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Stormarn Plätze für Wohnmobile sind knapp
Lokales Stormarn Plätze für Wohnmobile sind knapp
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22:56 28.08.2017
Eine fast alltägliche Situation: Die fünf Stellflächen sind vergeben, rechts im Vordergrund das Gebäude mit den Versorgungseinrichtungen.

„Im Moment haben wir allerdings keine Möglichkeit, weitere Plätze anzubieten“, sagt Bürgermeister Heiko Gerstmann.

In den einschlägigen Internetforen tauschen die Wohnmobil-Urlauber ihre Erfahrungen aus. Es sei ein sehr schöner Platz mit leider nur fünf Stellmöglichkeiten, heißt es da. Und die Verantwortlichen zeigten sich großzügig, als hier sogar zwölf Mobile standen: „Vielen Dank, wir kommen auf jeden Fall wieder.“ Gegen Abend hätten bis zu 20 Mobile mit auf dem angrenzenden Parkplatz gestanden, schrieb ein anderer Gast. Dies werde auch geduldet, weil die meisten am Morgen weiterführen.

Es gibt aber auch kritische Anmerkungen: „Immer öfter stehen Mobile tagelang hier und blockieren die Plätze. Kosten ja nichts. Die Entsorgung ist alle paar Wochen defekt, weil Mobilisten einen Stock benutzen, um die Anlage geöffnet zu halten. Es ist traurig, dass so ein schönes Angebot der Stadt Reinfeld so dreist ausgenutzt und immer wieder beschädigt wird.“ Gefordert wird sogar, dass Reinfeld eine Stellplatzgebühr erheben sollte: „Diese ist für diesen Stellplatz durchaus gerechtfertigt.“

Bürgermeister Gerstmann erinnert daran, dass die Stellflächen sowie der Bau eines Toilettenhäuschens mit Zuschüssen des Landes gefördert worden seien: „Aus diesem Grund wollen wir von den Besuchern auch keine Gebühren nehmen, denn die müssten wir ja gleich an das Land weiterleiten.“ Diese kostenlose Nutzung sei für die Urlauber besonders attraktiv.

Die Stellflächen auf dem Parkplatz am Karpfenplatz werden nach den Beobachtungen des Verwaltungschefs nicht nur während der Hauptferienzeit frequentiert: „Sie waren auch schon manches Mal im März vollständig belegt.“ Es sei durchaus möglich, dass Wohnmobile auch auf anderen als für sie reservierten Plätze abgestellt werden. „Das ist allerdings nur für eine Nacht erlaubt“, sagt Heiko Gerstmann. Außerdem müssten die Wohnmobilisten darauf achten, dass sie mit ihren großen Fahrzeugen keinen größeren Bereich beanspruchten: „Es kann nicht sein, dass dann gleich sechs Pkw-Plätze blockiert werden.“

Der Bürgermeister weist darauf hin, dass ein Verwaltungs-Mitarbeiter, der in Reinfeld den ruhenden Autoverkehr im Blick hat, auch bereits die Situation auf dem Karpfenplatz kontrolliert habe. Dabei könnten durchaus Verwarnungen verteilt werden, wenn die Vorschriften missachtet würden. Der Parkplatz werde unter anderem von Besuchern des nahen Claudius-Hofes genutzt sowie von Reinfeldern, die am Herrenteich spazieren gehen oder zu den Geschäften in der Innenstadt wollten. „Für den Bürger ist es dann nicht zu verstehen, wenn sie hier keinen Parkplatz mehr finden“, erläutert Heiko Gerstmann.

Es sei für die auswärtigen Wohnmobilisten durchaus möglich, auch auf andere Flächen im Stadtgebiet auszuweichen.

Ob das eine Möglichkeit ist, um den großen Andrang in andere Bahnen zu lenken, bleibt offen – denn die Beurteilungen der Wohnmobilisten überschlagen sich geradezu. „Ich bin das erste Mal hier auf Grund guter Bewertungen. Danke für diesen kostenlosen gut gelegenen Stellplatz. Nettes Städtchen und schöne Wanderwege am See“, heißt es nämlich.

 Michael Thormählen

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