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Politiker streichen dem VfL die Zuschüsse über 15000 Euro

Bad Oldesloe Politiker streichen dem VfL die Zuschüsse über 15000 Euro

Oldesloer Sportverein verfügt über hohe Rücklagen — FBO kritisiert den Beschluss.

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„Wir akzeptieren die Entscheidung“, sagt Dieter Thom vom VfL.

Bad Oldesloe. Kein Geld für den VfL: Anträge des Oldesloer Sportvereins auf Unterstützung für das vergangene Jahr wurden jetzt während der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses von den Kommunalpolitikern abgeschmettert. Es ging dabei um Zuschüsse für den Platzwart Am Wendum, für die Nutzung des Sportplatzes am Masurenweg und um Zuschüsse für das Travestadion — für das Stadion hatte der VfL sogar eine Erhöhung der Zuschüsse beantragt, die seit den 1990er Jahren jährlich gezahlt werden. Insgesamt handelte es sich um eine Summe von rund 15

000 Euro.

Durch vorgelegte Bilanzunterlagen des Vereins sei die Verwaltung zu dem Schluss gekommen, dass der Verein finanzielle Zuwendungen nicht benötige. „Tatsache ist, dass entsprechende Bestände an Geld beim Verein vorhanden sind“, teilte Thomas Sobczak von der Stadtverwaltung mit. Und es seien keine Nachweise erbracht worden, wofür die finanziellen Mittel gebraucht würden. „Der Erhöhung wird nicht entsprochen, und die Zuschüsse für das Haushaltsjahr 2015 werden nicht an den VfL ausgezahlt“, lautete die Entscheidung von SPD, Grünen und CDU.

Aus Sicht der Oldesloer Wählergemeinschaft FBO eine völlig ungerechte Entscheidung. „Dass der Verein gut wirtschaftet, spricht nach unserer Überzeugung gerade für den VfL und seine ehrenamtliche Vereinsführung. Wenn diese Entscheidung so bleibt, kann man dem VfL als größtem Oldesloer Verein nur raten, seine Mitgliedsbeiträge für die 3000 Mitglieder so lange zu senken, bis die Reserven aufgebraucht sind und dann bei der Stadt die Hand aufzuhalten, wie es andere Vereine teilweise leider tun“, fasste Fraktionsvorsitzende Patricia Rohde die Meinung der FBO zusammen. Es sei für die FBO auch nicht in Ordnung, dass der SV Türkspor für die Nutzung des von ihm gepachteten Kurparkstadions durch die Oldesloer Schulen Geld von der Stadt verlangen könne, der VfL für die Schulnutzung des Travestadions jedoch nicht.

Der VfL selbst sieht die Entscheidung der Politik entspannter. „Es ist nicht so, dass wir in ein Tal der Tränen fallen. Wir sind zwar nicht begeistert, aber das Leben geht weiter. Wir akzeptieren die Entscheidung und nehmen sie nicht persönlich“, erklärte Vorstandsmitglied Dieter Thom. Es sei zwar eine Fehleinschätzung seines Vereins gewesen, davon auszugehen, dass es die seit den 90er Jahren gezahlten Zuschüsse der Stadt immer gebe, aber jetzt wolle man nach vorn blicken. „Ein Treffen mit dem Bürgermeister ist vereinbart. Und dann werden wir über die Zukunft sprechen. Es wäre schon schön, wenn es auch künftig wieder Sportförderung gibt“, so der 51-Jährige.

Wie viel Geld der Verein auf der hohen Kante habe, wollte Thom nicht verraten: „Darüber geben wir in der Öffentlichkeit keine Auskunft. Aber wir brauchen die Rücklagen, auch wenn ich noch nicht sagen kann, wie viel Geld wir dieses Jahr für die Förderung von Sportlern aufbringen müssen, um sie zu Wettkämpfen zu schicken. Hängt davon ab, wie erfolgreich sie sind.“

Im VfL gebe es viele erfolgreiche Einzelsportler. „Da ist zum Beispiel die Triathletin Anke Lakies. Die schicken wir nicht nur zu Deutschen Meisterschaften, sondern auch zu Europa- und Weltmeisterschaften. Wir wollen ja nicht, dass die Sportler auf allen Kosten sitzenbleiben“, so Dieter Thom. Zudem habe die Geschichte des Vereins gezeigt, dass es wichtig sei, Rücklagen zu bilden.

„Beim Handball und Fußball haben wir leidvolle Erfahrungen gemacht. Wir wissen, was es heißt, wenn plötzlich bei einer Abteilung ein Riesen-Finanzloch auftritt.“

Britta Matzen

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