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Stormarn PflasterArt: Straßenkunst in Oldesloe
Lokales Stormarn PflasterArt: Straßenkunst in Oldesloe
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22:01 16.05.2017
Präsentieren mit ihren eigenen Songs eine Mischung aus Soul und Pop: Die fünf Musiker von Days of Northern Lights. Quelle: Fotos: Matzen, Bajazzo/hfr
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Bad Oldesloe

Vom 19. bis 21. Mai ist es erstmals so weit: PflasterArt – Oldesloes erstes Straßenkünstler-Festival geht an den Start. Artisten, Gaukler, Jongleure, Liedermacher und Walk Acts bespielen die Innenstadt. An acht verschiedenen Schauplätzen zwischen Hindenburgstraße, Markt und Hude werden internationale Künstler aus Irland, England, Chile und Argentinien sowie hochkarätige regionale Musiker dem Publikum ihr Können zeigen.

Artisten, Gaukler, Jongleure, Musiker: Bad Oldesloe wird zur Bühne. Von Freitag bis Sonntag steigt das erste Festival der Straßenkünstler.

Das Programm

Über drei Tage wird die Innenstadt von Bad Oldesloe zur Bühne: Straßenkünstler und Musiker spielen an acht verschiedenen Plätzen zwischen Hindenburgstraße, Marktplatz und Hude. Auf dem Marktplatz werden Gourmetstände aufgebaut.

Öffnungszeiten:

Freitag, 19. Mai, 12 bis 20 Uhr

Sonnabend, 20. Mai, 11 bis 22 Uhr

Sonntag, 21. Mai, 11 bis 18 Uhr

So viel steht fest: Es werden unglaubliche und faszinierende Darbietungen sein, denn die Künstler präsentieren eine große Bandbreite der weltweiten Straßenkünstler-Kultur. „So etwas hat Stormarn noch nicht gesehen“, sind sich Inken Kautter und Tabea Braun vom städtischen Sachbereich Kultur einig. Alle Shows werden unter freiem Himmel stattfinden, der Eintritt ist kostenlos. Da das ganze Festival auf Low Budget ausgerichtet ist, also mit wenig finanziellen Mitteln auf die Beine gestellt wird, bekommen die Künstler auch keine Gage, sondern nur ein kleines Startgeld. „Sie werden mit dem Hut für ihre Darbietungen sammeln“, sagt Dirk Hellmann von Bajazzo Veranstaltungen in Bargfeld-Stegen, der die einzelnen Künstler und Gruppen organisiert hat.

Wie ist die Idee für das Straßenkünstler-Festival entstanden? „Wir hatten einfach Lust auf etwas Neues in Bad Oldesloe“, sagen Inken Kautter und Tabea Braun. Sie hätten sich zusammengesetzt und „gebrainstormt“. „Wir haben viele lokale Künstler, die wollten wir unbedingt mit einbinden.“ Sie seien dann auf Dirk Hellmann von Bajazzo zugegangen, der schon in Scharbeutz und Travemünde Straßenkünstler-Festivals veranstaltet hat, und hätten ihn gefragt, ob er sich das auch für Bad Oldesloe vorstellen könne. Hellmann konnte. Die Innenstadt sei geradezu prädestiniert für so eine Art von Event, ist der Veranstalter überzeugt. Und so findet an diesem Wochenende von Freitag bis Sonntag mit PflasterArt eine große Straßenkunst-Premiere in der Kreisstadt statt, für die sogar Künstler aus Südamerika anreisen. „In Chile oder Argentinien hat Straßenkunst einen sehr hohen Stellenwert. Die gehen mit einem Spirit an die Sache, das ist einfach mitreißend“, schwärmt Hellmann.

Flash Gonzáles aus Chile wird zum Beispiel an allen drei Tagen auftreten. Er wickelt seine Zuschauer mit Theatralik, geheimnisvoller Zauberei und ausdrucksstarken Tanzeinlagen um den Finger. Eine spektakuläre Energie-Explosion verspricht Clown El Kote. „Er verwandelt jede Stimmung in Aufmerksamkeit und Gelächter, so dass kein Platz für tägliche Probleme übrig bleibt“, verspricht Hellmann. Mit Akrobatik in schwindelerregender Höhe wird das Duo Circo Eguap aus Argentinien das Publikum überzeugen, das eine einzigartige Darbietung mit dem Einrad vorstellt.

Außerdem bei PflasterArt dabei: regionale Musiker wie Rockröhre Gabi Liedtke, Luisa Kummerfeld, die bereits in der Castingshow „The Voice“ begeisterte, Exzenter, Dreamwood und Days of Northern Lights. „Wir freuen uns tierisch auf das Festival. Normalerweise stehen wir oben auf der Bühne. Hier sind wir aber direkt auf der Straße und schauen dem Publikum ins Gesicht. Das ist ein Riesenunterschied und ein saugeiles Gefühl“, sagt Hanna Dreu, Sängerin bei Days of Northern Lights. Die fünf jungen Musiker hoffen, dass den Oldesloern ihre Songs gefallen und sie auch den einen oder anderen Euro in den Hut werfen. „Wir brauchen nämlich dringend ein bisschen Geld für eine neue Anlage.“

 Britta Matzen

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