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Stormarn Reinfelder Wehr im Dauereinsatz
Lokales Stormarn Reinfelder Wehr im Dauereinsatz
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11:29 07.03.2018
Gemeindewehrführer Marco Mess, Carsten Rauschenberg, Karl-Heinz Vagt, Claus Vick und Gemeindewehrführer Gerd-Heinrich Riemann (v.l.) Quelle: Foto: Jeb
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Reinfeld

Bereits in den vergangenen drei Jahren wurde die Zahl der Einsätze immer wieder übertroffen. „Wieder einmal“, erklärte Gerd-Heinrich Riemann, der erstmals als Gemeindewehrführer die Jahresversammlung leitete.

„In diesem Jahr“, so Riemann, „bedeuten 47 Einsätze mehr als in 2016 ein Plus von 21 Prozent. Verglichen mit dem Einsatzaufkommen von vor zehn Jahren bedeutet es sogar ein Plus von 167 Einsätzen oder anders ausgedrückt von 164 Prozent.“ Man könne sich vorstellen, bei welchen Einsatzzahlen die Wehr sich in den nächsten zehn Jahren befinden werde, fügte Riemanns Stellvertreter Marco Mess an. Allein die First-Responder-Gruppe der Wehr, die zur Unterstützung des Rettungsdienstes ausrückt, hat 136 Einsätze davon wahrgenommen. 31 Brandeinsätze, 74 technische Hilfeleistungen, drei sonstige Einsätze und 25 Fehlalarme stehen in der Statistik der gesamten Wehr.

Derzeit zählt die Reinfelder Feuerwehr 75 aktive Mitglieder, die jetzt noch Unterstützung von drei Feuerwehrmannanwärtern und einer Anwärterin bekommen. Ein durchaus starker Personalbestand, der durch Mitglieder aus Ehren- und Jugendabteilung sogar auf insgesamt 129 Mitglieder anwächst. Hinzu kommen noch die Mitglieder der Big Band.

Auch wenn die Personalsituation derzeit recht gut erscheint, so freut sich die Reinfelder Wehr natürlich auch auf neue Mitglieder, die immer sehr willkommen sind. „Wir brauchen stetig neue Mitglieder, weil ja am anderen Ende auch ältere Mitglieder in die Ehrenabteilung wechseln, weil sie die Altersgrenze erreicht haben“, erklärt Gerd-Heinrich Riemann. Auch neue passive Mitglieder im Förderverein der Feuerwehr werden gern aufgenommen.

Auch bei dieser Versammlung gab es den Ruf nach einer DIN-Norm-gerechten, zeitgemäßen und langfristig nutzbaren Feuerwache. Die jetzige Feuerwache platzt aus allen Nähten. Eigene Spinde, ausreichende Sozial- und Sanitärräume und vor allem sichere Verkehrswege gibt es nicht. Seit vielen Jahren erhält die Stadtverwaltung in regelmäßigen Abständen Mahnungen der Feuerwehrunfallkasse.

Passiert ist bisher wenig. „Außer Planungsvorbereitungen ist bisher keine akute Bauplanung erfolgt“, teilte der Gemeindewehrführer mit.

Rollen im März 2019 die Bagger?

Doch das soll sich nun ändern. Der Gemeindewehrführer machte in seinem Jahresbericht deutlich, dass die Stadtvertretung für das Jahr 2018 bereits einen Ansatz in Höhe von 3,6 Millionen Euro für einen Neubau veranschlagt hat. Kurzfristig sollen deshalb die Ausschreibungsunterlagen fertiggestellt und veröffentlicht werden, sodass mit einer Vergabe des Bauvorhabens im Herbst dieses Jahres zu rechnen ist. Im März 2019 könnten dann endlich die Bagger rollen.

Reinfelds Bürgermeister Heiko Gerstmann gab in seinem Grußwort Anlass zur Hoffnung. Es sei der Wunsch und das ausgesprochene Ziel der Verwaltung, zu diesem Zeitpunkt mit den Arbeiten zu beginnen. Für den Zeitraum der Arbeiten müssten Mannschaft, Fahrzeuge und Gerät jedoch an einem Interimsstandort untergebracht werden. „Derzeit erscheint ein freies Mietgrundstück im Bereich Mahlmannstraße hierfür als geeignet“, so Gerstmann. Explizit lobte der Bürgermeister die ehrenamtliche Vorarbeit des Feuerwehrmitglieds Martin Hoffmann, der in vielen Stunden Planungsarbeit eine vorläufige Nutzungs- und Raumplanung mitsamt Kostenschätzung, quasi im Alleingang, erarbeitet hatte.

Die wurde Anfang des Jahres der Verwaltung übergeben und soll nun als Gesprächsgrundlage für die Erstellung der Interimswache dienen.

Ehrungen

Bruno Mess wurde mit dem deutschen Brandschutzehrenzeichen in Silber für seine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Torben Kiesow und Lars Meßer sind jeweils zehn Jahre dabei, Carsten Rauschenberg 30 Jahre, Karl-Heinz Vagt 50 Jahre und Claus Vick sogar schon seit 60 Jahren. Sie erhielten die entsprechenden Dienstaltersabzeichen. 15 Mitglieder wurden im Anschluss an die Ehrungen befördert.

jeb

Jens Burmester

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