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Politiker sind gegen „dasKUB“

Bad Oldesloe Politiker sind gegen „dasKUB“

Die Mehrheit des Oldesloer Hauptausschusses lehnte den Namensvorschlag der Jury ab und favorisiert „KuB“.

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130-Kilo-Steinblöcke verlegen Tobias Kirstein (l.) und Sascha Röhr von der Firma Bergemann und Gräper. Markus Harnack (r.) gibt Tipps.

Quelle: dvd

Bad Oldesloe. Auf diesen Moment war Franz W. Kuck bestens vorbereitet. Der Oldesloer hatte eine kleine Rede vorbereitet, um die Mitglieder des Hauptausschusses gleich zu Beginn ihrer Sitzung vor „der Verballhornung und Verhunzung der deutschen Sprache“ zu warnen. Seine Kritik zielte auf den Begriff „dasKUB“ ab, den eine Jury unlängst als besten aller eingereichten Namensvorschläge für das neue Kultur- und Bildungszentrum der Kreisstadt gekürt hatte. Insgesamt hatten sich 190 Oldesloer am Wettbewerb um die Namensfindung beteiligt. Nach Kucks Dafürhalten hätten viele „etwas Besseres erwartet als schlechtes Deutsch“. Sollte sich der Name durchsetzen, müssten die Leitwerte Oldesloes um einen weiteren ergänzt werden, und zwar „die Stadt der liebenswerten Legastheniker“.

Als Schildbürgerstreich bezeichnete Hendrik Holtz (Linke) den bisherigen Verlauf des Verfahrens. Denn die typographisch sehr eigenwillig gestaltete Abkürzung, die einer der späteren Hauptnutzer der Kulturstätte eingebracht hatte, sei schon auf der Februar-Sitzung des Hauptausschusses in Bausch und Bogen durchgefallen. „Am Ende kommen wir jetzt zu einem Ergebnis, das niemand von uns wirklich gewollt hat. Wir drehen uns im Kreis“, sagte Holtz.

Grünen-Fraktionschef Wilfried Janson erwiderte, es sei in der Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich beschlossen worden, eine Jury zu beauftragen und deren Urteil auch zu übernehmen. So schlimm sei der Name nun auch wieder nicht. „Es gibt ja auch d i e Tageszeitung und auch d i e Grünen“, argumentierte er.

Schon vor zwei Monaten habe die CDU dafür plädiert, den Namen mit der Schreibweise „KuB“ zu behalten, da er sich seit nunmehr sechs Jahren in der Bevölkerung eingebürgert habe, hielt dem CDU-Fraktionschef Horst Möller entgegen. „Ich finde es aber bemerkenswert, dass die Jury genau diesen Teil unserer Argumentation übernommen hat, um nun für den Vorschlag zu werben, den sie favorisiert und wir abgelehnt haben“, fügte er hinzu. Im Namen seiner Fraktion stellte er den Antrag, bei der althergebrachten Schreibweise zu bleiben.

Demgegenüber merkte Hajo Krage (SPD) an, dass es nur konsequent wäre, sich dem Ergebnis des Namenswettbewerbs anzuschließen. „Wir wollten ein Beteiligungsverfahren mit Auswertung durch eine Jury und sollten nun auch zustimmen“, sagte er.

Dem folgten auch die SPD-Mitglieder bei der Abstimmung des CDU-Antrags, während die beiden Vertreter der Grünen geteilter Meinung waren. Mit sechs Ja-Stimmen gegen fünf Nein-Stimmen setzten sich die Christdemokraten letztlich durch. Das letzte Wort haben allerdings die Stadtverordneten, die am heutigen Mittwoch ab 19.30 Uhr in der Festhalle, Olivetallee 4-6, tagen.

Projektleiterin Mandy Treetzen wies daraufhin, dass es tatsächlich Zeit sei, eine Entscheidung zu fällen. Schließlich müsse auch ein Corporate Design mit dem neuen Namen des Kultur- und Bildungszentrums entworfen werden, das auch als Erkennungszeichen auf Briefbögen und für den Internetauftritt genutzt werden solle. Abgesehen davon gelte es auch, ein Schild am Gebäude anzubringen.

Viele Varianten

190 Namensvorschläge waren aus der Oldesloer Bevölkerung bei der Stadt eingegangen. 15 Einsender gaben den bisherigen Namen KuB als Favorit an, weit über 20 spielten mit dem Begriff und hängten Buchstaben an wie in Kubi, Kubiz, Kubo oder Kubus. Diverse Varianten enthalten Kreationen mit dem Begriff Kultur— wie Kulturpalais, -forum, -palast oder — in Anlehnung an die frühere Funktion des Gebäudes — Kulturgericht. Auch auf den Fluss wird mit Trave-Forum, -Kollosseum, oder -Palast Bezug genommen.

Von Dorothea von Dahlen

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