Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Planung für Kitabau in Trittau zieht sich hin
Lokales Stormarn Planung für Kitabau in Trittau zieht sich hin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:43 25.07.2016
Jens Hoffmann, Fraktionschef der CDU, setzt auf Alternativen. Quelle: Archiv
Anzeige
Trittau

Kommt die geplante Kindertagesstätte in der Trittauer Lessingstraße oder kommt erst ein Provisorium an einem anderen Ort? Diese Frage ließ sich auf der letzten Sitzung der Gemeindevertretung vor der Sommerpause nicht beantworten. Ein Antrag der CDU-Fraktion zur Schaffung provisorischer Kitaplätze wurde von der Tagesordnung genommen. „Die Vorlagen, die mit diesem Tagesordnungspunkt verbunden waren, waren nicht korrekt“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der CDU, Jens Hoffmann. „Sie entsprachen nicht dem Beschluss des Sozial-, Sport- und Kulturausschusses vom 31. Mai.“ Um lange Diskussionen mit den Gemeindevertretern zu vermeiden, so Hoffmann habe er dafür plädiert, den Tagesordnungspunkt abzusetzen. Was auch geschah. Gleichwohl, so Hoffman, „ist es ärgerlich“.

Bürgermeister Oliver Mesch kann den Schritt der CDU nicht verstehen, hält sie für einen Vorwand und weist ein Fehlverhalten der Verwaltung von sich. Es sei in dem Antrag nicht um den 31. Mai gegangen, sondern um den 18. April, erklärte er. Die Bürgervorsteherin Ulrike Lorenzen (CDU), habe die Tagesordnung um den Antrag ihrer Fraktion erweitert. Zudem hätte der Antrag noch nicht einmal schriftlich vorgelegen. Vielmehr, so vermutet der Bürgermeister, sei es Jens Hoffmann eher um Mehrheiten für seinen Antrag gegangen. Und die hätte die CDU nicht gehabt. Es wäre bei einer Abstimmung zu einer Stimmengleichheit gekommen, in dem Moment wäre Hoffmann mit dem Antrag gescheitert.

Der angedachte Kitabau in der Lessingstraße sorgt seit den ersten Planungen im Jahr 2015 für Unmut bei den Anwohnern. Sie befürchten ein Verkehrschaos, haben Angst, dass der Wert ihrer Häuser sinkt und wollen die Kita nicht in ihrem Wohngebiet. Mit einer entsprechenden Unterschriftenaktion, in der sie Einspruch gegen den Bau einlegten, hatten sich die Anwohner bereits im Mai dieses Jahres vehement gegen die Planungen gewehrt. Deshalb hatte die CDU vorgeschlagen mit einem Provisorium für Kitaplätze zu sorgen, bis es eine andere Lösung an der Hamburger Straße geben kann. Hier ist geplant, dass Markant einen Verbauchermarkt errichtet, in unmittelbarer Nähe könnte auch eine Kindertagesstätte entstehen. „Die Gemeinde will das Gelände dort sowie kaufen.“ Hoffmann bringt noch einen anderen Platz als Standort für eine neue Kita ins Spiel. „Der Platz vor der Schützenhalle ist auch eine Alternative.“ Doch der liegt eindeutig nicht im Süden der Gemeinde. Aber genau dort soll eine Kindertagesstätte entstehen.

„Wir müssen uns durchaus etwas überlegen, wenn es keine politische Mehrheit für die Lessingstraße gibt“, erklärt Bürgermeister Oliver Mesch. Zumal die Zeit drängen würde, da Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren dringend benötigt würden. Einwände der Anlieger aus dem Bereich rund um Lessing- und Schillerstraße sowie Goethering, schon jetzt reiche der Platz in den Straßen nicht aus, um Rettungsfahrzeuge von Feuerwehr und Polizei durchzulassen, konnte Mesch begegnen. „Polizei und Feuerwehr sehen dort keine Gefahr.“

K. Kuhlmann-Schultz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit der Landesplanung für neue Windkraftstandorte hat sich jetzt auch der Umweltausschuss der Gemeinde Steinburg eingehend befasst.

25.07.2016

Bereits zum dritten Mal lobt der Kreis den Stormarner Kulturpreis aus. In diesem Jahr dreht sich in der Sparte Fotografie alles um das Thema Natur, dabei gibt es ...

25.07.2016

Überraschung bei der SPD – Kampfkandidatur für die Bundestagswahl 2017.

25.07.2016
Anzeige