, ob ein Kandidat unterstützt wird und wer. Am 3. Juli gibt es eine Zusammenkunft der Ortsvorsitzenden.“ Die Parteizugehörigkeit der Kandidaten spiele keine Rolle, betonen sowohl Vorbeck als auch Huth. „Wir wünschen uns einen Bürgermeister, der etwas von Verwaltung versteht, aber auch Visionen zur Zukunft von Oststeinbek entwickelt.“ Deshalb, so Vorbeck, werde ein Fragebogen für die Kandidaten erarbeitet, der mit den Antworten auf der Internetseite veröffentlicht werde, damit die Bürger sich vorab ein Bild machen könnten.

Vor der Wahl gibt es zudem fünf Einwohnerversammlungen, die von den Bürgermeistern der Nachbargemeinden moderiert würden, bei denen die Kandidaten sich den Bürgern vorstellen werden. Die Bürgermeister von Glinde und Reinbek haben schon zugesagt.

Bettina Albrod

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