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Stormarn Reinbeker Klinik wird bis 2020 ausgebaut
Lokales Stormarn Reinbeker Klinik wird bis 2020 ausgebaut
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20:28 12.07.2016
Die Staatssekretärin des Gesundheitsministeriums Anette Langner übergibt Krankenhausgeschäftsführer Björn Pestinger den Fördermittelbescheid über 4,5 Millionen Euro. Quelle: Schulz-Colberg/hfr
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Reinbek

Zudem werden dem Krankenhaus im Rahmen des Landeskrankenhausplans mehr Betten zugebilligt.

Die Erdarbeiten für den Neubau der Zentralen Sterilgut-Versorgungums am St.-Adolf-Stift haben schon begonnen. So konnte Anette Langner persönlich einen Eindruck vom Fortgang der Arbeiten gewinnen. Bei ihrem Besuch hob sie den Stellenwert der Reinbeker Klinik und ihre hohe medizinische Kompetenz hervor. Längst sei das Niveau eines Schwerpunktkrankenhauses erreicht worden. „Auch deshalb ist diese Investition wichtig und zukunftsweisend“, sagte sie.

Geschäftsführer Björn Pestinger erläuterte den Ablauf auf der Baustelle. Demnach wird südlich vom OP-Trakt binnen der nächsten zwei Jahre eine neue Zentralsterilisation für OP-Materialien errichtet.

Zudem werde die Intensivstation vergrößert und der postoperative Aufwachraum von sechs auf 14 Betten erweitert. Hinzu kommen neue Technikräume. Auf drei Geschosse verteilt gewinnt die Klinik eine Nutzfläche von insgesamt 1300 Quadratmetern hinzu. Die neue Zentralsterilisation umfasst 360 Quadratmeter und ist damit dreimal so groß wie die bisherige.

Professor Tim Strate, Chefarzt der Chirurgischen Klinik, erklärte: „In einer Zentralsterilisation werden OP-Instrumente und -zubehör hygienisch für die nächste Verwendung aufbereitet. Durch die Maßnahme wird die vor kurzem neugebaute OP-Abteilung mit der gesamten Logistik komplettiert.“

Für die Gründung der Gebäude war unter anderem eine bis zu 21 Meter tiefe Pfahlbohrung nötig. Sie wurde bereits in der vergangenen Woche abgeschlossen.

Insgesamt kostet die Erweiterung der Klinik neun Millionen Euro. Sie ist Teil eines ganzen Pakets, welches das St.-Adolf-Stift bis zum Jahr 2020 realisieren will. Alle drei Projekte umfassen 18 Millionen Euro, wovon das Land Schleswig-Holstein die Hälfte, also neun Millionen Euro übernimmt. Geplant sind weiterhin eine Intermediate-Care-Einheit (IMC) mit acht Betten sowie eine Zentrale Notaufnahme in unmittelbarer Nähe zur Radiologie mit einer neuen Zufahrt der Rettungsfahrzeuge um den östlichen und südlichen Klosterkonvent.

Bettenzahl auf 320 erhöht

Das Gesundheitsministerium hat einer Erweiterung der Betten im Schleswig-Holsteinischen Krankenhausplan für das St.-Adolf-Stift zugestimmt. Diese Erweiterung um sieben auf 320 Planbetten wurde von Krankenkassen und Schleswig-Holsteinischer Krankenhausgesellschaft aufgrund der positiven Entwicklung der Patientenzahlen und einer sehr hohen Auslastung von nahezu 100 Prozent vorgenommen.

18 000 Patienten werden dort mittlerweile pro Jahr stationär behandelt.

LN

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