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Stormarn Perspektiven für Migrantinnen
Lokales Stormarn Perspektiven für Migrantinnen
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21:06 12.10.2017
Inke Stäcker von Frau & Beruf im Gespräch mit einer Besucherin. Die Info-Veranstaltung wurde sehr gut angenommen. Quelle: Foto: B. Matzen
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Bad Oldesloe

Inke Stäcker und Birgit Harring-Boysen von der Beratungsstelle Frau & Beruf waren begeistert, welchen Zulauf ihre Infoveranstaltung für Migrantinnen, Geflüchtete und Ehrenamtlerinnen hatte. Mehr als 60 Frauen aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, Polen, der Türkei und vielen anderen Ländern waren in das Historische Rathaus gekommen, um sich über ihre beruflichen Perspektiven in Deutschland zu informieren.

„Gerade hatten wir einen Vortrag zu dem Thema ,Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen‘ – der wurde sehr gut angenommen“, so Inke Stäcker.

Arne-Matz Ramcke vom IQ Netzwerk klärte die Frauen auf, wie schwierig es sei, seine Qualifikation nachzuweisen, wenn man keine Papiere wie Zeugnisse oder Diplome habe. „Wie wir gerade erfahren haben, ist es ohne Papiere fast besser, gleich eine neue Ausbildung zu machen“, sagten Birgit Schröder und Sabine Schneider vom Verein Bunte Vielfalt in Bargteheide, die geflüchtete Frauen zu dieser Veranstaltung begleitet hatten. Einen Nachweis zu erbringen, dauere mindestens genauso lange.

Die Leiterin der Volkshochschule, Karin Linnemann, war mit einem Infostand vertreten. „Ich hatte sehr viele Anfragen nach Berufssprachkursen. Eben war eine Dame hier, die wollte wissen, wie man sich als Programmiererin ausbilden lassen kann.“

„Ich habe einen Beruf – ich bin Frisörin“, sagte Mevita Gayraku. Doch für mich ist es sehr schwer, hier in Deutschland Arbeit zu finden“, berichtete die 38-jährige Kurdin. Deshalb sei sie hergekommen, in der Hoffnung, Unterstützung zu finden.

Auch Afshan Bajwa möchte sich gern weiterbilden und war deshalb zu der Veranstaltung ins Rathaus gekommen. „Ich arbeite als Putzhilfe, träume aber von einer Büroarbeit. In Pakistan bin ich zwölf Jahre an der Universität gewesen“, so die 35-Jährige.

„Die Sprache zu lernen ist das A und O, wenn man Fuß fassen möchte“, sagte Alireza Karimi. Er stammt selbst aus Afghanistan und arbeitet als Sprach- und Kulturvermittler für die Flüchtlingssozialarbeit der Diakonie. Gerade für Frauen sei es schwierig. „Manche wollen nicht mit Männern in Sprachkurse gehen, oder sie können die Kurse nicht besuchen, weil sie kleine Babys haben.

Wir bieten deshalb in den Herbstferien zwei Deutschkurse für geflüchtete und zugewanderte Frauen an – mit Kinderbetreuung. Das ist das Besondere“, sagt Karimi. das Kursziel sei die Vermittlung von Deutsch-Grundkenntnissen und Orientierung im Alltag. „Viele Frauen haben sich schon dazu angemeldet“, so Alireza Karimi.

bma

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