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Reinfeld: Gefundene Schlangen bleiben noch in Quarantäne

Reinfeld/Lübeck Reinfeld: Gefundene Schlangen bleiben noch in Quarantäne

Die beiden Australischen Teppich-Pythons haben vorrübergehend ein neues Zuhause gefunden - und sind soweit wohlauf.

In der Nähe des Herrenteichs wurde diese Schlange gefunden. Sie kam – ebenso wie ein zweites Tier – in die Obhut eines Züchters.

Quelle: Polizei

Reinfeld/Lübeck. „Der Gesundheitszustand ist gut, und die Tiere befinden sich zurzeit noch in Quarantäne. Da werden sie die nächsten Wochen auch noch bleiben müssen“, sagt Philip Starcky. Bei dem Lübecker Schlangenzüchter haben seit gestern die beiden Australischen Teppich-Pythons ein neues Zuhause gefunden, nachdem die Tiere von Spaziergängern in der Nähe der Herrenteichs in Reinfeld gefunden worden waren. Die Herkunft der beiden wertvollen Exoten liegt bislang im Dunkeln.

 

LN-Bild

„Als Beute kämen für diese Würgeschlangen höchstens mittelgroße Ratten infrage.“Philip Starcky, Python-Experte

Quelle:

Polizei und Experten können sich bisher keinen Reim darauf machen, warum binnen weniger Tage an der Reinfelder Schuhwiese zwei Pythons gefunden wurden. „Es gibt bisher keinerlei Anhaltspunkte für die Herkunft“, sagte die Sprecherin der Polizeidirektion Ratzeburg, Kathrin Bertelsen. Die Schlangen seien auf einem Gelände gefunden worden, das in der Nähe des Oberen Herrenteichs liege – fernab von Wohnhäusern.

Dass die Tiere von ihrem Eigentümer ausgesetzt wurden, sei nur eine Möglichkeit, so Kathrin Bertelsen. „Es ist aber durchaus denkbar, dass sich der Tierhalter zurzeit im Urlaub befindet und das Terrarium nicht richtig verschlossen war.“ Das hieße – die beiden Tiere seien ausgebüxt. Das hält auch Philip Starcky, Chef des Lübecker Unternehmens Starpythons, für wahrscheinlich: „So eine Python hat einen Wert von 200 bis 300 Euro, und die setzt man eigentlich nicht aus.“ Bisher hat sich allerdings niemand bei den Behörden gemeldet, weil er seine Schlangen vermisst.

In der Obhut des Experten befindet sich jetzt die beiden Teppich-Pythons, nachdem die Tiere zunächst von einem Polizisten mit nach Hause genommen wurde. Dieser Beamte kennt sich mit Schlangen aus. In einem Punkt sind sich Kathrin Bertelsen und Philip Starcky einig: Von den Tieren sei keine Gefährdung für Menschen ausgegangen. Aus diesem Grund habe die Polizei auch darauf verzichtet, mit einem größeren personellen Aufwand die Reinfelder Schuhwiese weiter abzusuchen.

„Als Beute kämen für diese Würgeschlangen höchstens mittelgroße Ratten infrage“, erläutert Philip Starcky. Die Schlangen seien mit einer Länge von jeweils 1,80 Metern ausgewachsen, ihr Alter wird auf etwa vier Jahre geschätzt. Ziemlich viel Glück haben die Tiere aus Downunder nach den Worten des Experten auch gehabt, weil sie rechtzeitig von Passanten entdeckt worden seien: „Diese Pythons würden nicht einmal unseren Sommer überstehen. Dafür sind die Temperaturen viel zu niedrig.“

Dass die Tiere bereits Probleme hatten, wurde auch deutlich, weil sie sich problemlos einfangen ließen – offensichtlich waren die Schlangen wegen der für sie bereits geringen Temperaturen nicht mehr sehr aktiv. „Wird es noch kühler, dann können die Schlangen an Atemwegserkrankungen sterben“, sagt Philip Starcky.

Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass die Tiere nach dem ersten Eindruck ihren Aufenthalt am Reinfelder Herrenteich offenbar ohne größere Probleme überstanden haben. Ihr neues Zuhause bei Starpythons in Lübeck steht in den kommenden sechs Wochen allerdings unter Quarantäne. „Das macht den Tieren aber nichts aus. Und sie brauchen auch kein Futter während dieser Zeit“, so Philip Starcky. Erst wenn sich Australische Teppich-Pythons wieder heimisch fühlten, komme der Appetit zurück.

Unter Artenschutz

Mindestanforderungen an die Haltung von Australischen Teppich-Pythons werden von Behörden gestellt. In Schleswig-Holstein ist dafür die Obere Naturschutzbehörde zuständig. Die exotischen Tiere fallen unter das Artenschutzprogramm. „Und irgendwo sind diese Pythons auch in den Büchern zu finden“, meint Experte Philip Starcky. Der Verkäufer sei verpflichtet, sein Tier abzumelden, der Käufer müsse es wieder anmelden. Wenn alles korrekt abgelaufen sei, dann könnte die Naturschutzbehörde jetzt die Tierhalter in Reinfeld und Umgebung überprüfen. „Wurden die Tiere aber nicht angemeldet, dann kann ihre Herkunft kaum ermittelt werden“, so Philip Starcky.

 Michael Thormählen

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