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Stormarn Reinfeld plant ein Quartier für mehrere Generationen
Lokales Stormarn Reinfeld plant ein Quartier für mehrere Generationen
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20:31 02.06.2017
Auf einer freien Fläche wird der Neubau des Pflegeheimes errichtet. Zuvor mussten auch einige Bäume gerodet werden. Quelle: Foto: M. Thormählen

Ein Teil des Gebäudekomplexes ist bereits verschwunden, und vermutlich im September wird der Bau eines neuen Pflegeheimes in Reinfeld anlaufen. Das ist der Auftakt für ein noch größeres Projekt, denn am Kaliskaweg soll ein Mehrgenerationenquartier entstehen. Planer stellten dazu jetzt weitere Details vor.

Zahlen und Fakten

1800 Quadratmeter Fläche soll das künftige Pflegeheim aufweisen.

50 Quadratmeter Verkaufsfläche dürfen Läden haben, um die Bewohner zu versorgen. Auch Arztpraxen sind möglich.10,50 Meter können die neuen Gebäude in die Höhe gebaut werden. Vorgesehen sind drei Geschosse, das letzte nur mit 85 Prozent der beiden Vollgeschosse.

Die WOB Immobilien GmbH, ein in München ansässiges Unternehmen, hat das riesige Areal des ehemaligen Kreisaltenheimes erworben. Vor dem Verkauf war es Eigentum der Asklepios-Gruppe. Abgerissen wurden mittlerweile ein Teil des alten Heimes. Für einen Neubau, so Architekt Henryk Stutz, liege bereits eine Baugenehmigung vor. Dies sei unkompliziert, weil auf dem Grundstück erneut ein Pflegeheim mit 98 Plätzen entstehen werde: „Baubeginn wird in der zweiten Jahreshälfte sein, vermutlich im September.“

Für die weiteren Gebäude allerdings müssen noch die Baugenehmigungen erteilt werden. Und eine Voraussetzung dafür ist ein gültiger Bebauungsplan, der von den Kommunalpolitikern beschlossen werden muss. Bürgermeister Heiko Gerstmann wies auf die Bedeutung des Projektes hin, und auch der Architekt zeigte sich davon überzeugt, dass es „eine Weiterentwicklung für die Stadt Reinfeld“ geben werde:

„Wir haben ein überwiegend positives Echo erhalten.“

Planer und Investor gehen davon aus, „ein in sich geschlossenes Quartier mit einem Gebäudetypus“ schaffen zu können. „Damit wollen wir für die künftigen Bewohner ein gutes Miteinander schaffen“, sagte Henryk Stutz. Während des Baues des neuen Pflegeheimes soll der Betrieb in den noch verbliebenen Gebäuden des Altenheimes weiterlaufen. Aller Voraussicht nach wird der neue Bebauungsplan Ende des Jahres rechtskräftig. Dann könnte im kommenden Jahr auch mit den weiteren Projekten begonnen werden. Die Fertigstellung ist dann nach weiteren zwölf Monaten möglich.

Bis zu 50 Wohnungen sind für betreutes Wohnen geplant. Diese Einheiten, so der Architekt, haben eine Größe von rund 55 Quadratmetern und könnten von ein bis zwei Personen bewohnt werden. Eine Barrierefreiheit werde garantiert.

In fünf weiteren Komplexen können noch einmal knapp 50 Wohnungen entstehen, die das Quartier vervollständigen. Diese Wohnungen sollten zwei bis vier Räume aufweisen und könnten von Singles, Paaren oder auch Familien genutzt werden. Noch sei allerdings nicht entscheiden, ob die Neubauwohnungen zur Miete angeboten oder als Eigentum veräußert werden sollen, wie Henryk Stutz betonte. Dazu werde der Investor den Markt analysieren und sich später entscheiden. Aller Voraussicht nach werden die notwendigen Exposees zur Jahreswende auf den Markt kommen. Die Wohnungen werden ausnahmslos mit Balkons oder Terrassen ausgestattet.

Entschieden wurde bereits, dass es im Zentrum des künftigen Quartiers einen Platz geben werde. Dort, so die Vorstellungen, sollen Kommunikation und Geselligkeit im Mittelpunkt stehen. Auch der Restaurantbereich des neuen Pflegeheimes werde öffentlich zugänglich sein. Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge werden in Tiefgaragen zur Verfügung gestellt. Bisher ist nur eine Zuwegung vom Kaliskaweg in das künftige Mehrgenerationenquartier geplant. Spaziergänger können später einen Weg nutzen, der rund um die neuen Gebäude führt. Von Teilnehmern der öffentlichen Präsentation wurde darauf hingewiesen, dass es doch eine weitere Anbindung im Bereich des Steinhoffs geben solle, eventuell auch in Richtung Neuer Garten. Damit könnten in der Region „kürzere Wege“ entstehen.

Landschaftsarchitekt Bernd Matthiesen wies darauf hin, dass bereits ein Teil des alten Baumbestande gelichtet worden sei, um Platz für das künftige Pflegeheim zu schaffen. Die bewachsene Randstruktur, größere Bäume sowie eine Obstweise sollten erhalten bleiben. Und für die abgeholzten Bäume müssten Ausgleichspflanzungen vorgenommen werden – auch an anderer Stelle: „Das gilt auch für die geplanten Versiegelungen in dem neuen Wohnquartier“, so der Landschaftsarchitekt.

Michael Thormählen

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