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Stormarn Reinfeld kann bald wieder investieren
Lokales Stormarn Reinfeld kann bald wieder investieren
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22:57 06.07.2017
„Zum 31. August gibt es die Eröffnungsbilanz.“ Bürgermeister Heiko Gerstmann
Reinfeld

Gute Nachricht für die Stadt Reinfeld: Der lähmende Zustand in Sachen Haushalt könnte bald ein Ende haben. „Zum 31. August wollen wir die Eröffnungsbilanz vorlegen“, verkündete Bürgermeister Heiko Gerstmann am Mittwochabend auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Damit wäre der Grundstein dafür gelegt, dass Reinfeld wieder investieren kann.

Die Eröffnungsbilanz ist notwendig, weil die Haushaltsführung in den Gemeinden auf das sogenannte Doppikverfahren umgestellt wird – und Reinfeld aus unterschiedlichen Gründen deutlich hinter dem Zeitplan steckt.

Zuletzt war mit der Stadtpolitik vereinbart worden, dass einmal wöchentlich der aktuelle Stand übermittelt wird. „Die Arbeit in den vier Teams der Verwaltung ist fast abgeschlossen, wir sind zu 95 Prozent fertig“, erklärte Bürgermeister Gerstmann (SPD) auf der Sitzung. „Das ist eine extreme Fleißarbeit, ich bin den Mitarbeitern unendlich dankbar.“ Sogar Wochenend- Schichten hätten diese eingelegt, um einerseits das Anlagevermögen wie Gebäude, Straßen und Grundstücke zu ermitteln und andererseits das sogenannte Infrastrukturvermögen. Dazu gehören zum Beispiel Laternen und Regenwasserleitungen.

Letzteres ist laut Gerstmann am „zeitkritischsten“, die Stadtwerke Reinfeld seien mit ihrem Teil aber bereits fertig. „Wir wollen die Arbeiten in diesem Monat abschließen.“ Nach eingehender Prüfung soll dann die Eröffnungsbilanz zum 31. August der Kommunalaufsicht des Kreises vorgelegt werden. Zugleich muss Reinfeld dann auch Jahresabschlüsse ab dem Jahr 2010 präsentieren.

Die jüngste Entwicklung stimmt auch die Fraktionen in Reinfeld wieder optimistischer. Lorenz Hartwig von der CDU machte sich jedoch Sorgen um die hohen Beratungskosten in sechsstelliger Höhe, denn die Stadtverwaltung hat auch externe Beratungsfirmen für die Erstellung der Eröffnungsbilanz engagiert. „Die Sinnhaftigkeit stelle ich nicht infrage, aber lässt das Haushaltsrecht das zu?“, fragte Hartwig. „Alles juristisch sauber“, versicherte Heiko Gerstmann.

Um dann doch noch einen Haushalt für das laufende Jahr zu präsentieren, wollen Verwaltung und Politik das weitere Verfahren abkürzen. Ohne Beratung in den Fachausschüssen soll der Etat für 2017 dann von Haupt- und Finanzausschuss sowie am 11. Oktober von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Vorgesehen ist auch, den Etat 2018 im Dezember zu verabschieden.

 mc

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