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Stormarn Regen macht dem Meister nichts aus
Lokales Stormarn Regen macht dem Meister nichts aus
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20:27 07.10.2016
Der „Doppelkeil“ ist eine As-Bahn, also mit einem Schlag zu bewältigen. Das gelingt dem Meister. Quelle: Fotos: S. Freundt

Bereits im Frühling wusste Minigolfer Thorsten Niemann, dass er für die im Herbst ausgetragene Deutsche Meisterschaft auf Beton (Abteilung I) qualifiziert war. Jetzt sicherte sich der 50-Jährige in seiner Altersklasse Senioren I den Titel – und gewann damit erneut ein Hindernis auf der Oldesloer Miniaturgolfanlage.

Thorsten Niemann (50) vom Oldesloer Miniaturgolf-Club holt den deutschen Titel bereits zum zweiten Mal.

Die Miniaturgolfanlage am Bürgerpark in Bad Oldesloe hat bis nach den Herbstferien geöffnet und zwar dienstags bis sonnabends von 14 bis 19 Uhr und sonntags von 13 bis 19 Uhr.

„Bereits bei der Deutschen Meisterschaft vor zwei Jahren hatte unser 1. Vorsitzender Wolfgang Burmester gesagt, wenn ich aufs Treppchen komme, darf ich mir für eine Bahn auf unserer Heimanlage ein Hindernis aussuchen“, berichtet Thorsten Niemann. Das motivierte den Scharbeutzer so, dass er sich damals durch die bei Dauerregen in Kempten ausgetragene Meisterschaft kämpfte und Erster wurde.

„Regen haben wir hier in Schleswig-Holstein so viel und kennen daher auch die Regenunterbrechungen auf Turnieren zur Genüge, dass mich dass gar nicht mehr stört“, erzählt der Medizinisch-technische Assistent, der bereits seit 1990 im Miniaturgolf-Club Bad Oldesloe (MGC) Mitglied ist, und im Sommer mehrmals wöchentlich in der Kreisstadt trainiert.

Das „Salzburger V“ suchte Niemann sich damals als neues Hindernis für Bahn 13 aus. Jetzt wiederholte Vereinsvorsitzender Burmester seinen Ansporn. Die Belohnung sollte es allerdings nur beim Titelgewinn geben.

Anderthalb Wochen vor der Deutschen Meisterschaft starteten Niemann und seine Mutter Gisela Richtung Traben-Trarbach. „Als wir ankamen, wollten wir nur kurz einen Blick auf Deutschlands älteste Minigolfanlage werfen und Freunden Hallo sagen“, erzählt Mutter Gisela. Doch sofort wurde gefachsimpelt, Schläger und Bälle wurden ausgepackt, ein paar Bahnen gespielt.

„Ich kannte die Anlage schon, doch zwischenzeitlich wurde sie renoviert und die Bahnen mit Kunstharz beschichtet. Dabei sind Luftbläschen entstanden, die es nun zu beachten galt“, berichtet Niemann. Er entwarf für die halbe Teilnehmerzahl „mal eben“ einen speziellen „Put-Plan“ mit genauen Anweisungen für das Einlochen im Endkreis. Trotz der Veränderungen hatte der 50-Jährige schnell raus, dass der Platz einfach zu bespielen ist. „Lediglich an Bahn 15, der ,Hühnerleiter’, galt es nicht auf As zu spielen, sondern auf sichere zwei“, erklärt er. Niemann überzeugte schon in der ersten Runde des Turniers mit 24 Schlägen, einem „blauen“ Ergebnis (unter 25 Schlag) und legte trotz dreier Regenpausen noch drei 25er Runden nach.

„Damit hatte ich nach dem Vorrundentag schon an die zehn Schläge Vorsprung“, erinnert er sich. Das sollte ihm am zweiten Tag helfen, denn da verlor er in den ersten beiden Runden sieben Schlag auf die Verfolger.

„Aber irgendwie hatte ich nie Sorge, den Titel noch zu verlieren“, sagt Niemann. Und tatsächlich baute er im letzten Durchgang seinen Vorsprung von nun mehr drei Schlägen wieder aus und holte sich damit die Meisterschaft. Neben Urkunde, Medaille und Pokal gab es natürlich auch das von Burmester versprochene Hindernis in Bad Oldesloe. „Ich habe mir den ,Gentleman’ ausgesucht, ein Hindernis, das aus dem Filzgolf kommt und praktisch ein rundes V ist, da ist die Geschwindigkeit des Schlages besonders wichtig“, erklärt der Experte. „Das Hindernis ist aber noch in Arbeit“, beschwichtigt der MGC-Vorsitzende.

Durch den zweifachen Gewinn der Deutschen Meisterschaft ist Thorsten Niemann, der im MGC das Amt des Sportwarts bekleidet, für den Bundeskader nominiert. „Ob ich tatsächlich reinkomme, entscheidet sich im Oktober.“ Bis er Bescheid bekommt, beschäftigt er sich mit der Erstellung eines eigenen Balles. „Dazu setzt man sich mit einem Ballhersteller in Verbindung, bespricht die Eigenschaften wie Farbe, Sprunghöhe, Härte und Gewicht und klärt Einzelheiten des Verkaufs, denn danach richtet sich auch der Preis“, erklärt er. „Am liebsten wäre mir natürlich ein Ball für eine Mini-, also eine Betonbahn, denn schließlich bin ich ja Deutscher Meister auf Beton geworden.“

Sandra Freundt

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