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Stormarn Reinfeld mag’s langsam – aber Verkehrsaufsicht macht Tempo
Lokales Stormarn Reinfeld mag’s langsam – aber Verkehrsaufsicht macht Tempo
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00:00 25.10.2012
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Stormarn

Nach dem Willen der Stormarner Verkehrsaufsicht muss eine der drei Straßen an ihrer Kreuzung die Vorfahrt als Hauptverkehrsstraßen haben. Und darauf müssten nunmal 50 Stundenkilometer erlaubt sein. Darauf hatte die Kreisbehörde schon vor Wochen gedrungen, entsprechend war die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in der Neuhöfer Straße von 30 auf 50 heraufgesetzt worden.

Seither klingeln im Haus von Klaus Jaeger die Gläser in der Vitrine. Verstärkt durch den künstlich angelegten Hubbel in der Straße vor seinem Haus. Kieslaster, Autotransporter und vor allem Erntefahrzeuge bringen auf ihren hüpfenden Ballonreifen das alte Haus in Schwingung.

Im Moment bewirke die teilweise Straßensperrung durch die Baustelle an der Mahlmannstraße zwar eine Verkehrsberuhigung, weiß Hauseigentümer Jaeger. „Doch im Frühjahr, wenn die Sanierung der Paul-von-Schoenaich Straße weitergeht, sollte hier eine andere Regelung getroffen werden.“

Er gehört zur Interessengemeinschaft Neuhöfer Straße. Alles Leute, die für Tempo 30 in ihrer Straße und gegen den Hubbel sind. Denn sie fürchten um ihre etwa 1900 gebauten Häuser, fürchten Risse in den Wänden und absackende Fundamente. Der Jaegersche Balkon drohte durch die Erschütterungen schon abzubrechen. „Das Ende der Fahnenstange ist erreicht“, sagt Nachbar Bernhard Meier. Er sieht auch die Kinder auf ihrem Weg zu und von der Matthias-Claudius-Schule in Gefahr. Ganze Schulklassen würden die Straße entlang gehen.

„Tempo 50 bringt auf den knapp 400 Metern Neuhöfer Straße einen kaum messbaren Zeitgewinn“, sagt Jürgen Peemöller, Mitbegründer der Interessengemeinschaft. „Aber Tempo 30 hat einen enormen Gewinn an Sicherheit.“ Die Bewohner der in ihrer Ursprünglich mit am besten erhalteten Straße Reinfelds haben die Nase voll, planen eine Protestaktion. Wie die aussehen wird, wollen sie noch nicht sagen. Nur soviel verrät Nachbar Meier: „Es ist etwas im Busch.“

So begrüßen sie das Engagement ihres Bürgervorstehers. Hans-Peter Lippardt steht dafür ein, „dass die Bürger entscheiden, wie sie ihren Verkehr lenken. Und nicht die Behörde über ihre Köpfe hinweg.“ Er hatte unlängst zu einer Bürgerrunde eingeladen.

Die Teilnehmer, berichtet Lippardt, seien schnell einig gewesen, die drei im Zentrum aufeinandertreffenden Straßen als eine gleichberechtigte Einheit zu sehen seien. „Als unsinnig empfunden wurde, eine Straße als Durchgangsstraße vorzusehen.“

Ex-Fahrschullehrer Lippardt wird als Speerspitze des Protestes bei der Stadtverordnetenversammlung aus zahlreichen Bestimmungen zitieren können, mit welchem Recht die Stadt Reinfeld ihre eigenen Vorstellungen vom richtigen Tempo durchsetzen kann.

Die Kreistagsabgeordneten hat er schon gebeten, dem Reinfelder Anliegen in ihren Gremien entsprechend Nachdruck zu verleihen. Er scheue sich auch nicht, über die Landesebene auf den Kreis Stormarn in der Verkehrsfrage einzuwirken. „Um dem Verdruss vorzubeugen. Damit der Bürgerwille ernster genommen wird.“

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