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Stormarn Reinfelder Kinder- und Jugendbeirat startet durch
Lokales Stormarn Reinfelder Kinder- und Jugendbeirat startet durch
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20:52 08.02.2018
Haben viel vor in diesem Jahr: Luise Scholz (11), Hannah Löchel (15) und Tammo Hartwig (12, stehend v. l.) sowie Raphael Röhrs (22), Annika Weise (19), Florian Scholz (13) und Maximilian Schulz (13, sitzend v.l.). Quelle: Foto: Mt
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Reinfeld

Das Lob kam von höchster Stelle: Der neue Kinderbeauftragte des Kreises, Michael Eggerstedt (59) aus Großensee, sagte bei seiner Vorstellung im Reinfelder Sozialausschuss, dass er zwar noch nicht so lange im Amt sei, aber das habe er schon festgestellt: „Der Kinder- und Jugendbeirat Reinfeld ist in Stormarn außerordentlich gut aufgestellt.“

Das freute nicht nur die Ausschussmitglieder, sondern auch Jugendpflegerin Katrin Göhlert und natürlich den siebenköpfigen Kinder- und Jugendbeirat (KJB) selbst. Denn der war in seiner kompletten neuen Besetzung zur Sitzung gekommen, um sich einmal der Politik vorzustellen. „Die Kinder und Jugendlichen erfahren dort eine echte Wertschätzung“, sagt Jugendpflegerin Göhlert, denn der Beirat sei auf jeder Sitzung ein Tagesordnungspunkt.

Diesmal umfasste er sogar mehrere Punkte, denn es ging neben der Vorstellung der Mitglieder um die Bilanz 2017 und die Vorschau für das laufende Jahr. Nachdem Luise Scholz (11), Hannah Löchel (15), der 2. Vorsitzende Tammo Hartwig (12), Raphael Röhrs (22), Beiratsvorsitzende Annika Weise (19), Florian Scholz (13) und Maximilian Schulz (13) von ihren vielen Ideen und ihrem großen Engagement berichtet hatten, stellte Ausschuss-Vorsitzender Manfred Schönbohm von der Wählergemeinschaft (WIR) fest: „Ihr habt viele Interessen und beste Voraussetzungen.“

Von musikalisch bis sportlich ist alles dabei, einige verrichten selbst schon Jugendarbeit, zum Beispiel in der Schwimmabteilung von Preußen Reinfeld. „Wir unterstützen euch gerne, ihr seid jederzeit auf unseren Sitzungen willkommen“, so Schönbohm.

Im abgelaufenen Jahr hat der KJB die beliebten Aktionen wie die Ostereiersuche, den Luftballonweitflugwettbewerb, Ferienpassveranstaltungen wie etwa den Ausflug nach Hagenbeck und Tretbootrennen sowie den Spielnachmittag während der Stormarner Kindertage angeboten. Zudem hat der Beirat sich an verschiedenen Veranstaltungen wie zum Beispiel der U-18-Wahl beteiligt und sich dabei auch zu Themenbereichen wie Demokratiebildung und Partizipation positioniert.

„Die Hauptthemen waren das ganze Jahr jedoch die Sanierung der Spielplätze, auch wenn die wegen der Haushaltssperre nicht fortgeführt wurden, dann die Durchführung der Wahlen zum KJB und der Anschub für die Stormini-Planung“, erläutert Katrin Göhlert.

Besonderes Highlight werde Stormini 2018, wo die Mitglieder sich entweder noch als Teilnehmer oder verschiedenen Helferbereichen engagieren werden. Zwar ist der KJB Initiator gewesen, Stormini in Reinfeld durchzuführen, so liegt die organisatorische Schnittstelle dennoch bei der städtischen Jugendpflege, da die Stadt Reinfeld als Kooperationspartner auftritt. Als Vertreterin der Stadt ist Katrin Göhlert als Jugendpflegerin in der Stormini-Vorbereitungsgruppe.

„Im Jahr 2018 hoffen wir, dass mit der Umgestaltung des Spielplatzes Herrenhusen endlich begonnen werden kann“, erklärt die Beiratsvorsitzende Annika Weise, die möglicherweise im Sommer ein Studium beginnt. Neben den vielen Aktivitäten aus dem vergangenen Jahr, die die Jugendlichen erneut anbieten, plant der KJB auch eine erneute politische Bildungsfahrt mit einem Bundestagsabgeordneten nach Berlin. „Aufgrund von Altersbeschränkungen gestaltet sich das nicht einfach, aber wir hoffen auf das Entgegenkommen der Politiker“, sagt Jugendpflegerin Göhlert.

Sozialer Dienst in Reinfeld?

Kehrt der Allgemeine Soziale Dienst mit einem Büro nach Reinfeld zurück? Das ist nicht nur Wunsch der Jugendpflege, die zuletzt positive Signale zu diesem Ansinnen aus der Kreisverwaltung vernahm. „Reinfeld und alle Gemeinden in Nordstormarn würden das sehr begrüßen, denn der Bedarf für so eine Familien-Beratungsstelle ist vorhanden“, sagt Reinfelds Jugendpflegerin Katrin Göhlert.

Der ASD ist dem Jugendamt in Bad Oldesloe angegliedert, hat Außenstellen in Ahrensburg und Glinde.

Markus Carstens

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