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Reinfeld macht sich auf den Weg zu mehr Umweltfreundlichkeit

Reinfeld Reinfeld macht sich auf den Weg zu mehr Umweltfreundlichkeit

Bis zum Oktober wollen die Reinfelder ein Klimaschutzprogramm für ihre Stadt entwickeln. Wenn sie das schaffen, bekommen sie Fördermittel vom Bundesumweltministerium.

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Jürgen Rabeneck praktiziert in seinem Betrieb schon einige Energie-Sparmaßnahmen.

Quelle: ukk

Reinfeld. Bis zum Oktober wollen die Reinfelder ein Klimaschutzprogramm für ihre Stadt entwickeln. Wenn sie das schaffen, bekommen sie Fördermittel vom Bundesumweltministerium. Das erste Treffen jetzt in der Mensa des Schulzentrums war gut besucht. Es sollte erste Ideen für eine umweltfreundlichere Stadt bringen.

Passend dazu standen mehrere Elektrofahrräder am Eingang. Eines gehörte dem Bürgermeister, und der warb dafür, „öfter mit dem Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen“. Gleichzeitig kritisierte Heiko Gerstmann, „dass in diesen Zeiten des billigen Benzins vermehrt große SUVs gekauft werden.“

Stormarns Klimaschutzmanagerin Isa Reher unterstrich die Dringlichkeit, den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren, mit dem Zitat eines Umweltexperten, der gesagt haben soll: „Wenn das so weiter geht, bekommt Berlin bald einen Atlantikhafen.“ Sie skizzierte einige Projekte in Stormarn, die nachahmenswert seien. Allein durch Solaranlagen auf den Dächern von Schulen spare der Kreis Stormarn jährlich 50000 Euro. Solche Anlagen auf Schulen seien wichtig, weil die Kinder dadurch lernten, sorgsam mit der Umwelt umzugehen.

Isa Reher riet, „an die Raumwärme in den haushalten zu gehen“, dort würde besonders viel Energie verbraucht. Die Reinfelder sollten sich nach dem Beispiel der Bargteheider Energietour kundig machen, wie manche Familien ihre alten Häuser wärmeisoliert haben, wie Bürgersolaranlagen in Bad Oldesloe etwa funktionierten.

Und die Klimaschutzmanagerin des Kreises nannte Mollhagen als Vorbild. Das ganze Dorf werde derzeit an ein Nahwärmenetz angeschlossen, an der Grundschule gebe es sogar kleine Klimadetektive. Und Isa Reher forderte die Reinfelder auf, nach dem Vorbild anderer Stormarner Städte am Stadtradeln teilzunehmen oder an der „Kindermeilen-Kampagne“ teilzunehmen, den Nachwuchs eine Woche lang ohne Auto zur Schule zu bringen, allein schon „zur Verkehrserziehung der Eltern“.

Dass die Wirtschaft ein Interesse am Klimaschutz hat, bewies der Vorsitzende des Handelsvereins, Jürgen Rabeneck. Der Antikmöbel-Restaurator warb für das Energie-Sparpotential durch die Dämmung von Türen und Fenstern, für den gemeinsamen Einkauf von Gas, Holz und anderen Rohstoffen. Es sollte in Reinfeld einen neuen Versuch geben, die Dachflächen für Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung zu stellen. Zudem seien LED-Leuchten wichtig. Rabeneck hatte zur Demonstration einige aus alten Tageszeitungen gepresste Briketts mitgebracht, um zu zeigen, wie Reststoffe genutzt werden können. Welchen Wirkungsgrad die Briketts hätten, müsse zwar erst noch wissenschaftlich ausgewertet werden, aber: „Wenn niemand etwas anfängt“, sagte Jürgen Rabeneck, „bringt auch niemand etwas zustande.“

Es brauche einen guten Plan, führte Michael Wedler von der mit dem Klimaschutzkonzept beauftragten Firma „B.A.U.M. Consult“ aus. Er hat die für Reinfeld relevanten Daten erfasst und eine Energie- und Kohlendioxid-Analyse erstellt. Danach stoße die Stadt zwar weniger aus als andere im Bundesdurchschnitt. Das sei aber durch die wirtschaftliche Struktur bedingt und immer noch weit entfernt von einer Reduktion der jährlich ausgestoßenen 80000 Tonnen auf unter 20000 Tonnen im Jahr 2050. Es gebe ein enormes Sparpotential bei der Wärme in Privathaushalten, in den Betriebe, bei der Verwaltung. Und es könne viel Verkehr vermieden, verlagert und „umweltverträglich abgewickelt werden“.

Solche Anregungen sollen bei der zweiten Reinfelder Klimaschutz-Konferenz im April weiterentwickelt werden.

Hier gibt‘s Tipps

Privathaushalte auch in Reinfeld können einen wesentlichen Teil zum Energiesparen beitragen. Um Licht in den Förderdschungel zu bringen, bietet der Klimaschutz des Kreises Stormarn eine Energiespar-Förderberatung. Interessierte Hausbesitzer können Auskünfte zu diesem Themenkreis bekommen unter Telefon 04531/1601637 (Ansprechpartnerin ist Isa Reher) oder alternativ eine Mail senden an info@kreis-stormarn.de mit dem Betreff Förderberatung.

Von Uwe Krog

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