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Reinfeld drückt beim schnellen Internet aufs Tempo

Reinfeld Reinfeld drückt beim schnellen Internet aufs Tempo

Das Umland hat es schon, jetzt geht es auch in Reinfeld weiter: Die Vereinigte Stadtwerke Media GmbH (VS Media) will ihr Glasfasernetz ausbauen. Dabei geht es um rund 630 Haushalte, die in der Region südlich der Bahnstrecke in den Genuss eines schnellen Internets kommen können.

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Präsentieren ein Glasfaserkabel für 70 Anschlüsse: Bürgermeister Heiko Gerstmann (l.) und Geschäftsführer Marius Lembicz.

Reinfeld.  Weitere 50 Kunden sollen im Gewerbegebiet dazukommen. Noch in diesem Jahr, so Geschäftsführer Marius Lembicz, laufe das Projekt an.

Ganz vorne

Beim Ausbau des Glasfasernetzes hat Schleswig-Holstein weiter zugelegt: Nach Angaben von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) könnten sich inzwischen 28 Prozent aller Haushalte anschließen lassen – drei Prozent mehr als noch im Herbst. Martin Habersaat, Landtagsabgeordneter aus Reinbek und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, sagte: „Damit ist Schleswig-Holstein unter den Flächenländern Spitzenreiter.“

„Für die Reinfelder wird damit die Situation immer besser“, sagte Bürgermeister Heiko Gerstmann, der zusammen mit dem VS-Media-Geschäftsführer die aktuellen Pläne vorstellte. Bisher seien nur die Unternehmen, die ihren Sitz im Gewerbegebiet haben, an die Glasfaserverbindung angeschlossen worden. „Aber nicht nur Betriebe nutzen diese Möglichkeit, sie wird auch von immer mehr Bürgern erwartet“, so Heiko Gerstmann.

Marius Lembicz und Vertriebsleiterin Petra Grimm wiesen darauf hin, dass der Glasfaseranschluss für die Kunden kostenlos bis ins Haus gelegt werden könne. Als Standardleistung würden für das Internet 200 Mbit/s geboten. „Damit ist aber die mögliche Leistung schon heruntergeregelt. Wir könnten sie durchaus auf 1000 Mbit/s erhöhen“, erläuterte Marius Lembicz. Dies sei schon ein Blick in die weitere Zukunft.

Damit der Ausbau im Bereich südlich der Bahnlinie anlaufen kann, ist allerdings eine Anschlussquote von mindestens 45 Prozent der potenziellen Kunden nötig. Das sei jedoch kein Problem, sagten die VS-Media-Vertreter. Erreicht werde meistens eine Anschlussquote von rund 70 Prozent.

Gute Erfahrungen hat das Unternehmen mit Sitz in Nusse im Kreis Herzogtum Lauenburg ohnehin schon bei der Verlegung seines Glasfasernetzes in Nordstormarn gemacht. Denn in allen Orten und Dörfern im Amtsbereich sind die Leitungen bereits rund 70 Zentimeter tief im Erdreich verlegt worden. „Das hat zu der Situation geführt, dass es draußen an der Schuhwiese schon ein schnelles Internet gibt, in der Innenstadt jedoch nicht“, meinte der Bürgermeister.

Der weitere Ausbau in der Stadt kann aber rasch gehen. Verträge können noch bis zum 16. Juni abgeschlossen werden. Sobald die Quote erreicht ist, kann nach Angaben der VS Media mit der Planung begonnen werden. „Starten wollen wir auf jeden Fall noch 2017. Vielleicht kann sich dieser Abschnitt bis in den Winter hinziehen“, erläuterte Marius Lembicz. Im Erdboden unter den Gehwegen werden von Baufirmen zwei Leerrohre aus Kunststoff mit einem Durchmesser von jeweils zehn Zentimetern vergraben. Bis in die Häuser werden dann Rohre mit einem Durchmesser von nur noch fünf Zentimetern verlegt.

„Das ist eine seit 20 Jahren bewährte Praxis“, betonte der VS-Media-Geschäftsführer. In der Kunststoffummantelung befindet sich das Glasfaserkabel, das so vor Beschädigungen geschützt sei.

Im Anschluss an das neue Projekt plant das Unternehmen den nächsten Abschnitt. „Noch ist erst rund ein Drittel des Stadtgebietes an das Glasfasernetz angebunden“, erklärte Bürgermeister Gerstmann.

„Wir wollen im Herbst mit der Planung des nächsten Abschnittes beginnen. Wo der allerdings sein wird, das ist noch ungeklärt“, so Marius Lembicz.

Eine Beratung durch die VS Media ist für Montag, 24. April, von 16 bis 20 Uhr im Sitzungssaal des neuen Rathauses geplant. Infos unter www.vereinigte-stadtwerke.de/glasfaser.

 Michael Thormählen

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