Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Schneefall

Navigation:
Plattdeutsches Theater in Jersbek mit Tipps vom Profi

Jersbek Plattdeutsches Theater in Jersbek mit Tipps vom Profi

Der plattdeutsche Theaterverein „Speel mit“ in Jersbek hat mit „Tackeldraht üm’t Himmelbett“ von Helmut Schmidt in diesem Jahr eine turbulente Komödie im Programm. Am Sonnabend feiert das Stück Premiere im Gemeindezentrum. Regisseur ist Horst Becker.

Voriger Artikel
Massencrash auf der A 24
Nächster Artikel
Kinder für Bücher begeistern

Tatjana (Gabriele Achtstätter, Mitte) ahnt, dass die Schwiegertochter (Petra Zillmer, l. und Anke Krassow) die Schwiegermutter loswerden wollen.

Quelle: Fotos: Ba

Jersbek. Und darum geht es: Schwiegermutter will nicht sterben. Dabei wollen Gesine (Petra Zillmer) und Katrin (Anke Krassow) so gerne an das Erbe ran. Als die ungeliebte Verwandte (Kirstin Henke) dann auch noch gut erholt mit Kurschatten aus dem Heim zurückkommt, müssen andere Mittel her. Da schrecken die Erbwilligen auch vor Bomben im Klo oder Herzmittel im Tee nicht zurück, um sie um die Ecke zu bringen . . .

LN-Bild

Der plattdeutsche Theaterverein „Speel mit“ in Jersbek hat mit „Tackeldraht üm’t Himmelbett“ von Helmut Schmidt in diesem Jahr eine turbulente Komödie im Programm. Am Sonnabend feiert das Stück Premiere im Gemeindezentrum. Regisseur ist Horst Becker.

Zur Bildergalerie

„Das Stück haben sich Zuschauer gewünscht“, erklärt Regisseur Horst Becker. „Sie haben es mal in Büsum gesehen und waren so begeistert, dass sie uns das auch für Jersbek vorgeschlagen haben.“ Der erfahrene Regisseur war schnell überzeugt. Denn „Speel mit“ hat mit Horst Becker einen Profi in der Gruppe, der die Regiearbeit beim Ohnsorg-Theater in Hamburg gelernt hat. „Ich habe früher schon woanders Theater gespielt“, erzählt Becker, „damals konnte ich immer mit zum Ohnsorg-Theater fahren und dort viel über Regiearbeit lernen.“ Als er vor 28 Jahren zusammen mit anderen Spielbegeisterten den plattdeutschen Theaterverein in Jersbek gründete, kam sein Wissen der Theaterarbeit im Dorf zu Gute. „Unsere Vorstellungen sind immer voll“, freut sich Becker, „die Leute rufen schon Monate im Voraus an, um sich Karten zu sichern.“

Mit Karten hat auch der Verein angefangen. „Eigentlich waren wir ein Skat-Klub“, blickt Becker zurück, dessen Frau Margret genauso engagiert ist wie er. „Aber zum Kartenspielen hatten wir keine Lust mehr, deshalb ist der Club nach Bad Zwischenahn zum Aalessen gefahren, um die Club-Kasse auf den Kopf zu hauen.“ Beim Aal entstand die Idee, doch künftig Theater zu spielen. „Die Gründungsurkunde für den Verein ,Speel mit’ haben wir auf die Aalkarte geschrieben“, erinnert sich Margret Becker. Da das Gemeindehaus gerade neu gebaut wurde, kam auch gleich eine Bühne mit in den Saal, und mit dem Regisseur hatte der Verein schon ein As im Ärmel. Heute hat „Speel mit“ 62 Mitglieder, von denen sieben aktuellen auf der Bühne stehen.

Bei der Probe sitzen sie, denn es wird gerade Tee getrunken. Auch das Bühnenbild ist professionell, denn Becker ist Architekt und Tischler und hat alles selbst gebaut, seine Frau hat die Dekoration übernommen. Die russische Friseurin Tatjana (Gabriele Achtstätter) spricht so überzeugend mit russischem Akzent, dass man den für echt hält. Ansonsten beherrscht Plattdeutsch die Bühne, das jeder gut versteht, auch wenn es nicht jeder spricht. „Meine Eltern haben immer nur Platt mit mir gesprochen“, erklärt Becker, „und bei meiner Frau war es auch so“.

Die Mitspieler haben das Plattdeutsche großteils erst im Verein gelernt. „Wer bei uns mitmachen möchte, braucht kein Platt zu können, er muss Theater spielen wollen.“ Die Truppe hofft auf neue Mitspieler, die Spaß an der Theaterarbeit haben. Das Gemeinschaftsgefühl ist ebenso wichtig wie das Agieren auf der Bühne, und das gilt auch für die Aufführungen: Die werden in ein Weinfest mit Zwiebelkuchen und Federweißem eingebettet.

Morgen Premiere

Die Komödie „Tackeldraht üm’t Himmelbett“ von Helmut Schmidt, gezeigt vom plattdeutschen Theaterverein „Speel mit“ in Jersbek, hat am morgigen Sonnabend um 19 Uhr im Gemeindezentrum Premiere.

Weitere Aufführungen gibt es am Sonntag, 22. Oktober, Sonnabend, 28. Oktober, und am Sonntag, 29. Oktober. Die Aufführungen beginnen immer um 19 Uhr. Karten für zehn Euro können telefonisch vorbestellt werden unter 045 32/10 65 oder 04532/86 35.

Bettina Albrod

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stormarn
Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. Klicken Sie hier, um die Galerie für den Januar 2018 zu sehen!

Eine kleine Winterkostprobe gab es bereits. Haben Sie Lust auf mehr Schnee?

  • Reisetipps
    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber.

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

  • Hochzeitszauber
    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informationen und kompetente Ansprechpartner in und um Lübeck für Ihre Traumhochzeit.

    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informat... mehr

  • Events & Veranstaltungen
    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe.

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Essen und Trinken
    Hier erfahren Sie alles rund um die Themen Essen und Trinken. Neue Rezepte und Tipps, worauf muss ich bei den Lebensmitteln achten, wo finde ich ausgefallene Restaurants und welcher Wein passt wozu.

    Hier erfahren Sie alles rund um die Themen Essen und Trinken. Neue Rezepte und Tipps, worauf muss ich bei den Lebensmitteln achten, wo finde ich au... mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Ausstellungen, Theater, Konzerte und mehr in Lübeck und Umgebung.

TSV Trittau

Alles zu den Badminton-Stars beim TSV Trittau.

Zweiter Weltkrieg

Dieses Dossier beschäftigt sich mit der Situation in Stormarn während des Zweiten Weltkriegs.