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Stormarn PETA kritisiert Oldesloer Hubertusmesse
Lokales Stormarn PETA kritisiert Oldesloer Hubertusmesse
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16:30 29.10.2018
Wildtier Quelle: hfr
Bad Oldesloe

Die Tierrechtsorganisation PETA übt scharfe Kritik an der Oldesloer Kirchengemeinde. Sie prangert an, dass in der Peter-Paul-Kirche am kommenden Freitag eine Hubertusmesse gefeiert wird. Das sei mit der christlichen Ethik und der Achtung vor dem Leben nicht vereinbar. Hubertusmessen bildeten häufig den Auftakt zu besonders grausamen Drückjagden, bei denen Hobbyjäger durch die Wälder zögen und unzählige Tiere hetzten und töteten, heißt es in der Mitteilung. Die Organisation appelliert deshalb an die Kirchenvertreter, „sich künftig von den gewaltverherrlichenden Messen zu distanzieren“. Die im Wald lebenden Tierpopulationen regulierten sich selbst.

Waidgerechter Umgang statt wahlloses Töten

Der vorsitzende Pastor der Oldesloer Gemeinde, Diethelm Schark, äußerte sich zunächst befremdlich darüber, dass PETA sich mit ihrem Anliegen nicht gleich an Kirche gewandt habe. „Die Hubertusmesse ist ein Brauchtum ähnlich wie das Ernte-Dank-Fest, St.-Martin oder St.-Nikolaus. Letztlich geht es auch nicht darum, Gewalt zu verherrlichen. Es geht um ein verantwortungsvolles Handeln, um einen waidgerechten Umgang mit dem Wild “, sagt Schark. Der Legende nach begegne der Jäger Hubertus einem Hirsch im Wald. Als er ansetzen wollte, um zu schießen, sei im Geweih des Tiers ein strahlendes Kreuz erschienen. Daraufhin habe er den Hirsch verschont.

Pastor: Hege sorgt für Gleichgewicht im Wald

Sicherlich gebe es auch Jagdarten, die zu kritisieren seien, genauso wie es in der Landwirtschaft schwarze Schafe gebe, die aus Geldgier Tiere misshandelten. „Aber deshalb alle Bauern oder Jäger zu kriminalisieren, das ist unhaltbar“, sagt Pastor Schark. Schließlich gehe es auch um die Hege. Dem pflichtet auch Dr. Rolf Dabelstein Pastor im Ruhestand bei, der die Hubertusmesse seit 25 Jahren in Bad Oldesloe ausrichtet. „Jäger haben eine hohe ethische Moral, das ist schon vom Gesetz her schon so vorgeschrieben. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Vielfalt der Natur zu bewahren und Wild zu erlegen, weil das Gleichgewicht sonst aus den Fugen gerät und die Schöpfung in Gefahr ist“, erklärt er. Wie sich auch in Bad Oldesloe beobachten lasse, nähmen einige Tierarten wie Wildschweine überhand, während andere vom Aussterben bedroht seien wie Rebhühner oder Hasen. „Aber es gibt immer wieder solche Anwürfe gegen Jäger von Menschen, die davon nichts verstehen. Hobbyjäger dürfen ohnehin nicht schießen. Bei einer Drückjagd herrschen ganz strenge Regeln, nach denen verfahren werden muss“, sagt Rolf Dabelstein.

Dorothea von Dahlen

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