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Stormarn Programm läuft an drei Tagen: Ein ganzes Dorf macht Musik
Lokales Stormarn Programm läuft an drei Tagen: Ein ganzes Dorf macht Musik
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20:31 22.10.2013
Sie organisieren „Sülfeld musiziert“ (von links): Heidi Hagelstein, Henrik von Petersdorff, Siegfried Huss, Frank Golchert, Heidi Endlich, Maren Schwarz und Petra Möller. Quelle: Spreer
Sülfeld

Die Zeit ist reif für die dritte Auflage von „Sülfeld musiziert“. Vor 13 Jahren gab‘s die erste, vor sechs Jahren die zweite Veranstaltung — und vom 15. bis zum 17. November wollen die Sülfelder wieder beweisen, was musikalisch in ihnen steckt.

Vor allem am zweiten Tag, einem Sonnabend, soll sich die große Sporthalle, in der rund 800 Leute Platz finden, in einen Hexenkessel verwandeln. Dann stehen dort über 20 Darbietungen von Sülfelder Bürgern — Jung und Alt, Laien und (Halb-)Profis — auf dem Programm. Seit Wochen sind einige Ehrenamtler dabei, den Riesen-Event vorzubereiten. Zu ihnen gehören Maren Schwarz, Heidi Endlich, Siegfried Huss vom Gemischten Chor, ferner Petra Möller und Heidi Hagelstein vom Spielmannszug sowie der Licht- und Ton-Profi Frank Golchert und der Agenturchef Henrik von Petersdorff.

Wer macht mit, wer führt was auf, wer sorgt für den richtigen Stil-Mix, wer kümmert sich um die Werbung, den Druck von Plakaten und Flyern, wer sorgt für Speis‘ und Trank, wer besorgt die tausend Dinge, die zuvor bedacht werden müssen? Das meiste ist sicher Kleinkram, aber ohne den geht nichts. Daher haben die Sieben vom Organisations-Team unzählige Stunden miteinander verbracht und zum Beispiel die Aufgaben verteilt. Eine nicht unwichtige Frage: Wer sucht eigentlich die Künstler aus, checkt, ob sie in der Lage sind, vor großem Publikum zu bestehen? „Das war eigentlich kein Problem“, sagt Maren Schwarz. Man kenne sich im Ort ganz gut, wisse, wer was kann: „Vor uns vorspielen musste jedenfalls keiner von denen“, betont sie.

Unter anderen treten der Kindergarten- und der Jugendchor auf, mehrere Jugendbands, der Feuerwehr-Musikzug, ein Flötenkreis, der Gemischte Chor und der Spielmannszug Sülfeld, diverse Instrumental- und Vokalsolisten, die Bläsergruppe Hubertus-Holstein und und und. Damit die Veranstaltung zeitlich nicht ausufert, sind die Auftritte der Kinder auf acht, die der Erwachsenen auf zehn Minuten begrenzt worden.

Erstaunlich, was aus einer Privatinitiative werden kann. Auf die Frage von Frank Golchert an die anderen im Team: „Habt Ihr nicht mal wieder Lust auf ,Sülfeld musiziert‘“, ist eine Bewegung geworden.

Die Gruppe hat schon kräftig Hilfe erfahren, aber Sponsoren, die ein paar Scheine springen lassen, sind immer noch willkommen. Eine vierstellige Summe werde insgesamt benötigt. Henrik von Petersdorff hat für Gewerbetreibende ein verlockendes Angebot, wie sie sich und ihre Firma für ziemlich „kleines Geld“ medial perfekt in Szene setzen können. An Ideen mangelt es dem Team nicht.

Als Eröffnungs-Bonbon der dreitägigen Veranstaltung haben sie eine Band engagiert, die in Sülfeld bestens bekannt ist. Funfolk und Polka: Das Programm der Stendaler Band „Nobody Knows“, die am 16.

November ab 21 Uhr die Halle zum Brodeln bringen will, lässt erahnen, dass die Gruppe eine „tolle Show mit fulminanter Spielfreude“ rüberbringen werde, sagt Golchert. „Die reißen Jung und Alt mit und verführen förmlich zum Tanzen“, betont Siegfried Huss.

Der dritte Tag wird besinnlich begangen — es ist der Volkstrauertag. Allerdings haben die Organisatoren genug von martialischen Aufmärschen zum Ehrenmal, sagt Huss. Stattdessen wird es einen „Friedensgottesdienst“ in der Sporthalle geben. Mit Musik, in Kooperation mit der Kirchengemeinde. Am 17. November soll der Opfer von Gewalt, auch in heutigen kriegerischen Auseinandersetzungen überall auf der Welt, gedacht werden. Vor dem Gottesdienst soll es auch eine Kranzniederlegung geben. spr

Karten im Vorverkauf
Der Eintritt für das Konzert von „Nobody knows“ beträgt im Vorverkauf zwölf Euro, der für den großen Konzertabend sechs Euro. Karten gibt es bei Edeka Oertwig, Gärtnerei Rupprecht und der Post.

LN

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