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Reinfeld plant eine neue Parklandschaft

Reinfeld Reinfeld plant eine neue Parklandschaft

Areal am alten Rathaus soll umgestaltet werden — Unterschriften werden jetzt gesammelt.

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Ein erster Plan: (v. l.) Walter Engel, Jens Löper und Stephan Heinrich auf dem Gelände am Rathaus.

Quelle: mt

Reinfeld. Während eines Ortstermins sind auch die letzten Zweifel verflogen. „Ich bin mir jetzt ganz sicher, dass sich dieses Gelände sehr gut für die Anlage einer neuer Parklandschaft eignet“, betonte der Vorsitzende der Wählerinitiative Reinfeld (WIR), Jens Löper. Auf einem 8000 Quadratmeter großen Areal, das direkt neben dem Rathaus liegt, könnte eine zusätzliche Grünfläche geschaffen werden. Um dem Projekt zusätzlichen Schub zu verleihen, sollen dafür Unterschriften gesammelt werden.

Weitere Einzelheiten

Einen Infostand will die Reinfelder Wählerinitiative heute um 11 Uhr vor dem Rathaus aufbauen. WIR-Fraktionsvorsitzender Walter Engel geht auf Fragen der Bürger ein und erläutert weitere Einzelheiten der neuen Parkplanung. Außerdem liegen die ersten Listen aus, damit die Reinfelder mit ihren Unterschriften dieses Vorhaben unterstützen können.

Der Ortsvorsitzende stellte gemeinsam mit dem WIR-Fraktionschef Walter Engel und dem Stadtverordneten Stephan Heinrich, der auch dem Bauausschuss angehört, erste Details vor. Demnach ist ein sogenannter Bergpark geplant, auf dem auch Wasserspiele installiert werden sollen. „Wir schaffen damit einen riesigen Grüngürtel, der sich vom Neuhöfer Park vorbei am Rathaus bis zur neuen Parklandschaft und dem Herrenteich zieht“, erläuterte Jens Löper, der auch Sprecher der Initiative Pro Park ist. Dank einer von der Initiative gestarteten Aktion gaben rund 3500 Reinfelder ihre Unterschriften, um den Neuhöfer Park zu erhalten.

„Und das war auch gut so“, stellte Jens Löper fest. „Wir brauchen nicht nur die Unterstützung der anderen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung. Wir hoffen auch, dass die Bürger das neue Parkprojekt genauso mit Nachdruck unterstützen. Deshalb sollen auch dafür Unterschriften gesammelt werden“, meinte Fraktionsvorsitzender Engel.

Die Kommunalpolitiker gehen nämlich davon aus, dass für die Realisierung dieses Vorhabens rund 400000 Euro investiert werden müssten. Möglicherweise, so Stephan Heinrich, könnten Zuschüsse der EU, des Bundes und des Landes für ein „Projekt mit durchaus überregionaler Bedeutung“ eingeworben werden. Einsparpotenzial gebe es auch, wenn als fester Untergrund das bisher nicht beseitigte Baumaterial von der A 1 verwendet werde. Es lagert zurzeit noch bei Meddewade.

Größere Hürden durch die Bauleitplanung sieht Stephan Heinrich nicht: „Wir haben ja schon einen verbindlichen Bebauungsplan, der nur in einigen wenigen Teilen geändert werden muss.“ Dies könne allerdings durch Entscheidungen im Bauausschuss und der Stadtverordnetenversammlung rasch geschehen: „Spätestens im nächsten Frühjahr können wir dann anfangen, vielleicht schon früher.“

Stephan Heinrich geht genauso wie Jens Löper und Walter Engel davon aus, dass die Reinfelder Innenstadtsanierung mit dem Bau der neuen Parklandschaft einen krönenden Abschluss finden werde. „Es geht dann nicht mehr um die Verschönerung von Straßen und Fußwegen, sondern um mehr Grün, um das Aussehen und das Image des Stadtzentrums weiter zu verbessern“, meinte Jens Löper.

Die WIR-Mitglieder haben sich in den vergangenen Tagen auch die baulichen Veränderungen in Eutin angeschaut. In der ostholsteinischen Kreisstadt wird Ende April die nächste Landesgartenschau eröffnet. „Auch Reinfeld kann sich um die Ausrichtung einer Landesgartenschau bewerben. Der nächste Ort ist nämlich noch nicht bestimmt worden“, erklärten Jens Löper und Stephan Heinrich. Und Walter Engel ist sich sicher, dass Reinfelds Chancen nicht schlecht seien: „Wir haben zwar kein altes Schloss und auch keinen Schlossgarten wie in Eutin. Aber wir haben mit der neuen Parklandschaft und unserem Herrenteich einen einzigartigen Grüngürtel, den auch viele auswärtige Besucher kennenlernen sollten.“ Alles solle aber in einem überschaubaren Rahmen bleiben, denn eine Bundesgartenschau sei noch eine „Nummer zu groß für Reinfeld“.

Von Michael Thormählen

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