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Stormarn Reinfelder begrüßen eine Ausweitung des Alkoholverbots
Lokales Stormarn Reinfelder begrüßen eine Ausweitung des Alkoholverbots
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20:25 04.07.2013
Janina Buls (28) zusammen mir ihrem Sohn und Bianca Ludwig (44) sind für die Verbotsausweitung. Beiden Frauen erscheinen die abendlichen Sitzrunden von Jugendlichen als suspekt.

Reinfeld — Am Herrenteich in Reinfeld ist der Konsum von Alkohol verboten. Diese Entscheidung hat das Ordnungsamt getroffen. Die Initiative Pro Park fordert, das Verbot auch auf den Parkbrunnen, den Rathausplatz, den Wanderweg am Neuhöfer Teich und den Lokfelder Damm auszudehnen. Doch was sagen die Reinfelder Bürger dazu?

Eine Umfrage der LN ergab, dass viele Einwohner für eine Ausweitung auf anliegende Bereiche sind, denn die Saufgelage könnten sich vom Herrenteich zum Parkbrunnen verlagern. Diese Befürchtung teilt jedenfalls Kerstin Meyer. Die 49-Jährige sorgt sich um Spaziergänger, die am Abend gerne noch einmal am Herrenteich oder im Park flanieren gehen. Sie selbst kommt meistens vom Spätdienst und bemerkt dann häufig die Szenerien, die sich in der Problemecke abspielen. „Als Frau hat man oft Angst, dort entlang zu laufen“, sagt die Reinfelderin.

Der Reinfelder Yilmaz Altin, der nahe am Park und Neuhöfer Teich lebt, wäre für eine Ausweitung des Alkoholverbots. „Der Schutz von Spaziergängern am Neuhöfer Teich muss gewährleistet sein.“ Zudem befürchtet er Lärmbelästigung und körperliche Auseinandersetzungen durch alkoholisierte Personen im Parkbrunnen, so der 66-Jährige. Auch Bianca Ludwig (49) und Janina Buls (28) unterstützen eine Ausdehnung des Verbots, um „Kinder vor herumliegenden Scherben im Park zu schützen.“

Aber es gibt durchaus auch andere Stimmen. „Alkoholverbot am idyllischen Herrenteich — eine einschneidene Maßnahme!“, findet Jan Stratenschulte aus Benstaben, der sich über das für die Reinfelder Jugend wichtige Thema bei Facebook informiert. „Ich würde eine Ausweitung richtig übertrieben finden. Ich habe noch nie von Problemen am Parkbrunnen gehört“, sagt der 18-jährige Auszubildende. Er habe nichts dagegen, „wenn man mal irgendwo ein Bierchen trinkt.“ Der aus Reinfeld stammende Lübecker Stefan Käselau hat seine ganz eigene Sicht auf die Dinge: „Die Ausweitung des Verbotes macht nicht viel Sinn. Es wird sich eh keiner an die Regel halten“, glaubt der 27-Jährige.

Die Bürgerinitiative Pro Park, die schon erfolgreich gegen eine großflächige Bebauung des Parks gekämpft hatte, strebt nun trotzdem eine Ausdehnung dieses Verbotes rund um die Parkanlage am Jungfernstieg, den Wanderweg rund um den Neuhöfer Teich und den Lokfelder Damm an. Sie befürchtet eine Verlagerung der Probleme in angrenzende Bereiche.

Stadt und Polizei sehen jedoch keinerlei Notwendigkeit für diese Erweiterung. Es gebe an den umliegenden Plätzen keine vergleichsweisen Schwierigkeiten, wie es sie zuletzt an der Promenade gab. Dort führte der zahlreiche Alkoholkonsum zu vielen Beschwerden aufgrund von Lärmbelästigung und Verschmutzung.

Marjana Stein und David-Noah Bendt

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