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Stormarn Promis sind in der Kinderstadt glücklich
Lokales Stormarn Promis sind in der Kinderstadt glücklich
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18:10 13.07.2018
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Reinfeld

Und bei einer Abstimmung konnte sich Hannah Kubatzki (13) als Bürgermeisterin durchsetzen. Als Stellvertreter steht ihr der gleichaltrige Christopher Gosch zur Seite. Die amtierende Chefin war schon im vergangenen Jahr dabei, als Stormini in ihrer Heimatstadt Reinbek die Pforten geöffnet hatte. Und im kommenden Jahr will sich die dann 14-Jährige als Teamerin engagieren – dann in der Kinderstadt, die in Barsbüttel geplant ist.

„Ich wollte schon mal Erfahrungen als Bürgermeisterin machen, denn wir planen ja auch Aktivitäten“, erläuterte Hannah. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass es beispielsweise Eis zu essen gibt oder auch angesichts der hochsommerlichen Temperaturen eine Wasserschlacht ausgerichtet werden kann. „Gemeckert wurde aber von den Bewohnern noch nicht“, stellte die Bürgermeisterin fest. Daran hat sicherlich auch die tolle Arbeit der Betreuer ihren Anteil sowie das gutes Essen – das sei sei nämlich super, wie versichert wurde.

Vize-Bürgermeister Christopher, er ist in Reinfeld zu Hause, hat schon klare Vorstellungen, wie Stormini noch attraktiver werden könnte: „Wir sollten einen Kiosk eröffnen, auch die Sparkasse könnte größer sein.“ Und falls sich diese Vorstellungen jetzt nicht umsetzen ließen, dann wären es vielleicht Vorschläge für das kommende Jahr in Barsbüttel.

Zwölf Jungen und Mädchen hatten sich um die Positionen der beiden Bürgermeister beworben – eigentlich mehr als in der „richtigen Welt“. Und es gab bei der Direktwahl eine Wahlbeteiligung von sage und schreibe 95 Prozent – davon können Kommunalpolitiker und Verwaltungschefs in der Realität nur träumen. Dazu wurde wieder ein Stormini-Parlament mit insgesamt 28 Mitgliedern eingerichtet – die Bewohner jedes Zeltes waren mit einem Repräsentanten in diesem Gremium vertreten.

Angesichts dieses großen Engagements und einer offensichtlich reibungslos funktionierenden Selbstverwaltung hatten auch Stormarns Kreispräsident Hans-Werner Harmuth und Landrat Dr. Henning Görtz, die zu den Gästen am Promi-Tag gehörten, keinen Grund zur Kritik. „Als Kommunalaufsichtsbehörde ist der Kreis auch für Stormini zuständig. Doch es gibt ja nichts zu bemängeln. Mein Rat ist auch noch nicht gebraucht worden. Es klappt ganz prima –wie auch in den anderen Städten und Gemeinden in Stormarn“, stellte der Landrat fest.

Für Reinfelds Bürgervorsteher Gerd Herrmann und Bürgermeister Heiko Gerstmann traten bei dieser guten Stimmung die eigenen Probleme in den Hintergrund – die Gastgeberstadt muss sich nämlich zurzeit noch alle Investitionen von eben der Kommunalaufsicht des Kreises genehmigen lassen. Heiko Gerstmann hatte einen weiteren Grund zur Freude, denn der Verwaltungschef feierte seinen 53. Geburtstag, und so wurde ihm als Stormini-Schirmherrn ein schönes Ständchen geboten.

Allerdings wird in der Kinderstadt nicht nur gespielt und gesungen – wie die prominenten Besuchern während der Stadtführungen erleben konnten. In zahlreichen Werkstätten wurde fleißig gearbeitet, unter anderem in der Schneiderei, in der Schreinerei oder einem Zelt, das als Werkstatt für angehende Elektroniker eingerichtet wurde. Das stieß auf Interesse bei einem weiteren Stormini- Schirmherrn: Kreishandwerksmeister Björn Felder, der mit dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Marcus Krause, darauf hofft, möglichst viele junge Leute für einen Ausbildung im Handwerk zu gewinnen. Zu den Besuchern zählten unter anderem die FDP-Landtagsabgeordnete Anita Klahn, Nordstormarns Amtsdirektor Stefan Wulf, der amtierende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Holstein, Joachim Wallmeroth, und sein Vorstandskollege Michael Ringelhann.

Heute Vormittag wird die Kinderstadt wieder ihre Pforten schließen. Bürgermeisterin Hannah wird das Tor verriegeln und dann werden die Jungen und Mädchen von ihren Eltern abgeholt.

Von Michael Thormählen

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