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Stormarn Polizei in Stormarn und Hamburg arbeitet zusammen
Lokales Stormarn Polizei in Stormarn und Hamburg arbeitet zusammen
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17:37 08.11.2018
Der stellvertretende Behördenleiter Holger Meincke: "Hinweise der Bürger sind für uns immer wichtiger." Quelle: Jens Burmester
Ahrensburg

Die Stormarner Polizei und die Hamburger Polizei gehen neue Wege. Zusammengearbeitet hat man immer schon, doch jetzt zogen die Beamten erstmals in großem Stil gemeinsam in den Einsatz gegen die Wohnungseinbruchskriminalität in der Metropolregion Hamburg/Stormarn.

Beim Polizeikommissariat 37 in Hamburg-Wandsbek wurde der Einsatz, der am Donnerstag um 14 Uhr begann, koordiniert. Beamte aus dem Kreis Stormarn (Reviere Ahrensburg, Reinbek und Bezirksrevier) waren ebenso eingebunden wie Beamte des PK 42 (HH-Billstedt) und PK43 (HH-Bergedorf). Der stellvertretende Behördenleiter der Direktion Ratzeburg, Holger Meincke, sagte: „In unserer Direktion sind die Zahlen für Wohnungseinbruchdiebstahl (WED) leider immer noch sehr hoch. Wir haben gemeinsam mit der Polizei in Hamburg unser Konzept neu aufgelegt, obwohl wir das ja ständig modifiziert haben. Aber wir wollten darauf reagieren, dass wir mit Hamburg in einem Raum sind und auch beide die gleichen Täter haben.“

Der Leiter des PK 37, Polizeidirektor Ulrich Wagner, führte vier wichtige Punkte dieses Konzeptes an: „Zum einen müssen wir die Räume observieren. Zum zweiten haben wir ein Präsenzkonzept erarbeitet und damit die subjektive Sicherheit erhöht. Drittens verteilen wir viel Informations- und Präventionsmaterial an die Bevölkerung, viertens machen wir vieles über die Presse und unsere eigenen Pressestellen bekannt.“

„Der Ereignisraum soll für die Täter uninteressant werden“, machte der Leiter des PK 37, Polizeidirektor Ulrich Wagner, deutlich. „Dieser Einsatz, an dem allein aus Hamburg 130 Beamte teilnehmen, ist der erste Präventions- und Einbruchschutzeinsatz dieser Art und Größe. Auch die Kripo und zivile Kräfte sind mit von der Partie.“ Zu deren Aufgaben wollte der Polizeidirektor aber vor dem Einsatz keine weiteren Angaben machen. Früher sei die „Soko Castle“ für WED zuständig gewesen. Inzwischen aber habe man daraus eine eigene Einheit, das LKA 19, gemacht. „Im Gesamtkonzept der Polizei Hamburg steckt ganz viel Aktivität“, so Wagner.

Polizeirat Carsten Ripke ist Leiter Sachgebiet 1 bei der PD Ratzeburg Quelle: Jens Burmester

„Wir denken in Räumen. Da sind die Grenzen zwischen Hamburg sowie den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg fließend“, erklärte der Leiter Sachgebiet 1 der Polizeidirektion Ratzeburg, Carsten Ripke. Man habe schon oft mit der Polizei Hamburg zusammengearbeitet und sei dabei sehr erfolgreich gewesen. In einer Analyse habe man festgestellt, dass ein Schwerpunkt beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) liege. Täter kommen und gingen mit dem Bus oder mit der S- und U-Bahn. Man müsse diesen Schwerpunkt bedienen und in diesem Zusammenhang viel Polizei auf die Straße bringen, um den Fahndungsdruck nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern auch noch zu erhöhen.

Das ganze Konzept geht aber auch noch über den WED hinaus. So hat die Hamburger Polizei erst am Tag vor dieser Pressekonferenz den Hinweis auf den Diebstahl eines VW-Busses erhalten. Nur zwei Stunden später konnte das Auto durch Beamte des Autobahnreviers Mölln auf der A 24 gestoppt und der Tatverdächtige festgenommen werden. Durch das beschleunigte Verfahren seien solche Erfolge möglich. Der mutmaßliche Täter musste allerdings mangels Haftgründen wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Parallel zur Arbeit der Polizei sei die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger ein bedeutsamer Faktor: „Wichtig ist es im Notfall, die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen. Lieber einmal mehr als einmal zu wenig. Hinweise der Bürger sind immer wichtiger“, ergänzte Meincke.

Jens Burmester

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