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Stormarn Polizei steht nach Leichenfund vor Rätsel
Lokales Stormarn Polizei steht nach Leichenfund vor Rätsel
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09:16 08.01.2013
Der Fundort. Quelle: Thorsten Sahmkow

Die Entdeckung einer zerstückelten Männerleiche im Hamburger Naturschutzgebiet Höltigbaum gibt der Polizei viele Rätsel auf. Weder die Identität noch die Todesursache standen am Montag fest. Sicher war nur, dass es sich um die Leiche eines Mannes handelt. Das teilte die Polizei am Montag nach der rechtsmedizinischen Untersuchung der Leichenteile mit.

Die eindeutige Todesursache konnte zunächst nicht festgestellt werden, da die Leichenteile zu stark verwest waren. Die Mordkommission ermittelt aber wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes. Details dazu wollte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht mitteilen.

Die Obduktion ergab, dass das Opfer vermutlich älter als 50 Jahre und etwa 175 Zentimeter groß war. Der Mann hatte rund 60 Kilogramm gewogen und schütteres Haar gehabt. Der Oberkiefer war zahnlos, im Unterkiefer befanden sich lediglich überkronte Frontzähne.

Die Polizei überprüfe nun 85 Vermisstenfälle, die passen könnten, sagte ein Polizeisprecher nach dem Abschluss der Suchmaßnahmen am Fundort. Bis auf ein Messer, das Beamte im Umfeld der Leichenteile entdeckt hätten, habe es keine weitere Funde gegeben.

Ein Spaziergänger hatte am Sonntag auf einer Wiese einen abgetrennten Arm entdeckt und die Beamten alarmiert. Auch Rechtsmediziner und Staatsanwaltschaft wurden zum Fundort gerufen. Bei einer groß angelegten Suche mit Spürhunden und einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera fand die Polizei in der Nacht zu Montag im Umfeld auf einer Wiese weitere vergrabene Leichenteile. Sie konnten der Leiche zugeordnet werden, fast alle Körperteile des Opfers wurden entdeckt. „Es ist davon auszugehen, dass sie mehrere Wochen dort gelegen haben“, sagte ein Polizeisprecher.

Am Montag setzten rund 30 Beamte der Landesbereitschaftspolizei die Suche nach Hinweisen und Spuren in der Umgebung des Leichenfundortes fort. „Dies könnten etwa Kleidungsstücke sein“, sagte ein Polizeisprecher. Auch die Mordkommission untersuchte die Gegend. Es ist das Naturschutzgebiet Höltigbaum im Stadtteil Rahlstedt im Nordosten der Hansestadt. Der frühere Truppenübungsplatz steht seit Ende der 1990er Jahre unter Naturschutz.

LN

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