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Reinfelder putzten ihre Stadt heraus

Reinfeld Reinfelder putzten ihre Stadt heraus

Erstmals seit 2009 nahm die Karpfenstadt wieder an der Aktion „Unser sauberes Schleswig-Holstein“ teil. 60 Reinfelder verpassten ihrer Stadt einen ausgiebigen Frühjahrsputz. Parteien hatten zuvor zum Müllsammeln aufgerufen.

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Da kam doch einiges an Müll zusammen: Die Reinfelder befreiten gestern ihre Stadt von Dreck und Abfall — das erste Mal seit 2009 wieder im Rahmen der Aktion „Unser sauberes Schleswig-Holstein“.

Quelle: Fotos: Lukas Zeidler

Reinfeld. Der Frühling kann kommen: 60 Reinfelderinnen und Reinfelder verpassten der Karpfenstadt gestern einen ausgiebigen Frühjahrsputz. Die im Rathaus vertretenen Parteien hatten zuvor zum Müllsammeln aufgerufen. Um zehn Uhr versammelte sich die Gruppe am Herrenteich, um ihre Stadt blitzeblank zu machen. Die Aktion lief im Rahmen der landesweiten Kampagne „Unser sauberes Schleswig-Holstein“, die 1994 der Radiosender NDR 1 Welle Nord ins Leben gerufen hatte.

Auf sieben Gebiete verteilt zogen die Engagierten los, um ihre Stadt vom Dreck zu befreien. Handschuhe, Müllsäcke und Greifzangen wurden zur Verfügung gestellt. Gleich zu Beginn erwischte die erste Gruppe am Herrenteich einen Übeltäter: Ein Hundebesitzer lies vor den Augen der Teilnehmer doch tatsächlich die Hinterlassenschaft seines Vierbeiners liegen.

Mit in der Gruppe war auch die Sprecherin des Runden Tisches Reinfelds Zukunft, Irmi Mussack: „Ich finde es sinnvoll auf unseren Lebensraum zu achten. Es ist eine klasse Initiative, das Saubermachen wieder aufleben zu lassen.“ Bis 2009 hatte sich Reinfeld regelmäßig am Stadtputz beteiligt, musste es jedoch dann aufgeben. Niemand hatte mehr Interesse an der Aktion. Der Umweltausschuss der Stadt unter ihrem Vorsitzenden Geert Karnick (Grüne) wagte vergangenes Jahr dann einen neuen Anlauf: „Früher war der Bauhof und die Verwaltung sehr stark involviert. So war der Bauhof damals mit Fahrzeugen und zehn Mitarbeitern vertreten. Dementsprechend gab es auch immer wieder Diskussionen über die entstehenden Kosten. Letztendlich waren gefühlt mehr Hauptamtliche als Ehrenamtliche dabei. Das frustriert natürlich.“

Dieses Jahr übernahm ein Arbeitskreis der Kommunalpolitiker die Planung und Organisation. Karnick weiß die Symbolkraft der Aktion zu schätzen. „Wir wollen zeigen, dass wir auch verantwortlich sind für das Gebiet, in dem wir leben. Alle, die hier mitgelaufen sind, schmeißen sicher nicht mehr so einfach Müll weg“, sagte der Grünen-Politiker. Die Verantwortung der Umwelt gegenüber unterstrich auch Eike Hilbert vom Naturschutzbund (Nabu) Reinfeld deutlich: „Besonders für Tiere kann Plastikmüll eine Gefahr darstellen. Sie halten es für Essen oder verfangen sich darin.“ Ihr Appell an alle:

„Das, was man mit raus nimmt, nimmt man auch wieder mit nach Hause“. Auch Bürgermeister Heiko Gerstmann packte kräftig mit an: „Ich bin sehr froh, dass der Umweltausschuss den Stein ins Rollen gebracht hat und die Aktion von allen Parteien mitgetragen wird.“ Viele weitere Kommunalpolitiker taten es ihm gleich, aber eben auch viele Bürger.

Sabine Nauruhn lebt seit acht Jahren in Reinfeld. Gemeinsam mit ihrer vierjährigen Tochter Lennya wollte sie helfen: „Es ärgert mich, dass die Leute ihre Sachen einfach so wegschmeißen. Den meisten Abfall fanden wir ausgerechnet in der Nähe von Mülleimern“, sagte sie. Besonderes positiv ist den Anwesenden die Zusammensetzung der Gruppe aufgefallen. Unter den 60 Sammlerinnen und Sammlern fanden sich sowohl junge als auch ältere wieder. Zahlreiche Flüchtlinge, die in Reinfeld Schutz suchen, verstärkten das Team zusätzlich.

Den Abschluss des Tages bildete das gemeinsame Essen von Chili con Carne, das das Deutsche Rote Kreuz Reinfeld kostenlos der fleißigen Putzkolonne zur Verfügung gestellt hatte. Sabine Nauruhn ist überzeugt: „Die Aktion sollte öfter stattfinden.“

Von Lukas Zeidler

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