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Randalierer zerstören Brunnen im Park

Reinfeld Randalierer zerstören Brunnen im Park

Die Leute von Pro Park sind betrübt: Vandalen im Park am Reinfelder Jungfernstieg haben den gerade wieder instand gesetzten Brunnen demoliert. Die Reparatur wird teuer.

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Jens Löper von Pro Park am demolierten Brunnen: „Zeugen sollten sich bei der Polizei melden.“

Quelle: Fotos: ukk

Reinfeld. Sie hatten sich frohen Mutes im Park am Reinfelder Jungfernstieg getroffen, um einmal mehr Unkraut zu jäten. Aber dann fuhr ihnen der Schreck in die Glieder. Randalierer hatten die mühevolle Arbeit der Leute von Pro Park in wenigen Minuten zunichte gemacht. Die Täter hatten zentnerschwere Steine in das Brunnenbecken geworfen, Beckenumrandungen herausgebrochen, und sie hatten die Brunnenpumpe mit kleinen Kieseln verstopft.

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Kürzlich hatten die Helfer mit Hilfe eines Sponsors den Brunnen am Neuhöfer Teich repariert. Jetzt ist die Pumpe verstopft.

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Nichts geht mehr von dem, was die freiwilligen Pfleger dieses Parkes erst kürzlich in mühevoller Arbeit wieder zum Sprudeln gebracht hatten.

Verbitterung bei denen, die mit Billigung der Verwaltung auf eigene Kosten einen gepflegten Ruhepol mitten in der kleinen Stadt geschaffen haben. Bei Jens Löper, dem Mitbegründer der Initiative, überwiegt nach der Zerstörung der Anlage aber beinahe Mitleid mit den Tätern. „Die können offenbar mit sich und der Welt nichts anfangen. Sie können sich nur durch blinde Zerstörungswut ausdrücken, haben Ihren Platz in der Gesellschaft nicht gefunden“, sagt Löper. Er glaubt, dass die Täter, die wahrscheinlich nachts kamen, planvoll vorgegangen sind. „Sie müssen kräftig sein, waren kaum betrunken. Sonst hätten sie die schweren Brocken gar nicht heben können.“

Eine Strafanzeige ist bereits gestellt. Schon bald soll die Brunnenanlage wieder repariert werden. Wahrscheinlich auf eigene Kosten der Initiative. „Die Stadt“, sagt Baubereichsleiter Stephan Kruse, „wird die Kosten kaum übernehmen.“ Die Stadt habe freilich selber schon ungute Erfahrungen mit Vandalismus im grünen Herzen der Innenstadt gemacht. „Schon vor Jahren“, erinnert sich Kruse, „seien die Lampen dort immer wieder zerschossen worden. Dann haben wir sie abgebaut. Jetzt ist es da dunkel.“ Zu dunkel allerdings für die aktiven Parkfreunde. Löper und seine Freunde haben bereits darüber nachgedacht, neue Lampen anzubringen. „Die müssen allerdings vandalismussicher sein“, sagt er angesichts weiteren Unfugs in der Stadt. Auf den neuen Holzdecks am Ufer des Herrenteichs etwa sammle sich jetzt der Müll, was Polizei und Stadtverwalter bestätigen. Auch sei dort schon gezündelt worden. Und seit neuestem werde es dort bisweilen so laut, dass sich die Anwohner beschwerten. „Wir denken über ein Alkoholverbot nach“, sagt Baubereichsleiter Kruse. Zudem geht die Rede in der Stadt, dass ganze Gruppen vom Zuschlag herunter durch die Straßen gehen, Laternen demolieren und Rückspiegel abbrechen. „Und wir können nichts dagegen unternehmen. Die Stadt kann immer nur zahlen“, sagt Kruse resigniert. Möglicherweise brauche es mehr Polizeipräsenz.

Jens Löper und Freunde lassen sich von solchen Randalierern nicht abbringen, sich für ihre Stadt einzusetzen. Statt alles kaputt zu machen sollten die lieber helfen. Bei Pro Park, sagt er, sei jeder willkommen, seine offenbar vorhandene Kraft sinnvoll einzusetzen.

Aktive Parkfreunde
Pro Park, das ist die Bürgerinitiative, die sich seit 2011 für den Erhalt der kleinen aber feinen Reinfelder Parkanlage einsetzt und es geschafft hat, den Park vor seiner Bebauung zu bewahren. Zur Erinnerung: Im Herbst 2012 konnten nach langem Protest und langen Diskussionen die Stadtverordneten überzeugt werden, die Pläne für die Bebauung aufzugeben. Unterstützung erfuhren die Parkfreunde von Bürgern und Kirche, vom Nabu und der Wählerinitiative. Die Parkfreunde selber haben Wege und Beete gepflegt, Hecken geschnitten, zweimal ein Parkfest veranstaltet — und den Brunnen wieder sprudeln lassen.

Uwe Krog

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