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Stormarn Paket zum Busverkehr beschlossen
Lokales Stormarn Paket zum Busverkehr beschlossen
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19:12 10.07.2018
Bad Oldesloe

Das jedenfalls wurde während der mehrstündigen Debatte immer wieder betont. Denn alle Leistungen, die nicht vom Kreis übernommen und somit zusätzlich angeboten werden, muss die Stadt Bad Oldesloe übernehmen. Die Schleife, welche die Linie 8102 über Famila und Rethwischfeld fährt, fällt noch unter diese Kategorie, soll auf Wunsch des Ausschusses künftig aber zur Grundversorgung gehören. Die Chancen stehen laut Björn Schönefeld von der Kreisverwaltung gut. „Es ist inzwischen die stärkste Linie im Stadtverkehr, obwohl noch eine Regionallinie an Famila vorbeiführt“, erklärte er.

Fahrpläne offline

Abgelehnt wurde der Antrag, Menschen mit Mobilitätseinschränkung grundsätzlich die Taxifahrt von Haus zu Haus zum Preis eines Busticket zu gewähren.

Senioren sollen künftig die Busfahrpläne bei der Oldesloer Stadtverwaltung erhalten können. Dies regte Yannick Thoms, Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderungen an.

Christian Vollpott (Linke) wies darauf hin, dass die Stadt 30000 Euro spare, wenn der Kreis dieser Veränderung zustimme. Was die Finanzierung weiterer Leistungen anbelange, so könne auch versucht werden, Arbeitgeber einzubeziehen. Dies habe in Reinbek mit einer Beteiligung von 13 Betrieben gut funktioniert, sagte Vollpott. Seine Fraktion hatte zudem statt der stündlichen eine halbstündige Taktung der Stadtlinien 8101 bis 03 während der Stoßzeiten zwischen 6 und 9 Uhr sowie 15 bis 20 Uhr vorzunehmen, um bessere Verbindungen vom Bahnhof in die Stadt zu gewährleisten. Dem und einer Verlängerung der Betriebszeit am Sonnabend bis 18 Uhr stimmten letztlich alle Fraktionen zu.

Spielraum für Veränderungen

Anita Klahn (FDP) wollte zuvor wissen, ob sich ein Beschluss negativ auswirken könne und die Stadt auf den Kosten für die höhere Busfrequenz sitzen bleibe, wenn der Kreis die höhere Frequenz nicht übernehmen wolle. „Was wir beschlossen haben, ist doch dann verpflichtend“, fragte sie. Bis es zum Zuschlag für ein Busunternehmen komme, gebe es noch Spielraum für Veränderungen, konnte Björn Schönefeld beruhigen. „Wir beschließen hier ja auch nicht über Finanzen, sondern haben das Bestreben, dass so viel wie möglich in die Grundversorgung übernommen wird“, sagte Thomas Wieck (CDU). Die Forderung, das neue Wohngebiet Claudiussee an der Kampstraße in den Stadtverkehr einzubinden, ohne dass dies zur Verschlechterung für Fahrgäste aus den Bereichen Schanzenbarg und Up den Pahl führt, lässt sich laut Schönefeld indes nicht so leicht einlösen. „Eine zusätzliche Verschwenkung im Verlauf verkraftet die Linie 8102 nicht. Das gibt Ärger“, prophezeite er. Und eine ganz neue Buslinie einzurichten, dafür sei das Wohngebiet zu klein. Die Kosten dafür lägen im sechsstelligen Bereich. „Eine Verschlechterung soll es nicht geben. Aber Sie können sich doch nicht einfach davonstehlen nach dem Motto: Das passt nicht in den ÖPNV rein und alles ist so zu lassen wie es war“, brachte Hans-Hermann Roden (SPD) seinen Ärger zum Ausdruck. Schönfeld wiederum wies darauf hin, dass es Haltestellen am Pölitzer Weg und dem Eisenbahntunnel gebe. Laut dem Planer, mit dem zuvor schon über die Anbindung des neuen Wohngebiets gesprochen wurde, reichten diese beiden Haltepunkte aus. Auf Wunsch aller Fraktionen soll nun aber doch geprüft werden, ob nicht doch ein Bus der Stadt- oder Regionallinie die Siedlung anfahren kann.

Alternative Antriebe

Den Grünen-Antrag, den Zuschlag an Unternehmen mit Erdgas-Busflotte zu vergeben, bezeichnete Schönfeld als Illusion. Derzeit würden eher Fahrzeuge mit E-Antrieb gefördert. Doch selbst diese Technologie stecke noch in den Kinderschuhen, da es keine Ladekapazitäten gebe. Dem Vorschlag von Tom Winter (Familienpartei) statt Erdgas den Begriff alternative Antriebe zu verwenden, stimmten letztlich alle zu. Einigkeit herrschte auch darin, dass die Busse mit zwei Plätzen für Rolli-Fahrer ausgestattet sein sollen und dass ein einheitlicher Preis für das Anruf-Sammeltaxi im gesamten Stadtgebiet gelten soll, der zudem mit einer Zeitkarte abgegolten sein soll. Unstrittig war auch, dass es keine Leerfahrten der Linie 8146 mehr geben soll, um die Verkehrsanbindung der Ortsteile in die Stadt zu verbessern.

Dorothea von Dahlen

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